Tierarzt, Astronaut, Forscherin: Was wurde aus den Kindheitsträumen?

von in Arbeitsleben am Freitag, 26. August 2016 um 11:53

Geht nicht, gibt’s nicht – zumindest solange man noch Kind ist und Traumberufe noch ganz realistisch erscheinen. Was aus den früheren, angehenden Astronauten, Forschern, Lehrern oder Polizisten im Erwachsenenleben wurde, hat eine Studie erforscht.

Vom Kindheitstraum zur Realität

„Was möchtest du denn einmal werden, wenn du groß bist?“ Was für eine Frage! Für Kinder ist eben noch alles möglich. Im Erwachsenenleben sieht es dann oft anders aus und der Job erfüllt nicht immer Träume, sondern bezahlt die Rechnungen. Im Rahmen einer US-Studie wurden mehr als 2.000 Teilnehmer gefragt: Was wolltet ihr in eurer Kindheit werden – und welchen Job habt ihr jetzt im Erwachsenenleben?

Ob Kindheitsträume die spätere Berufsentscheidung beeinflussen und wie viele Arbeitnehmer den Traumjob ihrer Kindheit auch ergriffen haben, die Ergebnisse im Detail:

  • Nicht ganz überraschend: 78 Prozent der Befragten haben nicht den Traumberuf ihrer Kindheit ergriffen. Trotzdem ist die Mehrheit mit ihrem gewählten Beruf zufrieden.
  • Etwas höher ist die Zufriedenheit bei jenen, die ihre Kindheitsvorstellungen auch im Erwachsenenleben verwirklicht haben: Fast 9 von 10 Arbeitnehmer geben an, im Job glücklich zu sein.
  • In diesen Branchen sind jene Arbeitnehmer tätig, die ihre frühen Karrierewünsche verwirklicht haben: Bildungswesen, IT und Gesundheitswesen führen die Liste an.

Wie realistisch und umsetzbar Berufswünsche sind, hängt auch vom Alter der Kinder bzw. Jugendlichen ab. In jungen Jahren spielt die Umsetzbarkeit des Traumjobs eher keine Rolle. Profisportler, Astronaut, Lehrer oder Tierarzt – das waren die kindlichen Wunschkarrieren der jetzt erwachsenen Befragten. Im Alter zwischen 11 und 14 Jahren kam als Wunsch Wissenschaftler dazu. Dass Berufe wie Astronaut oder Profisportler für die Mehrheit der Menschen nicht erreichbar sind, führte dann zu einer realistischeren Wunschliste: Für Jugendliche lagen damals diese Jobs in den Top 5: Autor, Techniker, Wissenschaftler, Lehrer und Arzt.

Feuerwehrmann oder Prinzessin?

Finden sich in den früheren Wunschvorstellungen auch Klischees wieder? Teilweise ja. So haben die Befragten ihre damaligen Wunschvorstellungen vom idealen Beruf beschrieben: Jobs, die körperliche Herausforderungen oder Abenteuer versprechen, lagen bei den Jungs ganz vorne: Profisportler, Astronaut und Arzt waren ihre Top 3. Bei den Mädchen: Lehrer, Tierarzt und Arzt auf den ersten Plätzen – gefolgt von Kreativberufen und auch der Wunschjob Astronaut fand sich in der Liste der Mädels. Nix mit Prinzessin!

Ausschlaggebend für die Berufswünsche sind neben persönlichen Interessen auch das Umfeld und die Jobs der Eltern. Studien zufolge möchten Burschen dann gerne „männliche Jobs“ ergreifen, wenn auch der Vater einen Beruf ausübt, der traditionell eher Männern vorbehalten ist. Mädchen eifern gerne ihren Müttern nach, wenn diese in rollenuntypischen – also „nicht weiblichen“-Berufen tätig sind.

Die Wunschjobs 2016

Ein Sprung in die Gegenwart: Für die Studie haben Teilnehmer auch angegeben, in welchen Jobs sich ihre Kinder einmal sehen: Wissenschaftler, Arzt, Lehrer, Tierarzt oder Künstler, das wünschen sich Kinder auch heute noch. Einen Unterschied gibt es aber: Mittlerweile stehen auch neue bzw. junge Berufe wie Games-Designer, Spieletester oder Programmierer auf der Wunschliste.

Und was wurde aus euren Kindheitsträumen?

Bildnachweis: Kostenko Maxim / Shutterstock

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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