14. Juni 2018 · Arbeitsleben · von

6 Strategien, um Besserwisser auszubremsen

Egal, wie stichhaltig deine Argumente auch sein mögen – einer weiß es garantiert besser: der Besserwisser. Wenn du es mit neunmalklugen Kollegen zu tun hast  hier kommen Strategien für den Umgang mit Alleskönnern:

Besserwisser ist nicht gleich Besserwisser

Kennst du einen Besserwisser, kennst du noch lange nicht alle. Es gibt ganz unterschiedliche Gründe, warum jemand immer alles besser weiß. Der echte Besserwisser greift z.B. auf einen riesigen Wissensschatz zurück, leider hapert es ihm oft an Fingerspitzengefühl, was die Weitergabe betrifft. Er korrigiert andere ohne zu reflektieren, ob seine Einwände angebracht sind. Der Querulant ist sich seiner Sache zwar nicht ganz sicher, ist aber aus Prinzip gleich mal anderer Meinung. Der ängstliche Besserwisser nutzt Einwände, um sich seine Position innerhalb einer Gruppe zu sichern: Einem neuen Teamkollegen stutzt er auf diese Weise z.B. gerne mal die Flügel.

Egal, auf welchen Typus Besserwisser du triffst, deren Verhalten kann ganz schön nerven. Probiere es doch mal mit diesen Strategien:

  • Ignorieren
    Wenn es um keine große Sache geht und du weder Zeit noch Energie in Diskussionen investieren möchtest: Sitz die Sache einfach aus und ignoriere Herr oder Frau Besserwisser. Nervt dich das Gespräch, verlasse die Situation und beende das Gespräch. Ignorieren kann auch wertvoll sein, wenn dein Gegenüber sowieso feedbackresistent ist oder du mit dieser Person noch dauerhaft zusammenarbeiten musst.
  • Zurück zum Thema
    Passionierte Alleskönner können natürlich nicht alles, lenken Gesprächsthemen aber geschickt auf jene Bereiche, in denen sie sich – zumindest halbwegs – auskennen. Achte darauf, ob ein Besserwisser ein Gespräch kapert und vom eigentlichen Thema ablenken möchte. Bleibe hartnäckig und rufe allen Beteiligten das ursprüngliche Gesprächsthema wieder ins Gedächtnis.
  • In die Mangel nehmen
    Schlauberger kratzen mit ihren Bemerkungen meist nur an der Oberfläche von Wissen. Auch die guten Freunde, die sie kennen und von denen sie Dinge angeblich erfahren, sind meist nur flüchtige Bekannte. Unangenehm wird es für sie, wenn jemand dann auch noch Fragen stellt: Das ist ja interessant, wo kann ich mehr darüber erfahren? Hast du darüber auch ein Buch gelesen? Welche Filme dieses Genres kannst du denn noch empfehlen? Möchtest du deinen guten Freund nicht mal zu uns einladen, damit er uns mehr darüber erzählt?
  • Konfrontation
    Ein unangenehmer Weg, manchmal aber der letzte Ausweg: Konfrontiere den Besserwisser mit seinem Verhalten. Wie du das machst, kommt auf den Typ Mensch drauf an. Ein aalglatter Alleskönner windet sich in einem Vier-Augen-Gespräch vielleicht gekonnt aus der Affäre und braucht die Konfrontation in der Gruppe. Sensible Personen, denen es einfach nur an Fingerspitzengefühl fehlt, kannst du einen freundschaftlichen Rat geben – so, dass es nicht das gesamte Büro mitbekommt. Wichtig ist dabei, wie du dein Feedback verpackst: So sehr Kollege Besserwisser auch nervt – gib ihm die Chance, sein Gesicht zu wahren.
  • Es geht ums Geld!
    Wenn du dir deiner Sache ganz sicher bist, biete einer neunmalklugen Person doch eine Wette an. Die meisten Besserwisser knicken ein, wenn plötzlich Geld auf dem Spiel steht, denn sie wissen: So hundertprozentig überzeugt sind sie von ihrem Wissen selbst nicht.
  • Ins Boot holen
    Den ängstlichen Besserwisser kannst du durch aktives Entgegenkommen auf deine Seite ziehen: Frag ihn nach seiner Meinung und hol dir Rat auch in Situationen, in denen du ihn nicht nötig hättest. Nimmt er dich nicht als Bedrohung wahr, nervt er dich auch nicht mit überflüssigen Kommentaren.
Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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