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HR Trends 2022

HR Trends 2022: Krisen überwinden und vorbeugen

Zusammenarbeit Erstellt am: 18. Januar 2022 4 Min.

Von Corona zum Fachkräftemangel: Schlittern wir von einer Krise in die nächste? Im Blog überlegen wir, mit welchen Maßnahmen die Personalarbeit 2022 endlich aus dem Krisenmodus kommt und vertiefen das Thema im kostenlosen Live-Webinar am 25. Jänner.

Lassen wir die Pandemie heuer endlich hinter uns? Und wie geht es danach weiter? Klimakrise, Fachkräftemangel … Für Unternehmen, Arbeitgeber*innen und Personalverantwortliche bleiben schwierige Themen auch nach der Corona-Krise am Tagesprogramm. Was da auf unsere Arbeitswelt zukommen könnte und wie wir uns darauf vorbereiten, besprechen wir in diesem Blogartikel und im Webinar am 25. Jänner 2022. Zur Anmeldung gehts am Ende des Artikels.

Fakt ist: In den letzten beiden Jahren zeigte sich, wie gut wir mit unvorhergesehenen Ereignissen umgehen können. Nach anfänglicher Schockstarre im Frühjahr 2020 stellte sich der Großteil der Unternehmen und Mitarbeiter*innen rasch auf die veränderten Rahmenbedingungen ein. Das Resultat: Die Wirtschaft wächst besser als erhofft und statt hoher Arbeitslosigkeit macht uns eher wieder der Fachkräftemangel Kopfzerbrechen. Maßnahmen, um bestehendes Personal (gesund) zu halten, sowie neue Wege im Recruiting und Employer Branding prägen daher die HR-Trendthemen 2022.

Corona-Maßnahmen am Arbeitsplatz: Was bringt 2022?

3G, Impfpflicht und Homeoffice: Die Liste der hilfreichen Maßnahmen in der Corona-Prävention ist lang, die Regelungen teils unübersichtlich. Im Webinar besprechen wir, welche Präventionsmaßnahmen vor allem bei der aktuellen Omicron-Variante sinnvoll und praxistauglich sind und wie man diese richtig erklärt, damit die Mitarbeitenden die Corona-Maßnahmen im Betrieb mittragen.

Homeoffice und Hyrides Arbeiten

Die bewährtesten Mittel, um Kontakte im Berufsleben zu reduzieren, werden auch 2022 Homeoffice und hybrides Arbeiten sein – zumindest dort, wo es möglich ist. Damit diese – für die meisten von uns immer noch recht neuen – Arbeitsweisen gut funktionieren, braucht es klare Regeln für die Zusammenarbeit. Auch die gesetzlichen Regelungen zum Homeoffice müssen nach wie vor eingehalten werden.

Vor allem die Kommunikation im Homeoffice oder hybriden Arbeiten muss angepasst werden, um den Kontakt zueinander und das Zusammengehörigkeitsgefühl nicht (noch mehr) zu verlieren.

Zusammenhalt stärken: Teams wieder zusammenbringen

In vielen Unternehmen haben sich Teams aber auch aufgrund von Meinungsverschiedenheiten rund um die Pandemie entzweit. Die häufige räumliche Distanz sowie fehlende verbindende Erlebnisse wie Firmenfeiern haben diese Spaltung leider begünstigt. Eine der wesentlichen Herausforderungen für Personalverantwortliche und Führungskräfte wird es in diesem Jahr also sein, entstandene Gräben zu überwinden und den Teamzusammenhalt zu fördern.

Wie kann das gelingen?

  • Professionelle Krisenkommunikation: Maßnahmen sachlich und einfach erklären
  • Solidarität fördern: Informelle Gespräche über das aktuelle Befinden zwischen den Mitarbeitenden ermöglichen
  • Verständnis zeigen und von allen einfordern: Wie sehr uns Dinge belasten und wie gut wir mit Situationen umgehen, ist höchst unterschiedlich
  • Alle zusammenbringen: abgesagte Feste nachholen, sobald es wieder möglich ist
  • Wertschätzung zeigen und gemeinsame Erfolge betonen

Fachkräftemangel: Kommt jetzt die große Kündigungswelle?

