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Das ideale Bewerbungsschreiben: Der Weg zum neuen Job

Kandidaten warten mit BewerbungsschreibenDas Bewerbungsschreiben ist oft die erste große Hürde wenn es um einen neuen Job geht. Denn gut gemachte Bewerbungsunterlagen sind nicht nur das Produkt von Kreativität, Sorgfalt und mehreren Stunden Arbeit. Sie sollten auch möglichst exakt auf das angeschriebene Unternehmen abgestimmt sein. Denn Bewerbungsschreiben, die zu sehr nach 08/15-Standardbewerbung riechen, werden von Personalverantwortlichen oft schnell zur Seite gelegt. Die Vorlage zum Download ist dafür eine gute Basis.

Das perfekte Bewerbungsschreiben – jeder will es, für die wenigsten ist es eine leichte Übung. Denn immerhin ist das (meist elektronische) Paket aus Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnissen meist der erste Kontakt zu einem potenziellen Arbeitgeber. Getreu dem Motto “Es gibt keine zweite Chance für einen ersten Eindruck”, sollten Fehler tunlichst vermieden werden – ebenso wie ein überzogen “werberischer” Auftritt des Schreibens.

Worauf ist also zu achten?

  • Sorgfalt: 66 Prozent der österreichischen Personalverantwortlichen gaben in einer karriere.at-Onlineumfrage an, dass für sie Tippfehler, Schlampigkeit und Unübersichtlichkeit absolute No-Gos in Bewerbungsschreiben sind. Der Umkehrschluss für Verfasser: Größtmögliche Sorgfalt an den Tag legen! So sollten im Idealfall zwei Personen Korrektur lesen. Einerseits um Tippfehler zu vermeiden. Andererseits schadet es nie, andere Meinungen zur Formatierung, Übersichtlichkeit des eigenen Lebenslaufs aber zum schreiberischen Stil im Anschreiben einzuholen.
  • Vorbereitung: Vorsicht ist besser als Nachsicht! Wer sich ernsthaft bei einem Unternehmen bewerben möchte, sollte sich nicht einfach hinsetzen um seine jahrzehntelang gleichen Bewerbungsunterlagen einfach um einen Punkt zu erweitern und die Adresse des Adressaten zu ändern. Professionelle Bewerbungsprozesse beginnen mit einer sorgfältigen Recherche zum Unternehmen in Medien, auf der Unternehmenswebsite oder auch im Bekannten- und Freundeskreis. Umfangreiches Wissen zum Wunsch-Arbeitgeber ermöglicht es erst, im An- bzw. Motivationsschreiben die eigenen Stärken im Unternehmenskontext einzubringen bzw. sich mit dem Lebenslauf fokussiert zu präsentieren.
  • Ausführung: Im Wort Bewerbung steckt nicht umsonst das Wort “Werbung”. Wie erwähnt: Eine Bewerbung soll auf sich aufmerksam machen, soll sich von anderen Standard-Bewerbungen schon rein optisch abheben und dem Stil der angestrebten Position, Branche und des Unternehmens entsprechen. Allerdings sollte sie nicht durch rein oberflächlich zur Schau gestellte Kreativität vom “Produkt” ablenken – also von sich selbst und den eigenen Stärken. Es gilt der Grundsatz: Je kreativer die Branche (z.B. Werbung, Online-Business), umso kreativer darf auch die Bewerbung ausfallen. Je konservativer (beispielsweise Bank-, Versicherungswesen, öffentliche Verwaltung), umso näher sollte man sich am gewohnten Bewerbungs-Standard orientieren.
  • Bewerbungswege: Halte dich unbedingt an erwünschte Bewerbungswege! Soll heißen: Betont ein Unternehmen in einem Stelleninserat, dass es die Bewerbungsunterlagen beispielsweise gerne per E-Mail hätte, sollte man sich als Bewerber auch danach richten. Online-Formulare sind bei Bewerbern zwar oft wenig beliebt – haben für Personalisten jedoch den Vorteil, dass sie damit sämtliche Bewerbungen in ihrer Datenbank gleich weiterverarbeiten können.

Dokumente zum Download

How-To: Der Aufbau einer Bewerbung

Die hohe Kunst einer gelungenen Bewerbung ist, ein Höchstmaß an Individualität und Information in einen begrenzten Rahmen zu bringen. Denn nicht nur der Lebenslauf, auch das Bewerbungsschreiben selbst sollte einer vorgegebenen Struktur folgen. Abgesehen von den Rahmenbedingungen eines offiziellen Schreibens (siehe Muster oben), gliedert sich der Fließtext im wesentlichen in drei Blöcke.

  1. Die Einleitung: Diese besteht im Idealfall aus zwei bis drei Sätzen. Darin schildert man sein Anliegen: Man will sich für Stelle XY bewerben. Darüber hinaus sollte man den ersten Kontaktpunkt als Referenz angeben (Stelleninserat, Karrieremesse, Telefonat etc.), z.B. “Wie in unserem Gespräch vom 6. Juli 2015 vereinbart, …” Drittens sollte in der Einleitung auch die eigene Motivation für die ausgeschriebene Stelle angeteasert werden: Warum glaubt man, der/die Richtige für den Job und das Unternehmen zu sein?
  2. Der Hauptteil: Dafür sollte man maximal acht Sätze veranschlagen. In diesem Abschnitt wird beschrieben, warum man sich für den ausgeschriebenen Job qualifiziert fühlt. Dafür stellt man im besten Fall geforderten Skills aus dem Stelleninserat konkrete Projekte, Verantwortungsbereiche oder Ausbildungsschwerpunkte entgegen. Fehlt eine geforderte Fähigkeit, ist eine Entschuldigung fehl am Platz. Vielmehr sollte man dieses Gebiet als spannendes Lernfeld argumentieren.
  3. Der Schluss: Maximal drei Sätze sollten die Bewerbung abrunden und unterstreichen, dass man sich auf einen Vorstellungs-Termin freut. Auf die Wörter “würde”, “möchte” und “könnte” wenn möglich verzichten: Man “freut” sich über die Möglichkeit eines Gesprächs und zeigt sich selbstbewusst. Als Grußformel ist man “Mit freundlichen Grüßen” niemals verkehrt.

Bildnachweis: racorn, Uber Images / Quelle Shutterstock

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