Erstellt am 30. Januar 2020 · Arbeitsleben, HR · von

Krank – und jeder Fünfte geht dennoch so gut wie immer arbeiten

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Krank im Job statt daheim im Bett: Für fast jeden fünften Beschäftigten gibt es in den meisten Fällen keine Alternative. Zu diesem Ergebnis ist eine Online-Umfrage von karriere.at gekommen. Übrigens: Das Bild, das die Arbeitgeber zeichnen, ist doch ein anderes.

Jahresanfang ist traditionell Grippezeit. Daher wollten wir wissen: „Krank im Job: Muss das sein?“ Und knapp zwei Drittel der 729 beteiligten User gaben an, dass sie – die einen öfter, die anderen seltener – auch dann arbeiten gehen, wenn sie nicht fit sind.

Krank arbeiten? Machen nicht wenige

Die Ergebnisse der Umfrage im Detail: „Ja, mir bleibt meist nichts anderes übrig“, erklärte fast ein Fünftel, konkret 18 Prozent, der befragten Arbeitnehmer. „Hin und wieder, wenn es wirklich wichtig ist“, schleppen sich nach eigenem Bekunden 35 Prozent nicht gesund zur Arbeit. Neun Prozent tun das demnach dann, wenn sie keine Vertretung finden. Gut jeder Dritte – 38 Prozent – antwortete, dass Gesundheit ganz klar Vorrang hat.

Krank arbeiten? Firmen deutlich positiver

Von den 144 befragten Unternehmensvertretern (HR-Manager, Geschäftsführer und Führungskräfte) antwortete kein einziger, dass in seiner Firma fast immer auch krank gearbeitet wird. 41 Prozent erklärten, dass das hin und wieder in wirklich wichtigen Fällen passiert. „Nur wenn keine Vertretung gefunden wird“, so 17 Prozent. Bei den Firmenverantwortlichen geben 42 Prozent dem Wohlbefinden der Belegschaft eindeutig den Vorzug.

Krank

Besser mal zu Hause bleiben.

An die Folgen denken

„Dass die Mehrheit der Österreicher, sowohl auf Arbeitnehmer- als auch Arbeitgeberseite, die Gesundheit nicht dem Job opfert, ist grundsätzlich positiv zu werten“, erklärt Thomas Olbrich, Chief Culture Officer bei karriere.at. „Angesichts fast eines Fünftels, das krank arbeitet, müssen dennoch die Alarmglocken schrillen.“ Von der Gefahr chronischer Erkrankungen durch Fahrlässigkeit habe niemand etwas – weder die Betroffenen selbst noch ihre Unternehmen. Nicht zu vergessen die Vorbildfunktion: „Auch beim Thema Prävention und Gesundheitsförderung sind  Führungskräfte gefragt und sollten mit gutem Beispiel vorangehen“, so der karriere.at CCO.

 

Bildnachweis: karriere.at, shutterstock/Photoroyalty

Tobias Prietzel

Als Stimme von karriere.at recherchiert, spricht und schreibt Toby – u.a. für unseren Blog. Eines seiner größten Autorenvorbilder, wenn es um Einfallsreichtum und Spannung geht, ist Stephen King.