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Überstunden, Stress, nervige Kollegen: Warum Arbeitnehmer kündigen

Zusammenarbeit Erstellt am: 07. Mai 2018 2 Min.

Überstunden, Stress, Streit mit den Kollegen: Was bringt das Fass zum Überlaufen und bewegt Mitarbeiter dazu, ein Unternehmen letztendlich zu verlassen? Die Gründe, warum Arbeitnehmer einen Job und ein Unternehmen hinter sich lassen, hat die jüngste Talent & Trends-Studie der Karriereberatung von Rundstedt erfragt.

Warum kündigen? Darum!

Unternehmen, die Arbeitnehmer an die Konkurrenz verlieren, müssen für sich eine Frage beantworten: Warum kündigen Mitarbeiter? Erste Anhaltspunkte liefert die aktuelle Talents & Trends-Befragung der Outplacement- und Karriereberatung von Rundstedt. Mehr als 1.000 Teilnehmer wurden zum Thema Kündigungsgründe befragt. Die Ergebnisse im Überblick:

  1. Überstunden: Mehr arbeiten, dafür aber weder Geld noch Freizeit erhalten? Ein schlechter Tausch, das sehen auch viele Arbeitnehmer so. Fehlender Ausgleich für Überstunden ist für sie Hauptkündigungsgrund. 68 Prozent würden ihren Job kündigen, wenn sie vom Arbeitgeber keinen Ausgleich für zusätzlich absolvierte Stunden erhalten würden.
  2. Kollegen: Konflikte, Ungerechtigkeiten, schlechte Stimmung im Team: 65 Prozent der befragten Arbeitnehmer würden sich auf Jobsuche begeben, wenn die Chemie zwischen den Kollegen nicht mehr stimmt.
  3. Stress: Dauerndes Arbeiten unter hohem Druck und unrealistische Deadlines stellen für 60 Prozent einen Kündigungsgrund dar.
  4. Keine Fehlerkultur: Herrscht im Unternehmen keine konstruktive Feedbackkultur und haben Arbeitnehmer Angst davor, Fehler zuzugeben, erscheint eine Kündigung für 58 Prozent verlockend.
  5. Keine Leistungsanreize: Für 54 Prozent sind fehlende Gehaltserhöhungen und Weiterentwicklungschancen ein Grund, sich nach einem anderen Job umzusehen.
  6. Hierarchien: Steile Hierarchien, ein schwerfällig operierendes Unternehmen, umständliche Dienstwege: Für 51 Prozent ein guter Grund, sich nach einem anderen Arbeitsplatz umzusehen.
  7. Mikro-Management: Arbeitnehmer schätzen es, eigenverantwortlich zu arbeiten. Die Hälfte der Befragten würde die Flucht aus einem Job ergreifen, der das nicht ermöglicht.
  8. Fehlende Förderung: 43 Prozent würden kündigen, wenn sie von ihrer Führungskraft nicht gefördert werden.
  9. Schlechter Ruf: Hat ein Arbeitgeber eine schlechte Reputation oder verschlechtert sich der Ruf zunehmend, würden 42 Prozent ihren Job dort aufgeben.
  10. Keine Flexibilität: Home-Office-Lösungen, Sabbatical oder Teilzeitarbeit: Erfüllt ein Arbeitgeber diese Wünsche nicht, verabschieden sich 38 Prozent der Befragten aus dem Unternehmen.
  11. Keine Benefits: Für 22 Prozent spielen Incentives wie ein Dienstwagen, Sportangebote oder ein Jobticket eine große Rolle bei der Frage: Bleiben oder gehen?

Vorsicht! Akademiker sind besonders kritisch

Eine Gruppe von Arbeitnehmern fackelt nicht lange und denkt besonders rasch an eine Kündigung - die Hochschulabsolventen. Fehlender Ausgleich für Überstunden ist für 74 Prozent ein Kündigungsgrund, 72 Prozent würden auf schlechtes Arbeitsklima unter Kollegen mit dem Weggang aus dem Unternehmen reagieren. Auch auf eine schlechte Feedback-Kultur reagieren Akademiker eher mit der Kündigung. Noch gravierender ist die die Abweichung vom Durchschnitt, wenn es um das Thema Selbstbestimmtheit geht: Rund 13 Prozent mehr wünschen sich Eigenverantwortlichkeit für ihren Bereich und würden eine Kündigung in Erwägung ziehen, wenn ihnen keine Entscheidungsbefugnis zugesichert wird.

Von rundstedt kuendigungsgruende

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