7. August 2017 · Gehalt · von

“Ihre Gehaltsvorstellung bitte!” Dein Wunschgehalt in der Bewerbung

“Bitte nennen Sie in der Bewerbung Ihren Gehaltswunsch.” Besonders für Berufseinsteiger ist die Antwort auf die Frage nach dem Wunschgehalt keine einfache. Wieviel bin ich wert? Was ist auf dem Markt üblich? Fünf Fragen zum Thema Gehaltsvorstellung und Antworten, die dir weiterhelfen:

#1 Muss ich in der Bewerbung einen Gehaltswunsch nennen?

Wird im Jobinserat nicht genau danach gefragt, ist die Gehaltsangabe kein Muss. Wünscht der Arbeitgeber von Bewerbern, dass sie ihre Gehaltsvorstellung in der Bewerbung nennen, dann tue das besser. Ein Verzicht darauf könnte bedeuten, dass deine Bewerbung aussortiert wird. Du möchtest trotzdem keinen genauen Betrag nennen? Dann kannst du dir mit der Nennung einer Gehaltsspanne helfen. Oder du schreibst in deine Bewerbung, dass du das Thema Gehalt gerne im Rahmen eines persönlichen Gesprächs behandeln möchtest.

#2 Wo steht die Gehaltsvorstellung in einer Bewerbung?

Üblicherweise ganz am Ende des Anschreibens bzw. vor deinem Schlusssatz und der Grußformel. In Bewerbungsformularen gibt es manchmal ein extra Feld für das Wunschgehalt.

#3 Wie formuliert man die Gehaltsvorstellung am besten?

Lässt du mit dir verhandeln oder denkst du: Dieser Betrag oder aus uns wird nix? Ausgehend davon kannst du weichere oder härtere Formulierungen verwenden. Hier ein paar Beispiele für passende Formulierungen:

  • Meine Gehaltsvorstellung liegt bei 25.000 Euro brutto jährlich.
  • Aufgrund meiner kürzlich abgeschlossenen Weiterbildung und meiner Spezialisierung auf XY liegt meine Gehaltsvorstellung bei 38.000 Euro brutto pro Jahr.
  • Meine Gehaltsvorstellung bewegt sich zwischen 26.000 und 30.000 Euro jährlich.

#4 Darf ich hoch pokern?

Rund zehn Prozent darfst du auf dein Wunschgehalt schon aufschlagen. Wer zu hoch pokert läuft jedoch Gefahr, als Bewerber als “unleistbar” aussortiert zu werden. Gib eine Gehaltsspanne an und zeige dem Arbeitgeber so, unter welchen Betrag du keinesfalls gehen möchtest und welche Maximalsumme du wert bist. Aber denke daran: Im persönlichen Gespräch musst du argumentieren können, wieso das Unternehmen für deine Leistung auch mehr Geld auslegen sollte.

#5 Woher weiß ich, was ich wert bin?

Nach einigen Jahren Berufserfahrung ist meist bekannt, auf welchem Niveau sich das eigene Gehalt bewegt und wie die Aussichten bei einem Job- oder Unternehmenswechsel stehen. Die Gehaltsangaben in Stelleninseraten sind meist wenig aussagekräftig, denn angegeben wird nur das Mindestgehalt. Hast du Glück, lässt sich dein Wunscharbeitgeber etwas mehr in die Karten schauen und gibt eine realistische Gehaltsspanne an. Ausgehend von deinem Beruf, Ausbildung, Branche, Alter, Wohnort und Berufserfahrung kannst du mit unserem Gehaltsrechner außerdem herausfinden, in welchem Rahmen sich deine Gehaltsvorstellungen bewegen.

karriere.at Gehaltsrechner
Bildnachweis: Yulia Grigoryeva / Shutterstock

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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