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Kampf dem Gähnen! Oder: Fünf Tipps gegen Frühjahrsmüdigkeit

Produktivität Erstellt am: 23. März 2014 3 Min.

Sie kommt so sicher wie der Osterhase – die Frühjahrsmüdigkeit. Allein der Blick in die Gesichter der Arbeitskollegen verrät: Sie schlägt gnadenlos zu und verschont die wenigsten. Die morgendliche Schlange an der Kaffeemaschinescheint gar nicht abzureißen. Kollegen-Smalltalk dreht sich in erster Linie um die jahreszeitlich bedingte Schlappheit und nicht ausreichenden Schlaf. Sofern das große Gähnen ein halbwegs anregendes Gespräch überhaupt zulässt. Bevor Sie jetzt aber wegnicken – fünf Tipps, wie Sie sich wieder in Schwung bringen.

Längere Tage, mehr Licht, wärmere Temperaturen – die „Schuldigen“ für die im Frühjahr grassierende Müdigkeit sind schnell ausgemacht. Denn was in der Natur Pflanzen und Tiere erst aufweckt, macht uns Menschen schlapp, führt mitunter zu Kopfschmerzen – ähnlich einem Jetlag, den man von langen Flugreisen kennt.

Die Umstellung auf die Sommerzeit kommendes Wochenende wird dazu ihren Teil auch noch beitragen.

Frühjahrsmüdigkeit: Hormone im Fight

Der Übergang vom Winter in den Frühling setzt unserem Körper etwas zu: Mehr UV-Strahlen und steigende Temperaturen bringen nämlich unseren Hormonhaushalt in Aufruhr. Während im Winter eine größere Menge des Schlafhormons Melatonin ausgeschüttet wird, kommt es im Frühling zu einer stärkeren Produktion des Glückshormons Seratonin. Und dieses Match des körpereigenen Müdemachers gegen den Muntermacher fordert eben Tribut.

Dazu kommt, dass die zunehmende Wärme unsere Blutgefäße weiter werden lässt und somit der Blutdruck sinkt.

„Bei diesen Temperaturen im Frühjahr werden auch viele Bakterien aktiv“, erklärt Psychologe Michael Schellberg im Gespräch mit der APA: Der Körper ringe ständig mit Infektionen, von denen man bewusst gar nichts mitbekomme – und dies strenge den Organismus ebenso etwas stärker an.

Keine Sorge, Frühjahrsmüdigkeit ist keine Krankheit und verschwindet auch von selbst wieder. Bis Mai sollte sich der Körper auf die neuen Gegebenheiten eingestellt haben.

Wer darauf aber nicht warten möchte – hier einige Tipps, wie man sich selbst wieder etwas in Schwung bringt.

1. Bewegung: Je weniger man sich in der freien Natur bewegt, umso länger wird der Körper damit beschäftigt sein, das Match Seratonin-Melatonin auszutragen. Gehen Sie beispielsweise zu Fuß ins Büro oder nehmen Sie das Rad. Das regt nicht nur den Kreislauf an, sondern hilft dem Körper, seine innere Uhr mithilfe des Tageslichts auf die neue Jahreszeit einzustellen.

2. Kälte: Heiß-Kalt-Duschen und Sauna-Aufgüsse mit darauffolgender Abkühlung helfen ebenfalls bei Anpassungsproblemen des Körpers. Auch könne es helfen, bei kurzen Erledigungen im Freien öfters einmal bewusst auf eine Jacke zu verzichten.

3. Ernährung: Eigentlich logisch. Im Winter greift man tendenziell leichter zu deftiger Kost, die aber, wie man weiß, auch ziemlich träge machen kann. Im Frühling sollte man sich wieder verstärkt Fitmachern wie Obst und Gemüse zuwenden. Wer sich im Frühjahr wach essen möchte, sollte zu Champignons, Scholle oder Lachs greifen. Das darin enthaltene Vitamin D3 ist nämlich derselbe Stoff, der auch gebildet wird, wenn Sonnenlicht die Haut trifft. Und dieses regelt nicht nur den Kalziumhaushalt, sondern unterstützt auch das Immunsystem bei der Bildung von Abwehrzellen. Doch auch Vitamin C hilft uns, im Frühling fitter zu werden: Auch dieses stärkt das Immunsystem. Besonders viel davon ist übrigens in Petersilie enthalten – die das Zeug zum perfekten Muntermacher hat: Es regt die Verdauung an, stärkt mit seinem hohen Kaliumgehalt das Herz und sorgt für einen guten Stoffwechsel.

4. Frühjahrsputz: Sie werden lachen – der Frühjahrsputz hilft wirklich! Öffnen Sie an einem sonnigen Tag Fenster und Balkontüren und machen Sie in der frischen, lauwarmen Luft ihre Wohnung Frühlings-fit. Damit machen Sie sich klar, dass der Winter zu Ende ist, und mit neuem Elan in den Frühling gestartet wird. Putzen ist zudem ein nicht zu unterschätzender Sport, der auch Kalorien den Kampf ansagt. Besonders effektiv: Fensterputzen! Das hat den angenehmen Nebeneffekt, dass dadurch auch wieder mehr Licht in die eigenen vier Wände dringt. Und das wiederum hilft dem Körper, Seratonin zu bilden ...

5. Frühlingsgefühle: Der Winter lädt natürlich dazu ein, es sich im Warmen gemütlich zu machen, wenn es draußen kalt, finster und nass ist. Und jeder kennt das – ein einmal eingekehrter Schlendrian muss einmal ausgetrieben werden, ein Schweinehund will erst besiegt sein. Doch spätestens bei 14 Grad, Sonnenschein und spießenden Krokussen sollte die Zeit der Selbsttäuschung vorbei sein: Es gibt einfach keinen Grund mehr, sich gegen einen Spaziergang, eine Jogging-Runde oder einen Kaffee in einem sonnigen Gastgarten zu sträuben! Denn der Winter ist vorbei.


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