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Onboarding Prozess

Der perfekte Onboarding-Prozess: Das musst du beachten

Zusammenarbeit Erstellt am: 09. Mai 2022 3 Min.

Sie ist gefühlt in weite Ferne gerückt … Die Zeit, in der Arbeitgeber*innen einen Bewerber*innenmangel nicht kannten und aus einer Vielzahl an interessierten Personen die für sie beste heraussiebten. Heute sind top ausgebildete Arbeitskräfte begehrt und rar gleichzeitig. Ein guter Onboarding-Prozess hilft, diese nach der Einstellung auch langfristig zu halten.

Das Buhlen um passende Fachkräfte beschränkt sich zudem nicht länger nur auf Spezialgebiete wie den IT-Bereich. Auch in anderen Branchen tun sich Unternehmen mittlerweile schwer damit, Arbeitnehmer*innen zu finden und zu halten. Letztere sind wählerisch geworden – und das mit Recht! Der Wandel vom Arbeitgeber*innen- zum Arbeitnehmer*innenmarkt spielt ihnen in die Hände.

Österreicher*innen zunehmend wechselfreudiger

Laut AMS musste in diesem Jahr jeder zweite Arbeitsplatz neu besetzt werden. Das umfasst zwar auch saisonal schwankende Stellen und Dienstverhältnisse, die in der Probezeit aufgelöst wurden – beachtlich ist dieser Anteil aber trotzdem. Als besonders wechselfreudig gelten junge Menschen, Migrant*innen und Männer. Systematisches Onboarding wurde von Arbeitgeber*innen als wesentlicher Hebel identifiziert, um (Früh-)Fluktuationen zu verhindern oder zumindest zu verringern (Haufe Studie, 2020).

Was ist Onboarding?

Onboarding – kurz für „taking on board” – stammt nicht aus der Nautik, sondern dem Personalmanagement. Damit werden alle Maßnahmen zusammengefasst, die der Einstellung, Aufnahme und Integration neuer Mitarbeiter*innen dienen.

Im Idealfall baut der Onboarding-Prozess im Unternehmen auf drei Säulen auf: dem Preboarding, der Orientierung und der Integration. In diesen drei Phasen werden unterschiedliche Maßnahmen schlagend, die neue Mitarbeiter*innen mit dem Unternehmen, dem Team und ihren Aufgaben vertraut zu machen. Das Ziel dahinter: Eine schnelle und vor allem langfristige Bindung an das Unternehmen.

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Vorteile von Onboarding sind vielfältig

Von einem Onboarding-Prozess profitieren übrigens nicht nur neue Mitarbeitende, sondern auch das Unternehmen selbst. Denn die Wechselfreudigkeit von Arbeitnehmer*innen hat ihren Preis … Laut einer Deloitte Studie kostet es Unternehmen durchschnittlich € 15.000,– pro Stelle, wenn ein*e Mitarbeiter*in sich für die Kündigung entscheidet. Im Vergleich dazu ist ein Onboarding-Prozess verhältnismäßig kostengünstig.

„Kündigt ein*e Mitarbeiter*in, kostet es dem Unternehmen durchschnittlich € 15.000,– pro Stelle.“

Zudem wird die Frühfluktuation gesenkt und der Cultural Fit noch einmal eindringlich überprüft. Und die Führungskraft sowie die HR-Abteilung lernen den Neuling und seine Kompetenzen durch den intensiven Austausch während dieser Zeit noch besser kennen.

Weitere wertvolle Vorteile, die sich durch einen guten Onboarding-Prozess ergeben:

  1. Er schlägt sich positiv in die Arbeitgeber*innenmarke nieder.
  2. Mitarbeitende werden langfristig ans Unternehmen gebunden.
  3. Neue Mitarbeitende sind schneller produktiv und finden leichter in ihre Rolle.
  4. Neuen Mitarbeitenden werden Ängste und Unsicherheiten genommen.

Fehltritte unbedingt vermeiden

Wie in allen anderen Bereichen des Arbeitslebens ist man auch beim Onboarding nicht vor Stolpersteinen gefeit. Da der Integrations- und Einarbeitungsprozess neuer Mitarbeitender aber die Basis für die zukünftige Zusammenarbeit bildet, sollten Führungskräfte und HR-Verantwortliche sich bemühen, diese zu umgehen.

Typische Fehler, die sich während des Onboarding-Prozesses gerne einschleichen, sind:

  • Funkstille nach Vertragsunterschrift
  • fehlendes Equipment
  • unklare Verantwortlichkeiten
  • fehlendes Feedback

Wichtige Kennzahlen für Erfolgsmessung

Unternehmen, die in einen Onboarding-Prozess investieren, wollen natürlich auch wissen, welche Effekte nach der Implementierung tragend werden. Mithilfe von KPIs – kurz für Key Performance Indicators – können die Erfolge gemessen werden. Beispiele für mögliche relevante Kennzahlen sind …

  • Anzahl der erfolgreichen Einstellungen
  • Übernahmequote nach Probezeit
  • Frühfluktuation
  • Dauer bis zur vollen Leistungsfähigkeit
  • Anzahl der Schulungsmaßnahmen während Probezeit
  • Anzahl der Feedback-Gespräche

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B schedlberger

Bianca Schedlberger
Content Manager
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