Und tschüss! Gründe, warum Arbeitnehmer ihre Sachen packen

von in Arbeitsleben, HR am Mittwoch, 18. März 2015 um 11:38

Mehr als jeder zweite Arbeitnehmer träumt in diesem Moment von einem neuen Job. Vielleicht informiert er sich gerade auf seinem Smartphone über neue Jobinserate. Oder formuliert gedanklich bereits seine Kündigung. Zu diesem Schluss kommt die Arbeitsmarktstudie Kelly Global Workforce Index. Für HR-Abteilungen ist folgendes Ergebnis womöglich beunruhigend. Fast die Hälfte der zufriedenen Angestellten sieht sich trotzdem nach Job-Alternativen um. Die gute Nachricht: Der Workforce Index verrät auch, womit man gute Talente am ehesten binden kann um zu verhindern, dass Arbeitnehmer kündigen.

Wenn Mitarbeiter die Flucht ergreifen

60 Prozent der Arbeitnehmer weltweit planen, sich einen neuen Job zu suchen – so das Ergebnis des Kelly Workforce Index. Die Studie hat untersucht, was die Gründe dafür sind und wie es Arbeitgebern gelingen kann, Talente zu finden und an sich zu binden.

6 Gründe, warum Arbeitnehmer kündigen

  1. Der Top-Grund: Gehalt und andere finanzielle Faktoren sind für 60 Prozent der Studienteilnehmer ausschlaggebend.
  2. Fehlende Möglichkeit zur Weiterentwicklung nennen 41 Prozent als Grund.
  3. Wenn es um die Work-Life-Balance schlecht bestellt ist. Das sagen 36 Prozent.
  4. Schlechte Stimmung innerhalb der Belegschaft? Das ist für 33 Prozent Grund genug, um Job und Arbeitgeber hinter sich zu lassen.
  5. Das aktuelle Management ist laut 28 Prozent der Befragten dafür verantwortlich, dass man den Job wechseln möchte.
  6. Dem Stress möchten 26 Prozent durch eine Kündigung entfliehen.

Geld ist nicht alles. Das zählt für Jobsuchende außerdem:

Muss sich ein Bewerber zwischen zwei potenziellen Arbeitgebern entscheiden, macht er das nicht nur am Gehalt fest. Diese Faktoren sind außerdem ausschlaggebend für die Wahl des zukünftigen Brötchengebers:

  • Work-Life-Balance: 64 Prozent
  • Möglichkeit zur Weiterentwicklung: 62 Prozent
  • Trainings- und Fortbildungsprogramme: 58 Prozent
  • Bedeutsame Arbeit: 28 Prozent

Auch wenn ein gutes Gehalt zufriedenstellen kann: Laut Studie darf man sich als Arbeitgeber nicht darauf verlassen, mit Geld alles hinbiegen zu können. Attraktive Arbeitgeber bezahlen nicht nur wettbewerbsfähige Gehälter oder fetten die finanzielle Vergütung mit Benefits auf, sondern schnüren ein Gesamtpaket. Die Gelegenheit, Neues zu lernen, eine gute Work-Life-Balance, flexible Arbeitszeiten oder sozialbewusste Arbeit stehen bei Angestellten teilweise höher im Kurs, als ein ansehnlicher Gehaltszettel.

Mehr Zeit fürs Leben haben

Zwei Dauerbrenner gibt es, die sich in der Vergangenheit in so ziemlich jeder Studie zum Thema Zufriedenheit und Arbeitgeberattraktivität wiederfinden: Flexible Arbeitszeiten und eine verbesserte Work-Life-Balance. Der Wunsch nach diesen beiden Dingen taucht auch in der Kelly Studie auf: Flexible Arbeitszeiten sind laut Befragung eine der Top-Eigenschaften einer idealen Arbeitsumgebung. Eine gute Work-Life-Balance ist unangefochtene Nummer Eins wenn es darum geht, Talente an sich zu binden.

Alle Daten gibt es auch visualisiert in einer Infografik.

Bildnachweis: Iculig / Shutterstock

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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