Job auf Empfehlung: 5 Gründe, sein Netzwerk gut zu pflegen

von in Jobsuche am Freitag, 10. Juli 2015 um 10:28

Ein freier Job und ein Arbeitnehmer können auf zwei Wegen zueinander finden: Der Bewerber bewirbt sich beim zukünftigen Arbeitgeber – oder  umgekehrt. Eine Bewerbung auf Empfehlung kann über persönliche Kontakte oder soziale Netzwerke zu einer Einladung zum Jobinterview führen. Dass dieser Weg oft von Erfolg gekrönt ist, hat eine Umfage von Kexpa ergeben: 90 Prozent derjenigen, die über ein Netzwerk zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wurden, wurden auch eingestellt.

5 Gründe für ein gut gepflegtes Netzwerk

Viele Wege führen nach Rom – und viele Wege können zu einem neuen Job führen. Glücklich ist, wem sein Traumjob eines Tages einfach angeboten wird. Damit das funktioniert, benötigt man ein ausreichend großes Netzwerk an Kontakten: Geschäftspartner, Kunden, Freunde oder Bekannte. Karriereexpertin Svenja Hofert hat mit Kexpa eine Online-Umfrage unter 84 Bewerbern durchgeführt und 5 Gründe gefunden, warum sich Networking für die Karriere lohnt:

1. Bewerbung auf Empfehlung: Gefunden werden, statt zu suchen

Wer über Netzwerke an einen neuen Job kommt, muss meist nicht danach suchen sondern bekommt das Jobangebot vom Arbeitgeber selbst. Laut Umfrage wurden 55 Prozent der über Netzwerke besetzten Stellen dem potenziellen Arbeitnehmer aktiv angeboten. Zu einem Bewerbungsgespräch wurde die Hälfte der Befragten eingeladen, 9 von 10 Personen haben den Job auch bekommen.

2. Hohe Zufriedenheit im neuen Job

Wie zufrieden sind die Bewerber nach Annahme des Jobangebotes? Gut ein Drittel der Befragten beantwortet diese Frage mit „Sehr hoch“, weitere 50 Prozent sind mit dem neuen Job sehr zufrieden. „Ein persönlicher Kontakt im Rahmen einer Netzwerkbewerbung bietet dem Bewerber deutliche Informationsvorteile in Bezug auf die Unternehmenskultur, die interne Unternehmenslage oder die Stimmung in den Abteilungen eines Unternehmens. Klar, dass die Anstellung weniger negative Überraschungen bereithält“, so Svenja Hofert.

3. Vertrauen spielt im Netzwerk eine große Rolle

Wer einen potenziellen neuen Mitarbeiter über Netzwerke aktiv anspricht oder einen Bewerber empfohlen bekommt, weiß meist, was ihn erwartet. Der Faktor Vertrauen ist bei Bewerbungen oft entscheidend: Niemand empfiehlt einen potenziellen Bewerber weiter, wenn er von dessen Arbeitsweise nicht absolut überzeugt wäre. Die Empfehlung eines ungeeigneten Arbeitnehmers würde schließlich der eigenen Reputation schaden.

4. Netzwerkbewerber pflegen ihre Bekanntschaften

An neue Jobs kommt man nicht nur über berufliche Netzwerke, sondern auch über Freunde und Bekannte. Das Pflegen von Bekanntschaften kann sich also auch auf die Karriere positiv auswirken. Die Umfrage hat auch abgefragt, zu welchem Personenkreis die Befragten regelmäßig Kontakt pflegen und zumindest alle drei Monate von sich hören lassen. „Wenige Freunde und viele Bekannte“ sind es für die Hälfte, bei einem Viertel der Befragten halten sich Bekannte und Freunde die Waage. Nur drei Prozent melden sich ausschließlich bei ihren Freunden regelmäßig und lassen Bekannte außen vor. „Man kann daraus auch das Fazit ziehen, dass aktive Netzwerker sich vor allem dadurch auszeichnen, dass sie Bekanntschaften pflegen. Und dass sie genau davon profitieren“, sagt Hofert.

5. Bewerbungen über das Netzwerk sind bequem

Abseits vom klassischen Bewerbungsweg „Jobsuchender meldet sich bei potenziellem Arbeitgeber“ sind Netzwerkbewerbungen vor allem bequem. Zurücklehnen und auf das nächste Jobangebot warten funktioniert aber nur, wenn man gute Arbeit leistet und über ein ausreichend großes Netzwerk verfügt, in dem man weiterempfohlen oder von Personalisten gefunden wird.

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Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.