Erstellt am 19. April 2019 · Arbeitsleben, Jobsuche · von

So confused? Englische Berufsbezeichnungen verständlich erklärt

Lesezeit: 4 Minuten

Wtf ist ein Scrum Master und gibts das auch auf Deutsch? Wir versuchen, ein bisschen Licht ins Dunkel zu bringen und erklären euch, was hinter den verwirrenden englischen Jobtiteln steckt.

CEO, COO und so weiter … bei all den Officers, Managers, Leads und Head-ofs blickt man oft gar nicht mehr durch. Wir haben uns angesehen, welche Jobs im letzten Jahr häufig ausgeschrieben waren und haben uns die englischen Berufsbezeichnungen mit dem größten Verwirrungsfaktor rausgesucht.

Englische Jobtitel und was sie bedeuten

Agile Coach: hält die Strukturen im Unternehmen beweglich und sorgt dafür, dass es sich zeitgemäß entwickelt. Als Coach ist er einerseits in der Organisationsentwicklung und andererseits in der Entwicklung effizienter Teams und einzelner Rollen tätig.

Claim Manager: Um diese Position beneidet man niemanden, denn als Claim Manager kümmerst du dich um Nachforderungen und Reklamationen. Bei Änderungs- oder Ergänzungswünschen, Fehlern und sonstigen im Nachhinein gestellten Anforderungen ist der Claim Manager dafür verantwortlich, für beide Seiten die beste Lösung zu finden.

Content Manager: Sie erstellen, planen und positionieren die Unternehmens-relevanten Inhalte über die jeweiligen (Online)-Kanäle; Das Berufsfeld teilt sich oft noch auf in Unterkategorien wie Social Media Manager, Blogger oder (Online-)Redakteur.

Controller: sind für die Steuerung und Planung von Unternehmen verantwortlich. Sie überprüfen, ob die jeweilige Firma wirtschaftlich gut läuft, also ob sie die richtige Auslastung hat und finanziell gut dasteht.

Data Scientist: analysiert die Daten eines Unternehmens, um tiefgreifende Erkenntnisse über Zielgruppen, deren Verhalten, Entwicklung etc. zu gewinnen. Der Beruf wurde von der Harvard Business Review kürzlich zum „sexiest Job“ gekürt, da Data Scientists momentan zu den begehrtesten Mitarbeitern zählen – und es wenige davon gibt.

Digital Workplace Engineer: Ein IT-Profi, der dafür sorgt, dass digitale Arbeitsabläufe reibungslos funktionieren. Der Mechaniker für digitale Arbeitsplätze, könnte man sagen.

Full Stack Developer: Developer, kurz: Devs oder einfach „Programmierer“ genannt, sind Softwareentwickler. Als solcher kann man sich in die unterschiedlichsten Richtungen spezialisieren (Frontend, Backend, DevOps etc.). Der Full Stack Entwickler ist der Allrounder, quasi der Allgemeinmediziner unter den Devs, der sich in mehreren Gebieten auskennen muss – oder, wie böse Zunge behaupten, das Mädchen für alles ist.

Innovation Manager: Klingt erst mal nicht so kompliziert – ein Innovation Manager kümmert sich um Innovationen. Wie und was er dabei genau macht, ist aber je nach Unternehmen verschieden. Neuerungen können schließlich in jedem Bereich angedacht werden. Entsprechend unterschiedlich sind Anforderungen und Aufgaben.

Key Account Manager: Während Account Manager generell als „Kundenbetreuer“ bezeichnet werden könnten, sind Key Account Manager die Betreuer der Schlüsselkunden, also des wichtigsten Kundenstocks des Unternehmens.

Lean Manager: sorgt dafür, dass alle Prozesse im Unternehmen optimal aufeinander abgestimmt sind, damit niemand Zeit und Ressourcen verschwendet; wurde vom japanischen Autohersteller Toyota entwickelt.

Legal Counsel: Er ist der Rechtsberater im Unternehmen, der dafür sorgt, dass im Arbeitsalltag keine rechtlichen Probleme auftauchen. Um Legal Counsel zu werden, muss man jedenfalls Rechtswissenschaften studiert haben und sich mit Wirtschaftsrecht auskennen.

