15. Mai 2018 · Arbeitsleben · von

Digitaler Minimalismus: 6 Tipps für mehr Lebensqualität

Minimalismus liegt momentan im Trend: Schreibtische, Wohnungen und Büros – es wird entrümpelt, was Keller und Kästen hergeben. Minimalismus geht aber auch digital. Wenn du öfter auf den Bildschirm schaust als aus dem Fenster, wirds vielleicht Zeit für etwas digitalen Minimalismus:

Smartphone, Apps & Co. können unser Leben massiv erleichtern – und in manchen Bereichen tun sie das auch. Oft macht der Umgang mit Technologie aber auch unzufrieden oder sogar krank. Für welche Dinge hast du im realen Leben eigentlich „keine Zeit“ mehr, weil dich das Leben online zu sehr in Beschlag nimmt? Und wie war das nochmal mit „Glück kann man nicht kaufen“ und trotzdem bist du dir sicher: Mit dem neuesten Smartphone wäre dein Leben erst komplett?

In 6 Schritten zum digitalen Minimalismus

Weniger ist mehr, das gilt auch fürs digitale Leben oder vielleicht sogar: Ganz besonders für das digitale Leben. Ihren Umgang mit Apps, mobilen Geräten und Social-Media-Accounts möchten zunehmend mehr Menschen bewusster gestalten, frei nach dem Motto: Weniger online, mehr Real Life! So kannst du starten und dein digitales Leben entrümpeln:

#1 Bestandsaufnahme Hardware

Zwei alte Smartphones, E-Book-Reader, Tablet, Laptop, PC – wie viele Geräte besitzt du eigentlich, funktionieren sie noch einwandfrei und welche verwendest du regelmäßig? Verkaufe oder verschenke Hardware, die du nicht benötigst und behalte nur jene Geräte, mit denen du gut und gerne arbeitest. Tausche ggf. die Akkus oder Ladegeräte aus und führe erforderliche Updates durch.

#2 Software und Hilfsmittel

Auf deinem PC, dem Smartphone oder dem Tablet haben sich im Lauf der Zeit vielleicht schon etliche Programme oder Apps angesammelt. Zeit für eine Bestandsaufnahme: Was nutzt du noch, was kannst du löschen? Du stolperst sicher über die eine oder andere App, die du irgendwann einmal installiert und danach nur einmal verwendet hast. Fleißaufgabe für besonders Gründliche: Sieh dir an, welche Berechtigungen (Zugriff auf Kontakte, Standort etc.) einzelne Apps von dir verlangen und überlege, ob du damit noch einverstanden bist.

#3 Online-Accounts

Von den Apps geht es weiter zu allen Anwendungen, bei denen du mit einem Account vertreten bist: Instagram, Facebook, dein alter Flickr-Account und war da nicht mal was mit Vero? Wie du mit den Accounts verfährst, liegt ganz bei dir:

  • Einen Account komplett deaktivieren oder das Profil behalten?
  • Auf welchem Gerät nutzt du die App / den Account? Du kannst z.B. entscheiden, eine Anwendung nur noch am PC zu nutzen, vom Smartphone jedoch zu verbannen.
  • Du kannst Anwendungen weiterhin am Smartphone nutzen, für weniger Ablenkung aber z.B. die Push-Notifications abstellen.

Optimiere auch deine Nutzung: Wie oft checkst du deine E-Mails, wie viel Zeit möchtest du maximal täglich mit deinen Social-Media-Accounts verbringen, würde dir bildschirmfreie Zeit am Abend vielleicht guttun? Scrollen, liken, teilen: Online vergeht die Zeit wie im Flug.  Wenn du genau wissen möchtest, womit du deine Zeit am Smartphone verbringst und wie oft du das Gerät täglich zur Hand nimmst, kannst du dir eine App besorgen, die dein Verhalten genau trackt, z.B. QualityTime.

#4 Dein Medien-Konsum

Hinterfrage kritisch, wie zufrieden oder inspiriert du nach jedem Medienkonsum bist und ob du diese Inhalte und Informationen so in deinem Leben noch haben möchtest. Aufräumen und ausmisten kannst du auch, was deine Nutzung betrifft: Entfolge Accounts, die dich nerven oder in schlechte Stimmung versetzen. Personen, die dir nicht guttun, kannst du entfolgen. Vielleicht ist es auch an der Zeit, das eine oder andere Online-Netzwerk komplett zu verlassen und dich auf jene zu konzentrieren, in denen du gerne und meistens unterwegs bist.

Achte nicht nur darauf, was du konsumierst, sondern auch wann. Hast du Angst, online etwas zu verpassen? Wenn du befürchtest, dass du interessante Inhalte vergessen könntest, wenn du sie nicht sofort liest oder ansiehst, setze dir Lesezeichen oder arbeite mit Apps wie Pocket – und nicht vergessen: gespeicherte Inhalte regelmäßig ansehen, ausmisten und löschen.

#5 Deine Medien

Nützliche Datei oder digitaler Müll? Verwackelte Schnappschüsse, alte Scans, eine Speisekarte, die du irgendwann einmal heruntergeladen hast, Offline-Karten von der letzten Urlaubsreise & Co. – was hat sich auf deinen Geräten mittlerweile so angesammelt? Räume all Medien einmal gründlich auf, lösche unbarmherzig und sichere auf einer externen Festplatte oder in der Cloud, was dir wirklich wichtig ist.

#6 Strategie zur Digitalisierung

Wer physischen Besitz reduzieren möchte, weicht gerne auf digitale Medien aus: E-Books, Dokumente, Belege und digitale Zeitschriften sammeln sich jedoch virtuell an. So vermeidest du zwar Papierstapel in Büro oder Wohnung, hortest aber in digitaler Form. Bevor du beginnst, wahllos zu fotografieren oder zu scannen, lege dir eine Strategie für die Digitalisierung zurecht: Von der richtigen Ordnerstruktur bis hin zur Regelung, was du wie lange aufbewahren möchtest. Setze dir regelmäßige Reminder im Kalender und ordne oder lösche Dateien dann.

Falls du Lust hast auf eine komplette Pause von Smartphone & Co.:

 

 

Martina Kettner

Martina Kettner hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at hat sie lange über Karrierethemen gebloggt, jetzt führt sie ihre eigene Karriere in den USA weiter.

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