Selbstmanagement: 3 Methoden für Notizbuchfans und Papierfreunde

von in Arbeitsleben am Donnerstag, 28. Mai 2015 um 10:36

Keine Lust auf eine weitere App, um Termine und Aufgaben zu organisieren? Dann hilft der Griff zum guten alten Notizbuch und Selbstmanagementmethoden, die mit Stift und Papier auskommen. Wir stellen drei Methoden für gelungenes Selbstmanagement vor: SuperFocus, Bullet Journal und Chronodex.

SuperFocus

Die Methode des britischen Selbstmanagement-Guru Mark Forster soll dabei helfen, dringende von nicht dringenden Aufgaben einfach zu unterscheiden. Grundlage für SuperFocus ist ein liniertes Notizbuch. Jede Seite wird in zwei Spalten unterteilt.

  • Spalte 1: Für nicht dringende Aufgaben, mit denen noch nicht begonnen wurde
  • Spalte 2: Für dringende Aufgaben und alle Tasks, an denen bereits gearbeitet wurde

In der ersten (linken) Spalte beginnt man mit dem Eintragen aller Tasks, die nicht dringend sind: Eine Aufgabe pro Zeile. Bei Bedarf auf der nächsten Seite in einer neuen Spalte weiterschreiben. In die zweite Spalte kommen alle Aufgaben, die hohe Priorität haben und dringend zu erledigen sind. Dann geht’s ans Abarbeiten aller anstehenden Tasks: Zuerst widmet man sich allen wichtigen Aufgaben in der rechten Spalte. Danach pickt man sich aus der Spalte mit den nicht dringenden Aufgaben eine heraus und beginnt, an ihr zu arbeiten. Wenn sie erledigt ist, kann man sie durchstreichen. Muss man daran noch weiter arbeiten, streicht man sie ebenfalls durch und überträgt sie in Spalte 2. Kommen neue Aufgaben dazu, schreibt man sie ans Ende der Liste in die passende Spalte. Eine detailreiche, deutschsprachige Erklärung zur Methode gibt es auch hier.

Selbstmanagement Methoden

Bullet Journal

Minimalistisch und sehr anpassungsfähig zeigt sich das Bullet Journal. Grundlage ist auch dafür ein einfaches Notizbuch, ein Block oder ein Heft, in dem alle Seiten nummeriert werden. Im Bullet Journal kann man nicht nur Aufgaben festhalten, sondern auch Ideen, Geistesblitze, Termine oder Notizen. Je nachdem, um welche Art von Eintrag es sich handelt, werden verschiedene Symbole verwendet: Ein Kästchen zum Abhaken kommt vor Aufgaben, Notizen und Gedanken bekommen einen Punkt, Termine einen Kreis etc. Wie man sein Journal aufteilt, ist jedem selbst überlassen: Neben einer Monatsübersicht wird meist 1 Seite pro Tag verwendet. Wer weniger Aufgaben zu bewältigen hat, kann eine Seite auch für mehrere Tage nutzen. Dazwischen kann man eine Seite auch für themenbezogene Listen verwenden: Lesestoff, Büro-Renovierung, To Do’s für ein Geburtstagsfest. Ein Index zu Beginn des Journals hilft, den Überblick zu bewahren und erinnert daran, dass die Leseliste z.B. auf Seite 8 zu finden ist.

Einen kurzen Überblick über die Funktionsweise des Bullet Journals gibt dieses Video:

Chronodex & Spiraldex

Visuelle Typen werden vielleicht am Chronodex- oder Spiraldex-System Gefallen finden. Es eignet sich weniger für einzelne Aufgaben, sondern ist zum Tracken geblockter Zeiteinheiten, zum Auffinden von Zeitfressern und für besseres Zeitmanagement gedacht. In spiralförmige Vorlagen wird eingetragen, welche Termine und zeitgebundenen Aufgaben an einem Tag erledigt werden müssen. Das Eintragen in die Vorlagen ist anfangs gewöhnungsbedürftig, wer seinen Tag gerne mit verschiedenen Farben visualisiert, wird an Chronodex und seinen Varianten aber sicher Freude haben. Online gibt es zahlreiche Vorlagen zum kostenlosen Download, man kann seine ideale Zeitspirale aber auch selbst entwerfen. Oft wird dieses Zeitmanagementsystem als Ergänzung zu einer To Do-Liste oder zum klassischen Notizbuchkalender verwendet.



Bildnachweis: Eugenio Marongiu / Shutterstock; totojang1977 / Shutterstock

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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