Erstellt am 9. Oktober 2019 · Arbeitsleben · von

Immunbooster für Arbeit und Co. – Gesund durch die Erkältungszeit

Lesezeit: 4 Minuten

Mit der ersten Kältewelle bricht die Erkältungszeit an. In der Arbeit, im Hörsaal oder den Öffis haben die Krankheitserreger freie Bahn und schon rinnt die Nase und kratzt der Hals. Wer rechtzeitig sein Immunsystem stärkt, kann das vermeiden. Wie das geht, verrät Ernährungsexpertin Eva Etlinger mit zwei Rezepten für echte Immunbooster.

Ein Großraumbüro ist für Viren und Bakterien das reinste Schlaraffenland. Einmal eingeschleppt, hüpfen sie munter von Mitarbeiter zu Mitarbeiter und ehe man sichs versieht, ist die halbe Belegschaft ausgeknockt. Neben erhöhten Hygienemaßnahmen kann man auch über die Ernährung gegensteuern, wenn man die Immunbooster unter den Lebensmitteln kennt. karriere.at Ernährungsberaterin Eva Etlinger erklärt, welche das sind:

Fit für die Arbeit: Diese Lebensmittel stärken das Immunsystem

Knoblauch

Eva Etlinger

Knoblauch gilt als „natürliches Antibiotikum“ mit weitreichenden gesundheitlichen Vorteilen. Knoblauch bekämpft schädliche Bakterien und Pilze aller Art, schont dabei aber die Darmflora, ja, er soll deren Zahl gar erhöhen.

Zwiebeln

Sie sind die nächsten Verwandten des Knoblauchs und verstärken dessen Wirkung. Gemeinsam mit diesem stellen sie ein starkes Duo gegen Krankheiten dar.

Kren

Das scharfe Wurzelgemüse wirkt sich besonders vorteilhaft auf die Atemwege, die Nasennebenhöhlen und die Lungen aus. Verstopfte Neben- und Stirnhöhlen werden gereinigt, die Blutzirkulation wird verbessert und nahende Erkältungen oder die Grippe haben keine Chance mehr.

Ingwer und Chili

Diese beiden Scharfmacher hemmen Entzündungen, lindern Schmerzen und stimulieren enorm den Kreislauf. Sie bekämpfen Krankheiten an Ort und Stelle.

kurkuma natürliches antibiotikum

Kurkuma

Kurkuma, auch Gelbwurz genannt, ist im Hinblick auf die antibiotische Wirkung das wohl beste Gewürz. Es bekämpft Infekte, reduziert Entzündungen, hemmt die Krebsentwicklung, lindert Gelenkschmerzen und beugt gar Demenz vor.

Apfelessig

Schon 400 vor Christus wurde Apfelessig vom „Vater der Medizin“, Hippokrates, eingesetzt. Apfelessig ist reich an Pektin, einem Ballaststoff, der hohe Cholesterinwerte senkt und den Blutdruck reguliert. Ferner unterstützt er den Mineralstoffhaushalt und damit die Knochengesundheit. Apfelessig enthält Apfelsäure, die sehr gut gegen Pilze und bakterielle Infektionen wirkt. Auch Harnsäurekristalle werden von der Apfelsäure rund um die Gelenke herum aufgelöst, was zu einer Linderung von Gelenkschmerzen führt.

Rezepte fürs Immunsystem

Erkältungen vorbeugen mit dem „Natürlichen Antibiotikum“

Zutaten:antibiotikum zum selbermachen

  • 700 ml Apfelessig (Bio und naturtrüb)
  • ¼ Tasse fein gehackter Knoblauch
  • ¼ Tasse fein gehackte Zwiebel
  • 2 frische Chili – und zwar die schärfsten, die du finden kannst!
  • ¼ Tasse geriebener Ingwer
  • 2 EL geriebener Kren
  • 2 EL Kurkuma gemahlen oder 2 Kurkumawurzelstückchen

