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Entscheidungsmuedigkeit

"Ist mir egal, entscheide du!" Warum dir Entscheidungsmüdigkeit schadet

Weiterbildung Erstellt am: 04. April 2018 2 Min.

Im Leben viele Möglichkeiten zu haben ist grundsätzlich gut, jedoch heißt es nicht umsonst "Die Qual der Wahl haben". Warum dich Entscheidungen müde machen und wie du dein Energielevel trotzdem hoch halten kannst:

Müsli oder Käsebrot? Tee oder Kaffee? Rotes oder blaues Shirt? Auto oder Bus? Mit den Entscheidungen geht es bereits morgens los und es geht den ganzen Tag so weiter. Laufend musst du dich entscheiden, die Wahl treffen für wichtige und nicht so wichtige Entscheidungen. Am Ende des Tages bekommen deine Gesprächspartner vielleicht nur noch ein "Ach was, entscheide einfach du, ja?" zu hören. Kommt dir bekannt vor? Dann leidest du vielleicht auch an Entscheidungsmüdigkeit. Das hat es damit auf sich:

Entscheidungen zu treffen, das kostet Kraft. (Wenn du jemals geschlagene zehn Minuten vor der Speisekarte gesessen und überlegt hast, ob du Pizza oder Pasta nehmen sollst, dann weißt du, wie sich Entscheidungsmüdigkeit anfühlen kann!) Zu Beginn des Tages stellen dich Entscheidungen noch nicht vor große Herausforderungen. Im Lauf des Tages wird deine Willenskraft jedoch nach und nach aufgebraucht und irgendwann ist nicht mehr viel davon übrig. Die Folge:

  • Du überlässt die Entscheidung anderen Personen und verlierst so ein Stück Selbstkontrolle.
  • Du verschleppst fällige Entscheidungen, irgendwann holt dich alles auf einmal ein.
  • Du triffst halbherzige Entscheidungen und tust dann Dinge, die du im Grunde gar nicht machen möchtest.

Diese fünf Tipps helfen dir dabei, deine Willenskraft richtig einzuteilen und gute Entscheidungen zu treffen:

#1 Minimiere die Anzahl deiner Entscheidungen #

Große Entschlüsse musst du weiterhin aktiv treffen, du kannst deine Kraft aber sparen, wenn du kleine Entscheidungen eliminierst bzw. automatisierst. Routinen und Rituale können dir dabei helfen. Mit einer Morgenroutine kannst du bereits früh am Tag viele kleine Entscheidungen vermeiden, denn dein einmal entschiedener Ablauf sagt dir, wie dein Morgen aussieht. Die Alternative: Triff am Vorabend bereits Entscheidungen, überlege z.B. welches Frühstück du möchtest und lege bereit, was du anziehen wirst.

#2 Das Good-Enough-Prinzip #

Bist du immer auf der Jagd nach der bestmöglichen Entscheidung und hast Angst, dass dir die bestmögliche Option trotzdem durch die Lappen geht? Dann solltest du dich mit dem Good-Enough-Prinzip befassen. Wie es funktioniert, verraten wir an dieser Stelle.

#3 Vom richtigen Zeitpunkt #

Solange der Tag noch jung ist, fallen dir Entscheidungen besonders leicht. Mach dir das zunutze und triff wichtige Entschlüsse zu Tagesbeginn oder zumindest in der ersten Tageshälfte. Jetzt ist deine Willenskraft noch stark, kümmere dich um deine Anliegen und die wichtigsten Tasks, bevor du du dich mit den Anliegen anderer Personen beschäftigen musst.

#4 Schau auf dich #

Du stehst vor einer wichtigen Entscheidung? Dann achte auf dein Umfeld und schaffe die richtigen Voraussetzungen, um eine gute Entscheidung zu treffen. Mach davor eine Pause, gehe ein wenig spazieren, iss einen gesunden Snack, lüfte den Raum und nimm dir ausreichend Zeit für deine Entscheidung.

#5 Hol andere ins Boot #

Wenn es deine Situation zulässt, unterrichte auch andere von deinem Vorhaben, weniger und bessere Entscheidungen zu treffen. Sage deinen Kollegen, dass du vor 9 oder 10 Uhr nicht für spontane Anfragen zu haben bist, weil du davor an großen Tasks arbeitest - Notfälle natürlich ausgenommen. Vielleicht kämpfen sie ja ebenfalls mit der Entscheidungsmüdigkeit und begrüßen die Idee, wichtige Meetings vom späten Nachmittag auf den Vormittag zu verlegen.


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