31. Mai 2017 · Arbeitsleben · von

Lass dich nicht runterziehen! Strategien für den Umgang mit negativen Mitmenschen

Eine positive Einstellung zu behalten, das ist manchmal schwierig genug. Negative Mitmenschen können die Sache zusätzlich erschweren – dann, wenn Negativität um sich greift und ansteckend wird. Mit diesen sechs Strategien lasst ihr euch nicht anstecken und helft anderen vielleicht auch noch aus ihrem Jammertal.

Jammern, Dampf ablassen und so auch Missstände aufzeigen – das gehört zum (Berufs)leben natürlich mit dazu. Problematisch wird es aber, wenn jemand den Ausstieg aus der Negativspirale nicht mehr schafft und sein Umfeld mit seinem Dauergejammere ansteckt. Diese permanente Negativität ist nicht nur ganz schön anstrengend, sondern schadet auch der Karriere – und nicht nur der des Jammernden. Das Verhalten kann auch die Zufriedenheit und die Karrieren seiner Mitmenschen beeinflussen – denn Negativität ist ansteckend.

6 Wege aus der Negativität

„Das Treffen war ganz schön anstrengend. Er/sie hat sich eine Stunde lang nur beklagt.“ Wenn dir das bekannt vorkommt, hast du die negativen Auswirkungen von latenter Nörglerei bereits einmal erlebt. Während Menschen mit einer positiven Lebenseinstellung das ausstrahlen, tun negative Personen das leider genauso. Wer sich über einen längeren Zeitraum in destruktivem Umfeld aufhält, muss schon viel Willenskraft aufbringen, um sich nicht irgendwann mitreißen zu lassen.

Wer nicht mitjammern möchte und keine Lust hat, als Endlager für den emotionalen Sondermüll anderer zu dienen, muss Dauernörglern den Wind aus den Segeln nehmen. Mit diesen Strategien kann das funktionieren:

#1 Die Flucht antreten

Auf Dauer nicht praktikabel, weil anstrengend, als Erste-Hilfe-Maßnahme aber durchaus brauchbar: Wenn losgejammert wird, das Weite suchen und die Situation so verlassen. Kurz in die Teeküche, an die frische Luft, zum Kaffeeautomaten oder ein Telefonat führen.

#2 Nicht mitreißen lassen

Die Distanz zu negativen Personen zu wahren, das ist oft nicht einfach. Vor allem dann, wenn man selbst von bestimmten Situationen betroffen und Mitnörgeln sehr verlockend ist. Mit Fragen wie „Das findest du doch auch, oder?“ sucht der Nörgler Verbündete, die sich mit in den Jammerkreis einreihen. Dagegen hilft nur: Nicht darauf einsteigen, nur vage antworten oder die Situation ganz verlassen.

#3 Nach Lösungen fragen

„Was wirst du jetzt dagegen tun?“ Eine kurze, offene Frage reicht oft aus, um dem jammernden Kollegen zu einer andere Sichtweise zu verhelfen. Jetzt schaltet er entweder in den Problemlösungsmodus um – oder auch nicht, weil es gar nicht um die Lösung eines Problems geht, sondern nur ums Jammern. In dem Fall hast du es immerhin versucht und kannst das Gespräch noch positiv beenden: „Lass mich einfach wissen, wenn du etwas benötigst – ich muss jetzt weitermachen“.

#4 Hilfe anbieten

Wer nur jammert um des Jammerns willen, wird damit wahrscheinlich gar nicht rechnen: Biete deine Hilfe an und frag aktiv nach, was du in dieser Situation tun kannst. Wer ein echtes Problem wälzt, wird sich über die Hilfestellung freuen. Vielleicht ist da aber auch nur viel heiße Luft – auf diesem Weg wirst du es herausfinden.

#5 Ablenkungsmanöver

Einen negativen Gesprächsverlauf musst du nicht auf dir sitzen lassen. Im Gespräch kannst du aktiv auf positive Gesprächsthemen umschwenken. Zuerst aktiv die Sorgen deines Gegenübers anhören und zur Kenntnis nehmen, dann auf etwas Erfreuliches umschwenken: Wochenendpläne, Hobbys, das schöne Wetter – auch Dauernörgler haben Dinge, über die sie sich freuen können. „Klingt so, als wäre dein Tag bisher wirklich schlecht gelaufen. Reden wir doch lieber über etwas anderes, um dich aufzumuntern. Was tut sich bei dir momentan noch so?“

#6 Klartext reden

Wenn alle subtilen Versuche scheitern, ist es vielleicht an der Zeit, Klartext zu reden und Betroffene direkt auf ihr Verhalten anzusprechen. Nicht allen Nörglern ist bewusst, wie sich ihr Verhalten auf ihr Umfeld auswirkt. Wer bereits längere Zeit in Negativität schwelgt, findet von selbst oft nur schwer aus dieser Situation wieder heraus.

Bildnachweis: rawpixel.com/Shutterstock

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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