Night Auditor: Ah, endlich etwas Einfaches. Night Auditor ist der englische Begriff für „Nachtportier“. Als solcher betreust du die Rezeption eines Hotels in den Nachtstunden. Nur für ausgeprägte Nachtmenschen geeignet.

Payroll Specialist: sorgt als Teil der Buchhaltung dafür, dass Gehälter, Steuern und Sozialabgaben fristgerecht bezahlt werden.

Scrum Master: von „scrum“ für „Gedränge“; Er sorgt dafür, dass Scrum-Methoden im Unternehmen angewendet werden, um komplizierte Projekte schnell und zielführend Stück für Stück umzusetzen. Scrum kommt ursprünglich aus der Softwarentwicklung, wird aber mittlerweile auch in anderen komplexen Bereichen angewendet, in denen agiles (flexibles, schnelles) Projektmanagement gefordert ist.

SEO-Manager: sorgt dafür, dass die Inhalte der Unternehmenswebsite über Suchmaschinen gut gefunden werden. Das betrifft sowohl technische als auch inhaltliche Anforderungen. Ein SEO-Manager berät Texter beispielsweise in Bezug auf wichtige Keywords und Suchbegriffe.

Solution Architect: Der baut keine Häuser oder sonstige Gebäude, sondern entwirft den Aufbau von Software-Lösungen. Ein Solution Architect ist also ein besonders spezialisierter Developer.

Supply Chain Manager: Supply Chain Management könnte als eine Art erweiterte Logistik bezeichnet werden. Darin wird der Weg von Waren, aber auch Informationen möglichst effizient gestaltet, indem es die Unternehmensbereiche Produktion, Vertrieb, Marketing, Controlling, aber auch Forschung und Entwicklung in die Planung miteinbezieht. Ein fordernder Job also.

UX/UI Designer: Kurz für „User Experience“ bzw. „User Interface“ – Diese Webdesigner kümmern sich darum, dass Websites oder Online-Anwendungen so gestaltet sind, dass sie nutzerfreundlich und einladend sind. Wie gut eine Website oder Ähnliches angenommen wird, hängt stark von ihnen ab.

Workplace Transformation Officer: Ja, den gibt’s tatsächlich. Er sorgt dafür, dass der Arbeitsplatz sich zukunftstauglich entwickelt. Im Gegensatz zum Agile Coach geht es beim Workplace Transformation Officer oft um die Gestaltung von Arbeitsflächen, also oftmals um (innen)architektonische Fragen.

Junior, Senior, Lead oder Head of?

Mit diesen Zusätzen wird einerseits die Erfahrung und andererseits die Hierarchie-Ebene bezeichnet. Ein Junior ist Anfänger im jeweiligen Job, während ein Senior bereits seit vielen Jahren tätig und damit Vollprofi ist. Leads bzw. Head-ofs sind Führungskräfte einer Abteilung.

C was für ein O?

Was ein Buchstabe ausmachen kann. Die verschiedenen Positionen der C-Levels, also Management- bzw. Führungsebene eines Unternehmens, unterscheiden sich wörtlich betrachtet nur im Mittelteil. Der Rest, Chief und Officer, bezeichnet die Position als oberster Mitarbeiter des jeweiligen Bereichs. Das kann allgemein die Geschäftsführung sein (CEO, Chief Executive Officer), die Produktentwicklung (CPO, Chief Product Officer), Technologie oder Informationsmanagement (CTO, Chief Technologie Officer und CIO, Chief Information Officer), Verkauf und Vertrieb (CSO, Chief Sales Officer), Finanzen (CFO, Chief Financial Officer), die Unternehmensentwicklung (CGO, Chief Growth Officer), das operative Tagesgeschäft (COO, Chief Operating Officer) oder Unternehmenskultur und Personal (CCO, Chief Culture Officer) sein – die Liste erweitert sich laufend.

Bildnachweis: shutterstock/Kasper ANTON

Lisa-Marie Linhart

Lisas Liebe gilt dem Wort und der Musik. Bei uns kombiniert sie beides zu wohlklingenden Blogbeiträgen mit dem richtigen Groove für Themen, die das Arbeitsleben leichter und die Karriereplanung einfacher machen.

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