Finger weg von Facebook! 8 Tipps für eine richtig gute Morgenroutine

von in Arbeitsleben, Social am Mittwoch, 1. Juli 2015 um 10:30

Hand aufs Herz: Wie startest du in den Morgen? Schnell ein Shirt aus dem Wäschekorb ziehen, sich über sinnfreie Postings auf Facebook ärgern, den Kaffee schnell im Stehen trinken und dann aus dem Haus hetzen? Wenn dein Start in den Tag nicht ganz rund läuft, solltest du an deiner Morgenroutine arbeiten. Wir versorgen dich mit acht Tipps für einen besseren Start in den Tag.

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Deine Morgenroutine macht den Tag

Manchmal wird ein Tag nur so gut wie der Morgen. Startet man schlecht gelaunt und chaotisch in die ersten Stunden, wird der Rest des Tages wahrscheinlich nicht viel besser. Eine gut geplante Morgenroutine kann helfen, den Tag bewusst und strukturiert zu beginnen. Aber Vorsicht: Wer sich zu viel „gute Gewohnheiten“ auf einmal aufhalst, verliert schnell die Lust am bewusst gestalteten Morgen. Deshalb vorsichtig testen, welche Routinen man gerne mag und welche man getrost weglassen kann. Was dem einen gut tut, gefällt dem anderen vielleicht gar nicht. Es liegt eben nicht jedem, extra früh aufzustehen, ein großes Frühstück zu verdrücken oder Morgensport zu treiben. Denn aus einer Eule wird halt so schnell keine Lerche. Für alle, die ihre Morgenroutine bewusster und positiver gestalten möchten, haben wir ein paar Vorschläge zusammengestellt:

  • Bestandsaufnahme
    Ein Morgenritual hat jeder Mensch, auch wenn man sich auf die absoluten Basics beschränkt und seinen Morgen nicht bewusst gestaltet: Aufstehen, anziehen, Badezimmerprogramm und das Haus verlassen – auch das ist eine Routine. Manche Menschen benötigen morgens mehr Zeit für sich, andere kommen mit dem Minimalprogramm aus. Ob man sich mit seiner aktuellen Routine wohlfühlt, muss man für sich selbst herausfinden. Wer seiner Morgenroutine und den Gefühlen, die sie auslöst, auf den Grund gehen möchte, muss zur Bestandsaufnahme schreiten. Dazu am besten schriftlich festhalten, was man morgens erledigt: Wird gemeinsam mit der Familie gefrühstückt? Muss man erst mühsam Unterlagen, Kleidung und Autoschlüssel ausfindig machen? Gönnt man sich Zeit für etwas Zeitungslektüre? Danach wird analysiert, wie happy man mit den einzelnen Punkten der Morgenroutine ist: Was bereitet Freude, was stresst oder stimmt ärgerlich? Das gemeinsame Frühstück wird wahrscheinlich ein positives Gefühl auslösen, die ersten negativen Nachrichten über Social Media oder aus der Zeitung vielleicht nicht.
  • Ein guter Tag beginnt bereits am Abend davor
    Die Kleidung bereits am Vorabend herauszulegen erinnert zwar etwas an Rituale zwischen Müttern und Schulkindern, macht für die eigene Routine aber durchaus Sinn. Man erspart sich das morgendliche Plündern des Wäschekorbes und ratloses Wühlen im Kleiderschrank – das spart Zeit und Nerven. Auch den Ablauf des nächsten Tages kann man am Vorabend planen: Alle To-Do’s und Aufgaben werden schriftlich festgehalten – keine Macht dem Gedankenkarussel vorm Einschlafen! Für einen erholsamen Schlaf sollte man Handy, Laptop und Tablet vom Nachtkästchen verbannen. Zu einen, weil man sein Gehirn kurz vor dem Schlafen noch mit neuen Informationen vollstopft, andererseits hemmen die blauen Wellenlängen des Lichtes die Bildung des Schlafhormons Melatonin. Besser, man greift zum guten, alten Buch und meidet den Blick auf helle Displays.