Was vielen Unternehmen und vor allem ihren Mitarbeitenden derzeit besonders zu schaffen macht, ist der Fachkräftemangel. Zwar ist es erfreulich, dass sich die österreichische Wirtschaft so schnell wieder erholt hat, doch in vielen Branchen haben sich Arbeitnehmer*innen umorientiert und freie Stellen können oft lange nicht besetzt werden, wie eine aktuelle Umfrage von karriere.at zeigt.

Andere Mitarbeitende überlegen, aufgrund von zu hoher Arbeitslast, schlechten Bedingungen und allgemeiner Unzufriedenheit ihren Job zu kündigen oder haben dies bereits getan. Droht uns also auch bald die große Kündigungswelle (Great Resignation), die derzeit in den USA grassiert, und führt zu einer Verstärkung des jetzt schon akuten Fachkräftemangels?

Jedenfalls ist es klug, sich darauf vorzubereiten. Gezielte Personalentwicklung ist das Gebot der Stunde: Mit interner Umschulung und Weiterbildungsmaßnahmen interessierter Mitarbeiter*innen kann man dem Fachkräftemangel zumindest teilweise vorbeugen. Zudem sind Um- und Aufstiegsmöglichkeiten eine wunderbare Chance, um gutes Personal längerfristig ans Unternehmen zu binden und zur Zufriedenheit beizutragen.

Viele Menschen haben in den Monaten der Lockdowns und Kurzarbeit auch festgestellt, dass sie ihre Arbeitszeit reduzieren oder sie flexibler einteilen wollen. Diesem Wunsch werden Arbeitgeber*innen verstärkt nachkommen müssen, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, zum Beispiel in Form von:

  • Flexiblen Arbeitszeiten
  • unterschiedlichen Arbeitszeitmodellen
  • Remote-Work-Möglichkeiten
  • individuell angepassten Dienstverträgen

In unserem E-Book „Herausforderung Fachkräftemangel – Wie Sie Ihre Stellen trotzdem besetzen“ gibts noch weitere Details.

Mitarbeitergesundheit: Psychisches und Physisches Wohlbefinden stärken

Möchte man der Pandemie etwas Positives abgewinnen, dann könnte man das gesteigerte öffentliche Interesse an Gesundheit anführen. Vor allem das Tabuthema Psyche wurde im vergangenen Jahr endlich etwas massentauglicher. Arbeitgeber*innen sollten sich auch heuer überlegen, wie sie die Gesundheit ihrer Mitarbeiter*innen abseits von Corona-Maßnahmen fördern können. Sei es in Form von Fitnesszuschüssen, Betrieblicher Gesundheitsvorsorge oder Employee Assistance Programmen, um mentale Überlastung zu reduzieren, die Möglichkeiten sind vielfältig. Zudem sind Gesundheitsmaßnahmen eine Zusatzleistung, die sich positiv aufs Employer Branding und damit auf erfolgreiches Recruiting auswirkt.

Zeitgemäßes Online-Recruiting

Personalverantwortliche merken es schon länger: Sich die besten Kandidat*innen aus einer großen Anzahl an Bewerbungen aussuchen können, ist speziell in Mangelbranchen wie der IT illusorisch. Das führt zu einem Paradigmenwechsel: Zeitgemäßes Recruiting bedeutet nicht mehr, möglichst vielen Bewerbungen zu erhalten, sondern gezielt die (wenigen) passenden Kandidat*innen zu finden.

Aber was braucht es 2022, damit man möglichst passende Bewerbungen bekommt? In vielen Branchen und Berufsfeldern ist es nicht mehr damit getan, ein Online-Inserat zu schalten. Aktive Kandidatenansprache, persönliche Empfehlungen von Mitarbeiter*innen und vor allem eine gezielte Streuung des Inserats auf den richtigen Kanälen sind entscheidend.


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