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Gehalt ist nicht alles: Das macht Arbeitgeber besonders attraktiv

Arbeitsmarkt Erstellt am: 12. Februar 2015 2 Min.

Unterstützung bei der Weiterbildung und flexible Arbeitszeitmodelle stehen bei Arbeitnehmern hoch im Kurs. Was im Job noch besonders wichtig ist, hat der Kelly Global Workforce Index kürzlich erfragt. Besonders interessant: Arbeitnehmer lassen durchblicken, warum es sie zu gewissen Arbeitgebern hinzieht und welche Faktoren im Kampf um die besten Talente am besten ankommen.

Das wünschen sich Arbeitnehmer #

Über die Motive, warum sich Kandidaten zu einem bestimmten Unternehmen hingezogen fühlen, erfährt man oft nichts. Die Bezahlung muss stimmen und das Arbeitsfeld attraktiv sein. Aber darüber hinaus? Die Befragung zeigt: Die attraktivsten Unternehmen fördern den Kompetenzausbau ihrer Arbeitnehmer und zeigen klare Entwicklungsperspektiven auf. Die Möglichkeit zur Weiterbildung wiegt für manche Mitarbeiter mehr, als eine Gehaltserhöhung. Jeder zweite Arbeitnehmer weltweit tendiert dazu, Kompetenzerwerb einer Gehaltserhöhung oder einem Karrieresprung vorzuziehen.

Die Ergebnisse im Überblick #

Arbeitnehmerwünsche und den Wandel am Arbeitsplatz hat die vierte Ausgabe des Kelly Global Workforce Index in seiner aktuellen Ausgabe untersucht. Darüber, was ihnen wirklich wichtig ist, haben fast 230.000 Menschen in Wirtschaftsräumen auf der ganzen Welt Auskunft gegeben.

  • Zugunsten eines flexiblen Arbeitszeitmodells würde gut jeder Dritte bei Gehalt oder Karriere zurückstecken.
  • Höheres Gehalt würde jeder Zweite (52 Prozent) gegen eine bessere Work-Life-Balance eintauschen.
  • Eine Gruppe der befragten Arbeitnehmer legt Wert auf Sozialbewusstsein im Job. Jeder vierte Studienteilnehmer würde auf höheres Gehalt verzichten um dafür einer Tätigkeit nachzugehen, die mit seinem Sozialbewusstsein vereinbar ist.
  • Je größer, desto besser: Gut jeder Dritte würde gerne für einen Weltkonzern arbeiten. Nationale Unternehmen locken 13 Prozent, einen Job in einem regional tätigen Unternehmen wünschen sich nur zehn Prozent der Befragten.
  • Jeder Vierte würde gerne für ein mittelständisches Unternehmen arbeiten, 23 Prozent bevorzugen einen großen Arbeitgeber mit mehr als 1.000 Mitarbeitern. Klein aber fein: Mit weniger als 50 Kollegen würden sich gerne 9 Prozent den Arbeitgeber teilen.
  • Karriere im Start-up oder Kleinstunternehmen? Das ziehen nur sechs Prozent in Betracht. 41 Prozent gaben an, sie würden gerne für einen gut etablierten Arbeitgeber tätig sein.
  • Wohnortwechsel für einen neuen Job? Eine überraschend große Zahl an Menschen hat kein Problem damit, für den Traumjob die Koffer zu packen und mit Kind und Kegel zu übersiedeln. Weltweit ziehen 71 Prozent der Befragten einen Umzug in Betracht, wenn der richtige Job winkt: 18 Prozent in eine andere Stadt und 14 Prozent sogar auf einen anderen Kontinent. Europa ist dabei erste Wahl: Jeder dritte Studienteilnehmer würde am liebsten hier arbeiten. Nordamerika steht bei 22 Prozent hoch im Kurs.
  • Geht es nach den Arbeitnehmern, hat das „Nine-to-five“-Arbeitsmodell ausgedient. 43 Prozent der befragten Studienteilnehmer bekunden Interesse an nicht-traditionellen Arbeitszeitmodellen.
  • Wie sieht das ideale Arbeitsumfeld aus? Auch davon haben Arbeitnehmer eine klare Vorstellung: Flexible Arbeitszeiten und die Zusammenarbeit in cross-funktionalen Teams stehen auf der Wunschliste ganz oben. Modernste Technologie und beste Ausstattung liegt auf Platz Drei der Hitliste.

Fazit #

Wer als attraktiver Arbeitgeber gelten möchte, muss sich bewusst werden, was potenzielle Arbeitnehmer erwarten. Begehrten Arbeitgebern mit gutem Ruf oder spannenden Produkten wird das Recruiting geeigneter Mitarbeiter wahrscheinlich leichter fallen, als weniger attraktiven Unternehmen. Diese müssen besonders darauf achten, positive Eigenschaften wie Assets in der Unternehmenskultur in den Vordergrund zu stellen und aktiv damit zu werben.

Bildnachweis: Bloomua / Shutterstock


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