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Absprung

Aus, Schluss, raus! Warum Bewerber*innen abspringen

Bewerbung Erstellt am: 09. September 2021 2 Min.

Vierzig Prozent der Arbeitnehmer*innen haben schon einmal eine Bewerbung zurückgezogen. So lautet das erschütternde Ergebnis einer Studie von karriere.at zur Candidate Journey. Wir haben uns angesehen, warum Bewerber*innen abspringen und was Recruiting-Verantwortliche dagegen tun können.

Eine durchgängige und ansprechende Candidate Journey ist ein wesentlicher Teil der Arbeitgebermarke und somit auch im Recruiting entscheidend. Das belegt unsere Studie zur Candidate Journey: Denn obwohl das Jobangebot an sich interessant gewesen wäre, haben insgesamt vier von zehn Arbeitnehmer*innen bereits einmal in ihrem Berufsleben einen Bewerbungsprozess abgebrochen.

Wo die meisten Bewerber abspringen

In jenen Berufsgruppen, in denen großer Bedarf an Fachkräften herrscht, ist die Abbruchrate noch höher: Satte 55 Prozent – also jede*r zweite Arbeitnehmer*in aus Technik, IT, EDV und Ingenieurwesen – hat bereits einmal vorzeitig seine Bewerbung zurückgezogen.

Die häufigsten Abbruchgründe für Bewerber

Abgesehen von Hard Facts wie Gehalt oder Anforderungen führen häufig zeitliche Faktoren zum Abbruch. Danach befragt, was für sie „sehr ausschlaggebend“ wäre, um einen laufenden Bewerbungsprozess abzubrechen, antworteten die Befragten Folgendes:

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Wie Interessierte zu Bewerber*innen werden

Sobald ein*e potenzielle*r Kandidat*in ein Stelleninserat liest, startet ein ständiger Bewertungsprozess: Warum soll ich mich bei einem Unternehmen bewerben? Und wie lange warte ich auf eine Rückmeldung? Ist das Inserat gut aufbereitet, entscheidet sich schnell, ob es zur Bewerbung kommt.

Die 3 wichtigsten Faktoren, um sich zu bewerben:

  • ein gutes Gehalt (30 %)
  • eine interessante Tätigkeit (21 %)
  • die Nähe zum Wohnort (12 %)

Ob der*die Bewerber*in anschließend abspringt, hängt vor allem von zwei Aspekten ab: Keine Rückmeldung zu erhalten empfinden 28 Prozent als störend, langes Warten auf eine Antwort oder Entscheidung nervt 23 Prozent.

So senkt man die Absprungrate

Nach ansprechenden Jobinformationen gibt es noch weitere „Schrauben“, an denen Arbeitgeber*innen drehen können, um ein positives Bewerbungserlebnis zu vermitteln. Jeweils mehr als zwei Drittel der Studienteilnehmer*innen finden Freundlichkeit und schnelle Reaktionszeiten motivierend, den Bewerbungsprozess fortzusetzen. Kandidat*innen im Bereich „Assistenz/Sekretariat/ Verwaltung“ wollen dabei besonders schnell wissen, woran sie sind: Neben einer raschen Abwicklung motivieren sie wenige Stufen des Recruitingprozesses und eine genaue Info über den Ablauf mehr als Kandidat*innen in anderen Bereichen.

Das kommt bei Jobsuchenden besonders gut an

Um die Absprungrate zu reduzieren, sollten Recruiting-Verantwortliche also besonders darauf achten, wann und wie sie ihren Bewerber*innen antworten. So kann man den Abbruch weitestgehend verhindern:

  • Freundliche Kontaktaufnahme (70 %)
  • Kurze Reaktionszeit auf die Bewerbung (67 %)
  • Rasche Abwicklung des gesamten Bewerbungsprozesses (60 %)
  • Ausführliches, klares Stelleninserat (55 %)
  • Wenige Stufen des Bewerbungsverfahrens (48 %)
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Bildnachweis: only_kim/shutterstock


Lisa Marie Linhart für blog 116x173px

Lisa-Marie Linhart
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