Arbeit darf nicht krank machen! Vier Faktoren zur Job-Gesundheit

von in Arbeitsleben am Mittwoch, 24. April 2013 um 10:40

Arbeit per se macht nicht krank. Im Idealfall bereichert sie das Leben, sorgt für Erfüllung. Es gibt jedoch auch arbeitsbedingte Faktoren, die negativen Einfluss auf Gesundheit und Wohlbefinden haben können. Eine aktuelle Studie aus Deutschland zeigt einmal mehr auf, welche bekannten Übeltäter in Büro & Co. auf uns lauern. Weiters werden auch Einflüsse aufgezeigt, die nicht sofort auf der Hand liegen bzw. im Alltag wohl meist vergessen werden.

1. Missachtung der eigenen Interessen

Besonderes Augenmerk wurde bei der Untersuchung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin auf die Abläufe im Unternehmen und deren Auswirkungen auf die Gesundheit der Betroffenen gelegt. Und es zeigt sich: Beschäftigte, die ihre Interessen bei der Umsetzung von Veränderungen im Unternehmen berücksichtigt sehen, fühlen sich besser. Sie haben weniger Fehlzeiten und weisen zudem weniger depressive Symptome auf.

2. Zu hohe Anforderungen

Stress durch zu viel Arbeit bzw. quantitativ zu hohe Anforderungen wird durch die Umfrage als weiterer Krankmacher bestätigt. Menschen, die darüber klagen, fühlen sich stärker von der Arbeit erschöpft als jene, die mit dem Umfang ihrer täglichen Arbeit gut zurecht kommen.

3. Unsicherheit macht Angst

Ist der eigene Arbeitsplatz unsicher, schlägt sich dies ebenfalls auf Gemüt und Gesundheit. Gerade letzteres programmiert Probleme vor – denn Fehlzeiten durch Krankheit wirken sich bekanntlich nicht positiv auf ein unsicheres Arbeitsverhältnis aus. Doch genau dann, wenn der eigene Arbeitsplatz als unsicher eingestuft wird, leiden Gesundheit und Psyche. Weiters leidet diese Gruppe häufiger unter depressiven Symptomen. Über die negativen Auswirkungen der Jobunsicherheit auch auf die Unternehmen hat sich übrigens bereits eine Studie der Johannes Kepler Universität Linz beschäftigt.

4. Konflikte zwischen Arbeits- und Privatleben

Ebenfalls abgefragt wurden mögliche Konflikte zwischen Arbeits- und Privatleben. Hier zeigte sich, dass sich Menschen in Konfliktsituationen stärker von der Arbeit erschöpft fühlen. Zudem berichtete diese Gruppe von mehr Beschwerden, als jene, die keine Konflikte dieser Art erleben.

Nachsatz zur Befragung: Für die Studie wurden 15.000 Menschen aus Bochum zwischen 18 und 65 Jahren befragt, die Teilnahmequote liegt bei 23,8 Prozent. Die Studienautoren betonen, dass die Ergebnisse vorsichtig zu interpretieren sind, da die Teilnahmequote der Erwerbstätigen mit weniger als 30 Prozent vergleichsweise gering ist.

Bildnachweis: ayelet-keshet / Quelle Shutterstock, Taige / Quelle Shutterstock

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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