19. Oktober 2017 · Arbeitsleben · von

Macht dich dein Job kaputt?

Zufriedenheit ist das eine, Gesundheit das andere. Zwischen beidem besteht jedoch ein Zusammenhang der dafür sorgen kann, dass dich Unzufriedenheit im Job auch auf Dauer krank machen kann. Macht dich dein Job kaputt? Ein Gastbeitrag von TEDxVienna-Autorin Zeynep Ercan.

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Unzufriedenheit im Job kann deine Gesundheit drastisch beeiträchtigen. Wie stark diese dein Wohlergehen beeinflussen kann, war bisher wenig bekannt. Neue Studien deuten immer mehr darauf hin, dass der Zusammenhang zwischen Jobzufriedenheit und Gesundheit viel größer ist als gedacht. Und die schlechte Nachricht: Die negativen Auswirkungen eines nicht zufriedenstellenden Jobs können noch lange Zeit, nachdem du diesen gekündigt hast, anhalten. Falls du also unglücklich in deinem Job bist, ist es vielleicht Zeit für einen Jobwechsel!

Studien zeigen, dass Menschen, die in ihren 20ern und 30ern unter Jobunzufriedenheit leiden, später mit einer größeren Wahrscheinlichkeit Probleme mit ihrer psychischen Gesundheit bekommen. Depressionen sowie Schlaf- und Angststörungen sind die häufigsten Konsequenzen mit denen Menschen später oft kämpfen. Sie erleben auch häufiger emotionale Probleme.

Und sind die genannten Probleme nur psychischer Natur? Leider nicht. Deine Unzufriedenheit im Job kann sich auf die Anzahl deiner weißen Blutkörperchen auswirken, was dich anfälliger für Infektionen macht. Eine Verringerung der Lebensqualität, der allgemeinen Gesundheit und ein häufigeres Krankwerden warten auf Menschen, die nicht auf ihre Gefühle achten und weiter einen Job ausüben, mit dem sie eigentlich nicht glücklich sind. Herzerkrankungen und Rückenprobleme stehen außerdem auf der Gefahrenliste.

Aber bevor du dich tatsächlich für einen Jobwechsel entscheidest, mach dir klar, wo das Problem genau liegt und warum du diese Entscheidung triffst. Liegt das Problem an dem Job selbst oder kannst du es lösen, indem du etwas an dir selber arbeitest? Hier sind einige Bespiele, wie Menschen sich das Leben schwerer machen als es sein muss:

  • Perfektionismus
    Das Streben nach Perfektion ist an sich ja nicht schlimm, sogar erforderlich, wenn man Erfolg haben will. Es wird aber ein Problem, wenn das Erwartungsniveau zu hoch gehalten und unser Glück damit verbunden ist. Sich auf das Fehlende und Negative zu konzentrieren kann sich auf die Selbstachtung negativ auswirken.
  • Sich mit anderen vergleichen
    Es gehört zur menschlichen Natur, sich mit anderen zu vergleichen. Es ist aber gesünder, wenn man sich selbst verbessern will, statt ständig besser sein will als seine Kollegen. Jeder hat seine Stärken und Schwächen.
  • Sich überverantwortlich fühlen
    Sich ständig für alles verantwortlich zu fühlen, kann die Gesundheit negativ beeinflussen. Der Glaube, dass nichts weitergeht, wenn man selbst darin nicht involviert ist, kann für die betroffene Person eine schwere Last sein. Im schlimmsten Fall kann diese Lage von anderen ausgenutzt werden oder es verringert die Chancen für andere, die selbst Verantwortung übernehmen und sich entwickeln wollen.
  • Sich Sorgen um die Zukunft machen
    Klar, jeder macht sich Sorgen um die Zukunft, wachsam zu sein ist nie schlecht! Dies kann sogar Probleme verhindern, bevor sie entstehen. Sich aber häufig mit diesen Sorgen zu beschäftigen kann die Person unglücklich machen und die Arbeitsfähigkeit verringern.
  • In der Vergangenheit leben
    Die Vergangenheit kann man nicht verändern und man muss dort auch nicht leben. Menschen, die mit ihrer jetzigen Situation unzufrieden sind, suchen den Grund oft in ihrer Vergangenheit. Doch wäre es gesünder und produktiver, sich auf das Veränderbare zu konzentrieren und an der Zukunft zu arbeiten.
Redaktion

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