Zubereitung

  1. Gib – bis auf den Apfelessig – alle Zutaten zusammen in eine Schüssel und mische sie gut durch. Fülle die Mischung in ein Einmachglas – und zwar so, dass 2/3 des Glases damit gefüllt sind. Gieße nun so viel Apfelessig dazu, wie in das Glas passt, also bis knapp unter den Deckel. Schließ das Glas und schüttle es.
  2. Stell das Glas zwei Wochen lang an einen kühlen und trockenen Platz. Schüttle es mehrmals täglich. Die Wirkstoffe aus Knoblauch, Chili & Co. gehen in dieser Zeit in den Essig über.
  3. Nach zwei Wochen gieße den Essig in eine Flasche ab. Um so viel Flüssigkeit wie möglich zu gewinnen, press den Mix im Glas zusammen, so stark es geht, z. B. mit einem Löffel oder einem Stampfer. Man kann den Mix auch in ein Tuch geben und dieses gut ausdrücken. Ab sofort kann der Mix in kleinen Mengen als Gewürz zum Kochen verwendet werden.
  4. Die Flüssigkeit hingegen ist das neue, selbstgemachte natürliche Antibiotikum. Es muss nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden und hält dennoch sehr lange.

Natürliches Antibiotikum – Die Anwendung

  • Täglich 1 EL vom natürlichen Antibiotikum in ein Glas Wasser einrühren und trinken, um das Immunsystem zu stärken und Erkältungen zu bekämpfen. Pur eingenommen erhöht es die Wirkung , vor allem wenn eine Infektion im Rachenraum vorliegt. Für die meisten ist es unverdünnt aber zu scharf und zu sauer.
  • Wenn du gerade gegen eine ernsthaftere Krankheit oder Infektion kämpfst, nimm 1 EL der Antibiotika-Mischung fünf bis sechs Mal pro Tag mit Wasser verdünnt.
  • Du kannst mit der Mischung auch gurgeln oder sie mit Olivenöl verdünnt als Salatdressing benützen.
  • Kinder und Schwangere sollten die Einnahme mit dem jeweiligen Arzt besprechen.

Immunbooster-Sirup mit Honig

Dieses Rezept kommt mit weniger Zutaten aus und der Honig macht den Immunbooster-Sirup etwas gaumenfreundlicher. Wer den Herbst und Winter über fit in der Arbeit bleiben will, sollte es unbedingt probieren!

So gehts:

500 ml Honig, 1 Knolle Knoblauch und genauso viel Ingwer klein schneiden und 6 Wochen im Honig „baden“ lassen, dann jeden Morgen 1 EL in etwas lauwarmem Wasser auflösen und trinken!

Vitamin D hebt die Laune und senkt das Krankheitsrisiko

Seit Ende Oktober sind die Tage wieder verdammt kurz geworden, die Stimmung sinkt und damit auch unsere im Sommer aufgefüllten Vitamin D Polster. Im Körper spielt Vitamin D eine wesentliche Rolle für den Knochenstoffwechsel und den Calciumhaushalt. Außerdem unterstützt es das Immunsystem und trägt zur Erhaltung einer normalen Muskelfunktion bei.

80 Prozent unserer Vitamin D-Versorgung geschieht über die Sonne. Meistens genügen 15 bis 30 Minuten in der Sonne (Gesicht und Arme frei), um ausreichend Vitamin D zu bilden. Vitamin-D-reiche Lebensmittel spielen bei der Deckung deines Vitamin D-Bedarfs dennoch eine nicht unwesentliche Rolle. Speziell im Herbst und Winter, wenn wir nicht genug Sonne bekommen, sollten sie fixer Bestandteil des Speiseplans sein.

Vitamin D gehört zur Gruppe der fettlöslichen Vitamine. Am meisten steckt in sämtlichen, sogenannten Fettfischen (Aal, Lachs, Hering), in Leber (hier der berühmte Lebertran aus Großmutters Zeiten), Eiern, Pilzen und Avocados. Wenn du in trüben, sonnenlosen Tagen deinen täglichen Vitamin D-Bedarf von ca. 20 µg pro Tag über die Nahrung abdecken möchtest, dann brauchst du aber nicht unbedingt Lebertran. Die empfohlene Tagesdosis an Vitamin D steckt jeweils in:

  • 100 g Aal oder
  • 80 bis 90 g Hering oder
  • 7 Eiern

Stimmung verbessern mit „Mood Food“

Welche Lebensmittel noch deinen Serotoninspiegel erhöhen und dem Herbstblues ein Schnippchen schlagen, erfährst du in diesem Artikel:

Bildnachweis: shutterstock/Olena Yakobchuk; Natthapol Siridech

Lisa-Marie Linhart

Lisas Liebe gilt dem Wort und der Musik. Bei uns kombiniert sie beides zu wohlklingenden Blogbeiträgen mit dem richtigen Groove für Themen, die das Arbeitsleben leichter und die Karriereplanung einfacher machen.

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