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Ergonomie am Arbeitsplatz: Gegen die Schmerzen im Büro

Gesundheit Erstellt am: 21. Januar 2016 2 Min.

Schmerzen, Müdigkeit oder Erschöpfung sind nach einem langen Arbeitstag keine Seltenheit. Der Grund: Einseitige körperliche Belastungen sind nie gesund und führen über kurz oder lang zu Problemen. Die Ergonomie am Arbeitsplatz darf keinesfalls zu kurz kommen, denn das Leid des einzelnen Arbeitnehmers schmerzt auch den Arbeitgeber, sind Krankheiten des Bewegungsapparates doch für die meisten Krankenstandstage verantwortlich. Die richtige Arbeitsplatzgestaltung sowie eine korrekte Sitzhaltung sind daher das Um und Auf.

Ergonomie am Arbeitsplatz

Grundvoraussetzung für das gesunde Arbeiten ist ein ergonomischer Arbeitsplatz. Die Entwicklung hat nicht nur Computer und andere technische Hilfsmittel erfasst, sondern zum Glück für viele Arbeitnehmer auch die moderne Arbeitsplatzgestaltung. So spielt Ergonomie am Arbeitsplatz heute in der Produktion von Bürosesseln, Schreibtischen & Co. eine große Rolle. Die richtige Rücken- und Armlehne, das Stützen der Wirbelsäule sowie die Verstellbarkeit von Höhe und Neigung machen etwa die Sessel heute zum Freund des menschlichen Bewegungsapparates. Ob man richtig sitzt, lässt sich in einem einfachen Selbstcheck feststellen.

Selbstcheck: „Richtige Sitzhaltung“

Wer wissen will, ob er richtig sitzt, kann dies einfach mit folgendem Schritt-für-Schritt-Selbsttest feststellen:

  • Aufrecht hinsetzen, die Beine am Boden, die Schultern hängen lassen.
  • Die Arme im Ellenbogengelenk rechtwinkelig abbiegen.
  • Die Sitzhöhe sollte so eingestellt werden, dass die Unterarme bei nach wie vor bequem hängenden Schultern locker auf der Oberfläche des Schreibtisches aufliegen.
  • Die Fußsohlen sollten flach am Boden aufliegen, die Knie ebenfalls im rechten Winkel abgewinkelt.
  • Baumeln die Füße in der Luft, sollte der Tisch (wenn möglich) abgesenkt oder eine Fußstütze verwendet werden.
  • Die verwendete Tastatur sollte so flach wie möglich sein, die Maus daneben Platz finden.
  • Der Bildschirm sollte in „Armweite“ liegen, das heißt, man sollte ihn mit ausgestrecktem Arm berühren können.
  • Die oberste Bildschirmzeile sollte etwa 15 Grad unter unterhalb der Augenhöhe liegen, man sollte also leicht nach unten blicken, um am oberen Bildschirmrand lesen zu können.
  • Abschließend heißt die Devise: nicht lungern, sondern gerade und aufrecht sitzen.
So sitzen Sie richtig1

Optimale Beleuchtung am Arbeitsplatz

Zur gesunden Arbeitsplatzgestaltung bzw. der Ergonomie am Arbeitsplatz gehören neben der richtigen Sitzhaltung auch die optimale Position von Maus, Tastatur und Bildschirm (beschrieben im Selbstcheck) sowie die optimale Beleuchtung. Diese muss sich grundsätzlich an das Sehvermögen des Arbeitnehmers sowie die Arbeitsaufgabe anpassen. Hier einige Tipps für das richtige Licht am Arbeitsplatz:

  • Hohe Kontraste im Blickfeld sollten vermieden werden: Sie überfordern die Augen.
  • Eine zu starke oder grelle Beleuchtung sollte ebenso vermieden werden, wie zu wenig Licht. Moderne Monitore sind grundsätzlich mit einer hohen – und somit gesünderen – Bildschirmhelligkeit ausgestattet.
  • Das Büro sollte gleichmäßig hell und gut ausgeleuchtet sein. Tageslicht kann durch künstliches Licht jedoch nicht ersetzt werden.
  • Die verwendeten Leuchtmittel sollten blendfrei sein, Sonnenschutz kann ebenfalls notwendig und hilfreich sein.
  • Die Bildschirme sollten optimalerweise parallel zum Fenster ausgerichtet sein.
  • Ein Experte für „Ergonomische Arbeitsplätze“ sollte regelmäßig jeden einzelnen Arbeitsplatz auf die Lichtsituaton prüfen.

Bildnachweis: Marcin Balcerzak / Quelle: Shutterstock


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