Kon­zen­trier­tes Arbei­ten im Home­of­fice ist an und für sich für vie­le Men­schen eine Her­aus­for­de­rung. Hier streift der Blick einen Klei­der­berg, da den uner­le­dig­ten Abwasch von ges­tern Abend … Doch wenn Kin­der ins Spiel kom­men, wird es noch ein biss­chen kom­pli­zier­ter. Arbeit und Nach­wuchs unter einen Hut zu brin­gen ist zwar for­dernd, aber nicht unmög­lich.

Es geht dar­um, einen Balan­ce­akt zu schaf­fen. Sie kön­nen Ihre Kin­der wäh­rend des Home­of­fice nicht die gan­ze Zeit im Auge behal­ten, wenn Sie fokus­siert arbei­ten müs­sen. Gleich­zei­tig blei­ben Ihre Ver­pflich­tun­gen auf der Stre­cke, wenn Sie stän­dig von Ihrer Fami­lie oder dem Haus­halt abge­lenkt wer­den. Grund­sätz­lich kann man davon aus­ge­hen, dass die Ver­ein­bar­keit mit dem Alter der Kin­der zusam­men­hängt. Sind die­se schon etwas grö­ßer und selbst­stän­di­ger, müs­sen Sie nicht dau­ernd Ihren Arbeits­platz ver­las­sen um nach­zu­schau­en, ob eh kein Unfug geschieht.

Wie gelingt Homeoffice mit Kindern?

Wie vie­les im Leben bedarf auch die Ver­ein­bar­keit von Nach­wuchs und Arbeit einer Vor­be­rei­tungs­zeit. Wenn Sie sich unse­re sechs Tipps zu Her­zen neh­men, sind Sie auf jeden Fall auf der siche­ren Seite.

Tipp 1: Schaffen Sie Struktur

Damit Home­of­fice par­al­lel zu Ihren elter­li­chen Pflich­ten gelin­gen kann, ist es rat­sam, eine Rou­ti­ne zu eta­blie­ren und fixe Arbeits­zei­ten fest­zu­le­gen. Auch wenn Sie viel­leicht kein Mor­gen­mensch sind, macht es sich bezahlt, das Bett etwas frü­her als gewöhn­lich zu ver­las­sen und die mor­gend­li­chen Stun­den, in denen die Kin­der noch schla­fen, fürs Arbei­ten zu nutzen.

Fes­te Arbeits­zei­ten haben den Vor­teil, dass Sie an Ihre Fami­lie kom­mu­ni­zier­bar sind. Ein Bei­spiel: Wenn Sie von 6:30 Uhr bis 11:30 Uhr und von 13:00 Uhr bis 16:00 Uhr arbei­ten, geben Sie das Ihrem Part­ner und Ihren Kin­dern bekannt und bit­ten Sie dar­um, wäh­rend die­ser Zei­ten nicht gestört zu wer­den. Zur Sicher­heit kön­nen Sie auch einen Zet­tel mit den Uhr­zei­ten und einem Bit­te nicht stö­ren!“ an der Tür zu Ihrem Heim­bü­ro befestigen.

Pla­nen Sie auch aus­rei­chend Zeit ein, um sich nach Fei­er­abend oder in den Pau­sen mit den Kin­dern zu beschäf­ti­gen – das macht den Kopf frei. So lei­det weder Ihre Pro­duk­ti­vi­tät, noch fühlt sich jemand vernachlässigt.

Tipp 2: Pausen nutzen

Da Sie zum einen ohne­hin Pau­sen ein­le­gen und die­se zum ande­ren fern­ab des hei­mi­schen Arbeits­plat­zes ver­brin­gen soll­ten, kön­nen Sie Zeit mit Ihrer Fami­lie ver­brin­gen. Ob das nun eine gemein­sa­me Koch­ses­si­on mit anschlie­ßen­dem Mit­tag­essen ist oder ein Fami­li­en­spa­zier­gang zum Luft­schnap­pen und Son­ne Tan­ken – bei­des erlaubt Ihnen, einen Gang zurück­zu­schal­ten und zwi­schen arbeits­in­ten­si­ven Stun­den zu entspannen.

