18. Juli 2018 · Jobsuche · von

Kontakt mit dem Headhunter: 5 goldene Regeln für Kandidaten

Wenn der Headhunter zwei Mal klingelt: Im Auftrag von Arbeitgebern machen sich Headhunter auf die Suche nach passenden Bewerbern und kontaktieren diese telefonisch oder per E-Mail. Was du tun musst, wenn sich ein Headhunter bei dir meldet und wie du schwarze Schafe der Branche erkennst:

#1 Vertrauliches Umfeld

„Können Sie gerade sprechen?“ Ein guter Headhunter wird dir diese Frage gleich zu Beginn des Gesprächs stellen, denn die Wahrscheinlichkeit, dich am Arbeitsplatz zu erwischen, ist ziemlich groß. Suche dir für das Telefonat ein ungestörtes Plätzchen. Vorsicht vor vermeintlich guten Einfällen wie Telefonieren im Stiegenhaus, der Abstellkammer, dem Büro eines Kollegen oder auf der Toilette. Ziemlich sicher bekommst du gerade dann Gesellschaft, wenn du sie am wenigsten brauchen kannst.

#2 Bedenkzeit erbeten

Wenn du gerade nicht frei sprechen kannst, biete einen Rückruf an – möglichst zeitnah und zu einem Zeitpunkt, an dem du auch sicher Zeit findest. Auch wenn du für das Telefonat momentan Zeit hättest, kannst du auf diese Art und Weise etwas mehr Zeit für dich herausholen und dich vorzubereiten.

#3 Recherchearbeit erledigen

Mehr Bedenkzeit gibt dir auch die Gelegenheit, dich vorzubereiten und kurz zu recherchieren, um welchen Headhunter es sich genau handelt. Diesen Schritt kannst du aber auch nach dem ersten Telefonat noch erledigen: Wie sieht die Online-Präsenz des Headhunters aus? Wo ist seine Firmenanschrift? Gibt es online Referenzen oder Berichte zum Unternehmen? Ist der Headhunter in Online-Business-Netzwerken zu finden?

#4 Die richtigen Fragen stellen

Verliere dich nicht in Details, sondern stecke mit den richtigen Fragen den Rahmen ab und erfrage Faktoren, die dir eine Entscheidung erst ermöglichen: Das Gehalt, Dienstort, Unternehmensgröße, Branche und auch, wie der Bewerbungsprozess weitergehen wird.

#5 Erkenne schwarze Schafe

Wenn folgende Dinge zutreffen, sollten bei dir die Alarmglocken läuten – denn der vermeintliche Profi-Headhunter ist vermutlich gar keiner:

  • Der Anrufer verschweigt seinen Namen und verrät auch auf Rückfrage weder die Headhunting-Agentur, noch seinen eigenen Namen.
  • Er macht keine Angaben zum Job – weil es gar keinen Job gibt, für den er jemanden sucht. Fragt er dann noch direkt nach deinem Lebenslauf, sollte dir schnell klar sein, dass dieser Headhunter gar keinen Suchauftrag eines Unternehmens hat.
  • Er kann keine Fragen zum Job oder der Branche beantworten: Mit gezielten Fragen kannst du herausfinden, ob der Anrufer wirklich ein Headhunter mit Suchauftrag ist, oder nur darauf aus ist, möglichst viele Lebensläufe von Bewerbern zu sammeln, um dich als Kandidat möglichst vielen seiner Kunden anzubieten.
  • Du wirst gebeten, etwas zu bezahlen: Servicegebühr, kostenpflichtige Eintragung in eine Bewerberdatenbank, Vermittlungsgebühr? Jetzt ist es an der Zeit, das Gespräch schnell zu beenden.
Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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