Erstellt am 13. Juni 2019 · Arbeitsleben · von

Arbeiten wann, wo und wie ich will: Flexibilität ist das neue Normal

Lesezeit: 2 Minuten

Working 9 to 5 – und das immer am selben Ort? Das war einmal. Flexibilität ist das neue Normal und wer an starren Strukturen festhält, verliert. Eine internationale Umfrage belegt, wie wichtig frei wählbare Arbeitszeiten und -orte sind und wie Unternehmen davon profitieren.

Es hat einen Grund, warum Korsetts aus der Mode sind. Zwar machen sie optisch eine gute Figur, doch die Muskulatur darunter verkümmert und der Bewegungsspielraum ist gleich Null. So ähnlich ist das mit starren Arbeitsstrukturen. Auf den ersten Blick gewähren sie Sicherheit und Ordnung, aber weiterentwickeln und entfalten kann man sich darin nur schwer. Doch wir wollen – und müssen – uns im Rhythmus neuer Anforderungen bewegen können, sowohl persönlich als auch beruflich. The IWG Global Workplace Survey zeigt, wie wichtig Flexibilität für Arbeitnehmer und Arbeitgeber mittlerweile ist.

Flexibilität überzeugt Mitarbeiter und Bewerber

Wie aus der Umfrage hervorgeht, würden sich vier von fünf Teilnehmern bei zwei gleichwertigen Jobangeboten für das entscheiden, das flexible Arbeitsbedingungen bietet. Für Dreiviertel der Befragten ist die Möglichkeit, sich Arbeitsort und -zeiten frei einzuteilen, keine außergewöhnliche Zusatzleistung mehr, sondern „the new normal“ und damit nicht bloß Zukunftsmusik. Tatsächlich scheint das schon weitgehend der Realität zu entsprechen. Denn mehr als die Hälfte arbeitet bereits zweieinhalb Tage pro Woche außerhalb ihres Büro-Hauptstandortes, zum Beispiel durch Telearbeit.

Produktivität steigt durch flexibles Arbeiten

Ganz abgesehen von höherer Arbeitgeberattraktivität steigern flexible Arbeitsbedingungen aber auch die Produktivität. Das geben insgesamt 85 Prozent der befragten Arbeitgeber sowie Arbeitnehmer an. Das betrifft nicht nur Arbeitszeiten und Aufgabenverteilung, sondern auch den Arbeitsplatz selbst. Insgesamt 65 Prozent glauben, dass Arbeitsumgebungen, die an die jeweiligen Tätigkeiten und Mitarbeiter angepasst werden, effizienteres Arbeiten fördern.

Was ist Flexibilität? Ein unklarer Begriff

Von konservativen, starren Strukturen auf flexible Arbeitsformen umzustellen, ist laut Umfrage aktuell die größte Herausforderung für Arbeitgeber. Mit 60 Prozent liegt sie weit vor anderen Anforderungen wie Datensicherheit oder Technologie. Damit ergibt sich auch ein weiteres Problem: Wie die Umfrage zeigt, ist in vielen Unternehmen noch nicht klar, welche Benefits sich aus flexiblen Arbeitsformen ergeben können und wie sie sich auf die Unternehmenskultur auswirken werden. Das liegt möglicherweise am diffusen Begriff „Flexibilität“. Nach ihrer Definition gefragt, fallen die Ergebnisse sehr unterschiedlich aus:

Flexibilität bedeutet für mich die Möglichkeit,

  • entscheiden zu können, von wo aus ich arbeite: 53 %
  • meine Aufgaben selbstständig einzuteilen: 27 %
  • meine Arbeitszeit frei einzuteilen: 21 %

Über die Umfrage

The Global Workplace Survey wird jedes Jahr von der International Workplace Group durchgeführt. Anfang 2019 wurden dabei 15.000 Arbeitnehmer und Arbeitgeber aus über 100 Ländern zur Wichtigkeit von Flexibilität am Arbeitsplatz befragt.

Bildnachweis: shutterstock/fizkes

Lisa-Marie Linhart

Lisas Liebe gilt dem Wort und der Musik. Bei uns kombiniert sie beides zu wohlklingenden Blogbeiträgen mit dem richtigen Groove für Themen, die das Arbeitsleben leichter und die Karriereplanung einfacher machen.

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