Gehaltserhöhung: Richtige Vorbereitung führt zu mehr Geld

Richtige Vorbereitung führt zur Gehaltserhöhung

Steht sie im Raum, ist wohl keiner hundertprozentig cool: Die Gehaltsverhandlung. Soll ich oder soll ich nicht? Wann ist der beste Zeitpunkt? Gibt es überhaupt den besten Zeitpunkt für die Forderung nach einer Gehaltserhöhung? Fragen wie diese werden die meisten Betroffenen wohl nur zu gut kennen. Eine Gehaltsverhandlung ist tatsächlich weder eine alltägliche, noch eine einfache Sache. Erleichtern kann man sich diese, in dem man auf gute Rahmenbedingungen achtet. Denn es gibt zwar vielleicht nicht den perfekten, jedoch gute und weniger gute Zeitpunkte für die Frage nach einer Gehaltserhöhung. Und da die Atmosphäre Wesentliches zum Verlauf eines Gesprächs beiträgt, sollte versucht werden, diese möglichst positiv zu beeinflussen.

Zwei Wege zur Gehaltsverhandlung

Zu einer Gehaltsverhandlung kann es auf zwei Wegen kommen: Zum einen, wenn der Arbeitnehmer selbst darum bittet. Zum anderen gibt es Firmen, in denen es neben dem Mitarbeitergespräch auch ein jährliches Gehaltsgespräch gibt. Dies ist grundsätzlich ein guter Ansatz, da man so den Mitarbeitern einen unter Umständen unangenehmen Weg erspart und diese durch den Fixtermin bzw. eine bevorstehende Gehaltserhöhung zusätzlich motiviert. Denn wie viele Studien und Umfragen unter Arbeitnehmern zeigen, ist das Gehalt ein wesentlicher Motivationsfaktor. Gibt es in deiner Firma kein fixes Gehaltsgespräch, wird dir der Weg zum Vorgesetzten wohl nicht erspart bleiben. Du musst dich dabei nicht wie ein Bittsteller fühlen. Klar, du willst in diesem Fall etwas von deinem Vorgesetzten – und zwar mehr Gehalt. Du leistest jedoch auch etwas dafür und die Firma will schließlich auch etwas von dir – deine Arbeitsleistung.

“Was verdiene ich jetzt?” und “Was will ich verdienen?”

Vor dem Gespräch sollten sich Arbeitnehmer genau überlegen, was sie wollen – das heißt: wie die Gehaltserhöhung konkret ausfallen soll. “Was verdiene ich jetzt?” und “Was will ich verdienen?” sind die zwei Fragen, die unbedingt klar sein sollten. Wichtig ist hierbei auch, sowohl Brutto- als auch Nettowerte zu kennen. Als Orientierungshilfe dient natürlich das Gehalt der Kollegen in ähnlichen Positionen – kennt man dieses nicht, bleibt der Blick auf Stellenausschreibungen oder Gehaltsreports wie die karriere.at-Gehaltsserie. Auch der Arbeitgeber sollte nie unvorbereitet in eine Gehaltsverhandlung gehen. Gute Vorbereitung ist ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung und sollte daher keinesfalls zu kurz kommen.

Der richtige Zeitpunkt

Ist der Plan, ein Gehaltsgespräch zu fordern, einmal gefasst und man sich klar, welches Ergebnis die Gehaltserhöhung bringen soll, gilt es als nächsten Schritt taktisch vorzugehen. Das heißt vor allem zu überlegen, wann der richtige Zeitpunkt für das Gespräch ist. Und dies meint sowohl für einen selbst als auch für den Chef und das Unternehmen. Geht es diesem wirtschaftlich gut, hat der Vorgesetzte in der Regel mehr Handlungsspielraum bei den Gehältern. Es ist auch immer ratsam, das Thema Gehalt nach einem persönlichen Erfolg anzusprechen. Dein Vorgesetzter wird wissen, was er an dir hat und dich gerne in der Firma halten wollen.

Was, wenn es nicht klappt?

Scheitert eine Gehaltsverhandlung ist dies meist bitter für den Arbeitnehmer. Auch auf diese Situation sollte man sich gut vorbereiten. Hier einige Tipps:

  • Man sollte nie ohne gute Exit-Strategie in eine Gehaltsverhandlung gehen. Kann man als Arbeitgeber zum Beispiel nicht mehr Gehalt geben, ist vielleicht eine Einigung auch Sachbezüge wie ein Diensthandy möglich. Auch als Arbeitnehmer sollte man sich auf ein Scheitern vorbereiten und nicht unüberlegt reagieren.
  • Für beide Seiten ist es wichtig, das Gesicht zu wahren. Ehrlichkeit und Wertschätzung sollten vor allem bei dem heiklen Thema Gehalt nicht zu kurz kommen.
  • Zu bedenken gilt:  Laut karriere.at-Studie sehen sich zwei Drittel der Arbeitnehmer nach einer gescheiterten Gehaltsverhandlung nach einer neuen Stelle um – will man dieses Risiko eingehen?
  • Als Arbeitgeber sollte man auch bestehende Mitarbeiter für ihren Einsatz belohnen und nicht nur bei Rekrutierungen Zugeständnisse machen.

Bildnachweis: Minerva Studio / Quelle Shutterstock

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