20. November 2017 · Gehalt · von

Geld sparen: 5 Tipps, um mehr aus deinem Gehalt zu machen

Wenn am Ende des Geldes noch so viel Monat übrig ist, dann kann das zwei Gründe haben: Entweder, das Einkommen reicht wirklich kaum aus,  oder es liegt an schlechter Finanzplanung. Wenn letzteres der Fall ist und du das Gefühl hast, dass dir dein Gehalt nur so in den Händen zerrinnt, gibts heute ein paar Tipps zum Geld sparen.

Große und regelmäßige Ausgaben wie Miete, Handyrechnung oder Versicherungen hat man meist noch ganz gut im Blick. Aber weißt du, wieviel Geld du für Coffee-to-go, Essen gehen oder Bücher ausgibst? Wenn nicht, solltest du deine Finanzen einem gründlichen Check unterziehen. Deine besten Verbündeten im Kampf gegen das verschwindende Geld ist das gute alte Haushaltsbuch, das mittlerweile als App zu kriegen ist, sowie das richtige Mindset.

Tipps zum Geld sparen

1. Das 50/30/20-Budget

Wieviel Miete kannst du dir leisten und welchen Betrag könntest du monatlich sparen? Die 50/30/20-Methode hilft dir, diese Fragen zu beantworten. Diese Faustregel für den Umgang mit Geld kann ein guter Ausgangspunkt für das eigene Budget sein – außerdem geht die Kategorisierung wirklich fix. Die Basis bildet dein Einkommen nach Steuern bzw. der Geldbetrag, der dir zur Verfügung steht. Hast du z.B. neben deinem Hauptjob noch Projekte, die Geld bringen, zählst du alles zusammen. Dann wird kurz gerechnet:

  • 50 Prozent deines Einkommens sind für Fixkosten vorgesehen. Damit deckst du alle lebensnotwendigen Dinge ab: Miete, Versicherungen, Öffi-Tickets, Lebensmittel (nur die Basics, nicht den Einkauf im Delikatessenladen).
  • 30 Prozent deiner verfügbaren Finanzen darfst du ausgeben, wie du möchtest: Urlaub, Essen gehen, neues Rennrad – go for it!
  • 20 Prozent des Geldes nutzt du, um Schulden zu tilgen, dein Sparbuch zu befüllen oder auf anderen Wegen zu sparen.

Je nach Lebensumständen können sich die Zahlen natürlich auch verschieben. Vielleicht kommst du mit 40 Prozent des Einkommens für deine Fixkosten gut über die Runden und möchtest dafür mehr zur Seite legen.

2. Sieh es als Herausforderung

Wenn du auf Herausforderungen besonders gut ansprichst, kannst du dir eine Geld-Challenge überlegen: In einer Woche mit 50 Euro auskommen, nicht mehr als drei Euro für ein Mittagessen ausgeben, den Einkauf im Supermarkt mit zehn Euro begrenzen etc. Unter Sparfüchsen ist der No-spend-day eine sehr beliebte Challenge: Ein Tag, an dem du absolut gar nichts ausgeben darfst. Besonders Ambitionierte versuchen mehrere Tage hintereinander zu schaffen. Speziell für Impulskäufer kann ein Tag ohne Ausgaben augenöffnend sein.

3. Das gute alte Sparschwein

Was wäre Sparen ohne ein Sparschwein?! Gewöhne dir an, regelmäßig Wechselgeld aus deiner Brieftasche zu holen und in ein eigenes Glas, eine Spardose oder ein klassisches Sparschwein zu werfen. Wer oft mit Scheinen bezahlt weiß, dass mit der Zeit einiges an Münzen in der Geldtasche zusammenkommt. Wer in kurzer Zeit sehr viel sparen möchte, steckt auch jeden 5-Euro-Schein ins Sparschwein. Als “5-Euro-Trick” kursiert dieser Tipp schon länger im Netz und begeistert die Sparfüchse, denn so kommt binnen kurzer Zeit sehr viel Geld zusammen.

4. Cost-per-happy

Stelle dir vor jeder Investition oder Ausgabe die Frage: Wie lange macht mich das Erworbene glücklich? Finanzexpertin Alexa von Tobel wendet vor jeder Ausgabe die “Cost-per-happy-Methode” an. Erster Schritt: Auf einer Skala von 1 bis 10 einschätzen, wie glücklich dich die Investition macht. Gib dein hart verdientes Geld niemals aus für Dinge, die nicht mindestens eine 6 erreichen. Zweiter Schritt: Schätze, wieviele Stunden dich deine getätigte Investition glücklich macht. Ein Konzertticket deiner Lieblingsband kostet z.B. 80 Euro. Das ist nicht günstig, aber die Vorfreude darauf, der Konzertabend selbst und die Erinnerung daran machen dich sehr lange glücklich. Du könntest die 80 Euro auch schlechter investieren, z.B. in ein Kleidungsstück, das du nach ein paar Mal tragen schnell vergisst und durch etwas anderes ersetzt. Faustregel: Erlebnisse wie Urlaube oder Freizeitaktivitäten bereiten meist viel länger Freude, als gekaufte Gegenstände.

5. Kleine Helfer auf dem Smartphone

Möchtest du den Überblick über deine Ausgaben behalten, solltest du es dir zur Gewohnheit machen, alles schriftlich festzuhalten. Dabei können dir Haushaltsbuch-Apps helfen. Wenn es dir Spaß macht, kannst du alle Kosten laufend festhalten, für einen ersten Überblick über deine Gewohnheiten reichen vorerst aber auch ein oder zwei Monate.

  • Toshl ist in der Grundversion, die bereits viel kann, kostenlos. Das ansprechende Design ist ein Plus.
  • Money Manager funktioniert ähnlich, auch hier kannst du Budgets festlegen und alle Ausgaben in Kategorien zusammenfassen (für iOs und Android).
  • Fortune City ist eine App mit Gamification-Ansatz. Wer seine Ausgaben mit der App verwaltet, baut gleichzeitig eine Stadt auf.
Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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