Tipp 3: Kinder in den Haushalt einbinden

Ist Ihr Nach­wuchs bereits alt genug, kön­nen Sie schritt­wei­se ver­su­chen, ihm klei­ne­re Auf­ga­ben zu über­tra­gen, die wäh­rend des All­tags anfal­len. Das för­dert nicht nur die Selbst­stän­dig­keit sowie das Selbst­ver­trau­en, son­dern ent­las­tet Sie wäh­rend Ihrer Zeit im Home­of­fice. Selbst­ver­ständ­lich müs­sen Sie dar­auf ach­ten, Ihre Kin­der nicht zu über­for­dern. Falls etwas nicht auf Anhieb klappt oder län­ger dau­ert, müs­sen Sie ein­fach ein biss­chen Geduld haben.

Tipp 4: Wichtige Unterlagen oder Devices wegsperren

Kin­der trei­ben ger­ne Unfug … Man­che zwar mehr als ande­re, aber sicher ist sicher. Bestimmt haben auch Sie schon ein­mal die Erfah­rung gemacht, dass nichts vor ihren flin­ken Fin­gern sicher ist! Aus die­sem Grund soll­ten sen­si­ble Doku­men­te, Ent­wür­fe oder sons­ti­ge Papie­re weg­ge­sperrt wer­den kön­nen, um sicher­zu­stel­len, dass sie weder ver­lo­ren noch kaputt gehen. Der Lap­top und das Smart­pho­ne für die Arbeit soll­ten eben­falls außer Reich­wei­te ver­staut wer­den, um Unfäl­le“ zu ver­mei­den. Im Ide­al­fall haben Sie in Ihrem Zuhau­se ein dezi­dier­tes Arbeits­zim­mer, das Sie abschlie­ßen kön­nen. Ansons­ten alles Wich­ti­ge in ver­schließ­ba­ren Käs­ten verstauen.

Tipp 5: Betreuung und Belastung teilen

Sofern Sie nicht allein­er­zie­hend sind, soll­ten Sie eine gerech­te Auf­ga­ben­tei­lung zwi­schen bei­den Part­nern urgie­ren. Ins­be­son­de­re dann, wenn bei­de im Home­of­fice tätig sind. Ansons­ten besteht die Gefahr, dass ein Eltern­teil über­haupt nicht dazu kommt, sei­ne Arbeit zu erle­di­gen, weil er stän­dig ein Auge auf die Kin­der haben muss. Am bes­ten kann die Auf­ga­ben­tei­lung gelin­gen, wenn Sie nicht gleich­zei­tig arbei­ten. So kann der eine die Mor­gen­stun­den nüt­zen, um unge­stört eini­ge Stun­den am Stück arbei­ten zu kön­nen. Am Nach­mit­tag kommt dann Eltern­teil Num­mer 2 zum Zug.

Tipp 6: Seien Sie nicht so streng

Das wich­tigs­te ist: Ruhe bewah­ren! Soll­te Ihr Nach­wuchs doch ein­mal unver­hofft her­ein­plat­zen, wäh­rend Sie in einem Mee­ting sind, geht davon die Welt noch nicht unter. Neh­men Sie es mit Humor, bit­ten Sie Ihren Gesprächs­part­ner um Ver­ständ­nis – wahr­schein­lich kön­nen Ihre Kol­le­gen oder Kun­den eben­falls ein Lied vom Spa­gat zwi­schen Home­of­fice und Kin­dern sin­gen. Und wer weiß, viel­leicht hat Ihr Gesprächs­part­ner sogar ein paar hilf­rei­che Tipps für Sie auf Lager?