2. Juli 2018 · Arbeitsleben, HR · von

Unzufriedenheit im Job steigt mit Mitte 30

Gibt es die Ü30-Krise im Job? Schenkt man einer Studie von Robert Half UK Glauben, dann ja: Je älter Arbeitnehmer werden, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass sie im Berufsleben unglücklich sind. Das können Arbeitgeber dagegen tun:

Mit der Quarterlife Crisis in den 20ern und der Midlife Crisis in den 40er oder 50er-Lebensjahren ist es scheinbar noch nicht getan: Laut einer Studie beginnt um Mitte 30 der Kampf um die eigene berufliche Zufriedenheit. Robert Half UK hat rund 2.000 britische Arbeitnehmer zur Zufriedenheit im Job befragt und festgestellt, dass die berufliche Zufriedenheit mit zunehmendem Alter sinkt.

Unzufriedenheit beginnt mit Mitte 30

Viele Höhen und wenig Tiefen erleben scheinbar die jungen Arbeitnehmer im Berufsleben. Nur acht Prozent der 18- bis 24-Jährigen geben an, im Job unzufrieden zu sein. In den Lebensjahren danach nimmt die berufliche Unzufriedenheit zu: 16 Prozent der 35- bis 54-Jährigen gaben an, im Job unglücklich zu sein. Bei den über 55-Jährigen sind es 17 Prozent.

Warum steigt mit zunehmenden Alter die Unzufriedenheit?

Laut Studie sind verschiedene Gründe dafür verantwortlich, warum mit Mitte 30 die Zufriedenheit im Job verloren geht: 34 Prozent geben zunehmenden Stress als Grund für die schwindende Happiness im Berufsleben an. Einem Viertel fehlt eine berufliche Perspektive, zwölf Prozent leiden unter dem Druck, die Familienplanung in Angriff zu nehmen. Das Fehlen einer ausgewogenen Work-Life-Balance ist ebenfalls ein Faktor, der mit zunehmendem Alter ausschlaggebend wird.

Älteren Arbeitnehmern fehlt die Wertschätzung

Insgesamt fühlen sich 59 Prozent der 18- bis 35-Jährigen im Beruf wertgeschätzt, nur 15 Prozent meinen, zu wenig Anerkennung zu erhalten. Im Vergleich dazu fühlt sich ein Viertel der 35- bis 54-Jährigen nicht ausreichend wertgeschätzt, mit zunehmendem Alter steigt diese Zahl sogar noch: Bei den über 55-Jährigen sind es 28 Prozent, die über mangelnde Anerkennung klagen.

Learnings für Arbeitgeber: Die Glücksfaktoren für Berufeinsteiger und junge Arbeitnehmer haben ein Ablaufdatum. Karriereperspektiven und Anerkennung werden mit zunehmendem Alter immer wichtiger.

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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