Wecker Morgenroutine

  • To snooze or not to snooze?
    Das Weckerläuten offenbart, zu welchem Menschenschlag man gehört: Die einen stehen sofort auf, die anderen können sich vom Bett schwer trennen und drücken die Snooze-Taste: Nur noch 10 Minuten. Und nochmal 10 Minuten. Das ist ok, wenn man sich als leidenschaftlicher „Snoozer“ damit wohlfühlt und es nicht übertreibt. Man kann sich z.B. selbst ein Limit setzen: Drei Mal darf die Snooze-Taste herhalten, dann wird aufgestanden. Wer sich von der Schlummer-Taste verabschieden möchte, kann folgendes testen: Vorhang auf, nochmal zurück ins Bett, ein Glas Wasser trinken, ein paar Seiten in einem Buch oder einer Zeitschrift lesen und sich so langsam an den Gedanken gewöhnen, dass man irgendwann auch einmal raus muss, aus dem wohligen Bett.
  • Zeit für mich
    Es gibt viele Möglichkeiten, sich bereits morgens etwas Zeit für sich selbst zu nehmen – nach Feierabend bleibt dafür nicht immer die Zeit: 10 Minuten Yoga, einen Podcast hören, zwei Straßenbahnstationen früher aussteigen und den Rest der Strecke zu Fuß gehen, auf dem Weg ins Büro ein bisschen fotografieren, mit dem Rad zur Arbeit fahren, 15 Minuten Zeitung lesen etc.
  • Frühstück: Morgens wie ein Kaiser?
    Ein ausgiebiges Frühstück ist nicht jedermanns Sache, manchmal reicht auch ein Kaffee und man frühstückt lieber im Büro. Spätestens dann sollte man aber etwas essen: Das Frühstück versorgt den Körper morgens mit wichtigen Nährstoffen und kurbelt den Stoffwechsel an. Um morgens Zeit zu sparen, kann man sein Frühstück bereits am Vorabend vorbereiten, z.B. „Overnight Oats„.
  • Finger weg von E-Mails und Social Media
    Wecker aus und – wenn man das Handy schon in der Hand hat – gleich mal E-Mails, Facebook, Twitter und Instagram checken. Ganz schlechte Idee. Niemand schickt eine E-Mail wenn ein echter Notfall eintritt, alle anderen Anfragen können ruhig noch warten. Auf Social Media Kanälen wie Facebook wird man unter Umständen mit schlechten Nachrichten, peinlichen Fotos zum Fremdschämen oder negativen Inhalten konfrontiert. Das muss frühmorgens eigentlich nicht sein. Wer den Griff zum Smartphone gar nicht lassen kann, sollte sich auf positive Inhalte konzentrieren: Schöne Fotos oder Blogs, die man gerne liest.

Morgenseiten schreiben

  • 5 Minuten Kreativität
    Egal, ob man gerne schreibt, zeichnet, fotografiert oder bastelt: Wer sich morgens kurze Zeit einem Lieblingsprojekt widmet, startet gut gelaunt in den Tag.
  • Morgenseiten schreiben
    Die sogenannten Morning Pages wurden von Coach Julian Cameron als Kreativitätstool bekannt gemacht. Jeden Morgen setzt man sich hin und schreibt drei Seiten lang alles nieder, das einem in den Sinn kommt. Es geht um das Abwerfen von geistigem Ballast und das Erlangen von mehr Klarheit. Morgenseiten sind keine literarischen Ergüsse, man muss sie nicht einmal mehr lesen, wenn man sie einmal geschrieben hat. Wichtig ist, sich beim Schreiben nicht zu zensieren sondern alles festzuhalten, das einem einfällt: Bin müde und schlecht gelaunt. Außerdem ist die Milch aus. Darf nicht vergessen, beim Amt anzurufen. Wie Morgenseiten funktionieren, erklärt Julian Cameron hier in einem Video.

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Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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