25. Januar 2018 · Arbeitsleben · von

Shiny Object Syndrom: Welchem Wunsch jagst du gerade hinterher?

Neue Dinge machen Freude, weil sie unserem Gehirn frische Reize geben. Deshalb sind wir selten mit dem zufrieden, was wir haben. Das „Shiny Object Syndrom“ bringt dich dazu, von einem glänzenden, neuen Objekt zum nächsten zu springen. Das Gras ist auf der anderen Seite halt immer grüner. 5 Tipps, wie du dich nicht verzettelst:

Hobbys, Online-Kurse, Freizeitprojekte, Reisevorhaben – das Shiny Object Syndrom schlägt nicht nur bei Konsumgütern zu, sondern kann alle Bereiche des Lebens betreffen. Es kann natürlich sein, dass ein abwechslungsreiches Leben deiner Persönlichkeit entpricht. Sogenannte Scanner-Persönlichkeiten springen gerne von einer Sache zur nächsten – haben aber gar nicht den Anspruch, eine Sache länger zu verfolgen oder fertigzustellen. Sie wollen nicht einen vollen Job ausüben, sondern lieber zwei halbe und frönen gerne drei Hobbys ein wenig, anstatt sich auf eines zu spezialisieren. Wenn du damit zufrieden bist, dann betrifft dich das Shiny Object Syndrom womöglich gar nicht. Wenn du aber darunter leidest, viele Dinge zu beginnen und nie zu beenden, dann solltest du dich mit dem Shiny Object Syndrom etwas näher beschäftigen.

Wenn dich das ständige Streben nach mehr unglücklich macht

Du entdeckst ein neues Vorhaben und bist zuversichtlich: Das wird meine nächste große Sache! Voller Glücksgefühle legst du los und irgendwann bemerkst du, dass der Elan loslässt. Die Endorphine verschwinden, du verlierst die Lust und entdeckst da hinten am Horizont schon die nächste verlockende Sache. Du lässt alles stehen und liegen und widmest dich dem nächsten Projekt. Kommt dir bekannt vor? Hilfe naht!

  1. Hör auf, dich zu vergleichen
    Der Vergleich mit anderen befeuert das Shiny Object Syndrom: Der Nachbar hat ein neues Auto, die Influencerin auf Instagram lebt ihren pastellfarbenen Blogger-Traum, der Kollege im Nebenbüro wird befördert und die Wohnung der besten Freundin ist soviel schicker eingerichtet. Überall glänzende Objekte – die möchtest du ebenfalls haben! Je mehr du dich damit beschäftigst, was andere haben oder tun, desto eher tappst du in die Falle.
  2. Kenne deinen Wert
    Die vielen Vergleiche führen dazu, dass du vergisst, was du schon längst besitzt. Auch du hast glänzende Objekte, die andere vielleicht gerne haben möchten. Nimm dir Zeit für eine kleine Inventur und mach dir bewusst, was du schon alles hast und was du bereits erreicht hast.
  3. Alles hat seinen Preis
    Das begehrte glänzende Objekt wartet am Ende eines Weges, der oft mühsam ist. Sicher, die Position im Chefbüro erscheint erstrebenswert und das stylishe Penthouse in der Innenstadt ebenfalls – aber willst du es wirklich, inklusive all der Mühen, die mit dem Weg dorthin verbunden sind? Worauf würdest du verzichten, um dein neues Ziel zu erreichen und vor allem: Warum möchtest du etwas haben oder können?
  4. Fokussiere dich immer wieder neu
    Leg deinen Fokus auf laufende Projekte oder Vorhaben und achte weniger darauf, was andere tun. Führe vielleicht ein Tagebuch und halte fest, was du zu welchem Zeitpunkt schaffst.
  5. Cool down!
    Lege eine Liste an, darauf kommen alle Verlockungen, die dir begegnen. Das coole Online-Business, in das du einsteigen möchtest, um dem Joballtag zu entfliehen, die Mitgliedschaft im neuen Sportclub, etc. Unternimm oder kaufe nichts, ohne eine Abkühlphase zu durchlaufen. Wenn dich das neue Hobby nach vier Wochen immer noch unheimlich reizt oder der Gedanke an einen kreativen Nebenjob dich auch nach Monaten nicht loslässt, solltest du deinen Traum vielleicht verwirklichen.
Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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