Mit diesen Eigenschaften macht man Karriere

von in Arbeitsleben, HR am Dienstag, 7. April 2015 um 10:35

Lust, auf der Karriereleiter möglichst weit nach oben zu klettern? Mit diesen Eigenschaften kann man laut einer neuen Studie von Metaberatung erfolgreich werden im Beruf: Ausgeprägtes Machtstreben, Kreativität und der Wille zu lebenslangem Lernen. Dass autoritäre Chefs noch nicht ausgedient haben und Nachwuchsführungskräfte mehr Selbstlosigkeit vertragen könnten, zeigt die Studie ebenfalls.

Der Wunsch nach Macht

Fachwissen und gute Arbeit alleine reichen im Job nicht aus, wenn man die Karriereleiter möglichst weit nach oben klettern möchte. Ohne ausgeprägten Machtwillen schafft man es kaum in die obersten Führungsetagen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Metaberatung. Analysiert wurden dafür Persönlichkeitsprofile von fast 4.000 Führungskräften in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Unter den Top-Führungskräften finden sich deutlich mehr „Machstreber“ als im mittleren Management oder unter den Einsteigern. Was braucht man, um im Beruf erfolgreich zu werden?

Traditionelle Merkmale pushen die Karriere

„Die Top-Manager in der DACH-Region werden auf der Karriereleiter immer noch sehr traditionell nach ihrer Machtmotivation ausgewählt“, sagt Rainer Neubauer, Geschäftsführer von Metaberatung. Eine Diskrepanz zu dem, was öffentlichkeitswirksam oft von vielen Arbeitgebern angepriesen wird. „Trotz der propagierten Verbreitung von Teamwork, Kooperations- und Netzwerk-Strukturen hat sich daran in der Praxis nur wenig geändert. In Zukunft wird sich der moderne Führungsstil jedoch noch stärker neuen Trends in der Unternehmenskultur anpassen müssen“, so Neubauer. Besonders jüngere Generationen würden autoritären Managementstil zunehmend ablehnen. Wer als Führungskraft von morgen sein Team zum Erfolg bringen möchte, muss moderierend tätig werden.

Eigenschaften Erfolg

Selbstlos handeln? Eher uninteressant für die Jungen.

Die Fähigkeit, andere im Team selbstlos zu unterstützen, ist dabei ein wichtiges Persönlichkeitsmerkmal. Mit der Selbstlosigkeit tun sich aber vor allem die Jungen schwer. Nachwuchsführungskräfte weisen eine geringere Bereitschaft auf, andere Arbeitnehmer in ihrer Entwicklung zu unterstützen. Der Grund: Dieses Handeln wird beim Karrierestart oft als hinderlich wahrgenommen. Klettert man auf der Karriereleiter allmählich höher, wird diese Selbstlosigkeit allerdings vom Arbeitgeber eingefordert – Stichwort Zielvereinbarungen oder Teamwork.

„Fähigkeit, aus den eigenen Fehlern zu lernen.“

Das Streben nach Macht alleine reicht für eine Position ganz oben aber noch nicht aus. Folgende Eigenschaften sind laut den analysierten Persönlichkeitsprofilen außerdem gefragt: Überdurchschnittliche Kreativität, Schlagfertigkeit und der Wille zum Lernen. „Die Bereitschaft zu lernen ist bei den Top-Managern im Vergleich zu den Nachwuchsführungskräften stärker ausgeprägt. Dies beinhaltet auch die zentrale Fähigkeit, aus den eigenen Fehlern zu lernen„, erklärt Neubauer.

Zur Studie

Für die Studie hat Metaberatung 3.895 Persönlichkeitsprofile von Führungskräften der DACH-Region verglichen und ausgewertet. Davon waren 15,4 Prozent Nachwuchsmanager, 45,3 Prozent im mittleren Management und 39,9 Prozent im Top-Management tätig. Der Anteil der weiblichen Führungskräfte lag bei 16,2 Prozent.

Bildnachweis: rawpixel / Shutterstock; PathDoc / Shutterstock

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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