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Arbeitsrecht

Überstunden steuerfrei – wann geht das?

Hr tipps Arbeitsrecht Ueberstunden

Es gibt meh­re­re Mög­lich­kei­ten, wann Über­stun­den steu­er­frei oder zumin­dest steu­er­be­güns­tigt sein kön­nen.

Bei einem Jah­res­brut­to­ein­kom­men von bis zu 11.000 € (das ist der Betrag nach Abzug der Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge) sind auch dar­in ent­hal­te­ne Über­stun­den und Über­stun­den­zu­schlä­ge zur Gän­ze steu­er­frei.

Bei einem Jah­res­brut­to­ein­kom­men von mehr als 11.000 € wer­den bei Über­stun­den mit bis zu 50 % Zuschlag die ers­ten zehn Über­stun­den­zu­schlä­ge im Monat steu­er­frei belas­sen. Der steu­er­freie Höchst­be­trag ist dabei aber mit 86 € beschränkt.

Neben die­sen zehn 50 % Über­stun­den-Zuschlä­gen kön­nen auch Über­stun­den­zu­schlä­ge für die Arbeit an Sonn‑, Fei­er­ta­gen und in der Nacht steu­er­be­güns­tigt sein. Zuschlä­ge für Sonn‑, Fei­er­tags- und Nacht­ar­beit sind bis 360 € im Monat steu­er­frei, Zuschlä­ge bei über­wie­gen­der Nacht­ar­beit bis 540 € im Monat.

Steuerfreibeträge

Da die Steu­er­frei­gren­zen für Über­stun­den­zu­schlä­ge und für Schmutz‑, Erschwer­nis- oder Gefah­ren­zu­la­gen gemein­sam gel­ten, kann die Aus­be­zah­lung sol­cher Zula­gen die obi­gen Steu­er­frei­be­trä­ge für Über­stun­den­zu­schlä­ge ver­rin­gern. Es gilt daher, dass ins­ge­samt nicht mehr als zehn 50 % Über­stun­den­zu­schlä­ge (maxi­mal 86 €) und 360 € oder 540 € im Monat steu­er­frei belas­sen wer­den dürfen.

Stand: Mai 2018

Autor: Mag. Dr. Klaus Mayr LL.M. ist Refe­rent in der Kam­mer für Arbei­ter und Ange­stell­te (Abt. Kom­pe­tenz­zen­trum Betrieb­li­che Inter­es­sen­ver­tre­tung), Mit­glied der Selbst­ver­wal­tung der GKK, Lek­tor der Uni­ver­si­tä­ten Linz & Wien, Fach­kun­di­ger Lai­en­rich­ter beim OGH.