Auf zu neuen Ufern! Warum sich Bewerben im Sommer lohnt

von in Bewerbung, Jobsuche am Montag, 13. Juli 2015 um 10:35

Wenn die Temperaturen steigen und Büros immer dünner besetzt sind, ist es da – das Sommerloch. Wer denkt, dass sich Bewerbungen in der Ferienzeit nicht lohnen, der irrt. Es geht zwar alles etwas langsamer seinen Gang und auch HR-Chefs urlauben mal, trotzdem lohnt es sich, den Sommer für die Jobsuche zu nutzen.

Mythos Sommerpause?

„Im Sommer suchen die Firmen sowieso keine neuen Mitarbeiter“, hört man pünktlich zu Sommerbeginn immer wieder. Das stimmt nur bedingt: Die große Recruitingwelle wird über den Sommer zwar nicht losgetreten, denn auch auch Personalchefs, Geschäftsführer und andere Entscheidungsträger gehen auf Urlaub. Ausschau nach guten Mitarbeitern halten Arbeitgeber aber auch zwischen Juli und September. Der Sommer kann auch eine gute Gelegenheit sein, seine Bewerbung unterzubringen, noch bevor im Herbst HR-Abteilungen und Führungskräfte in den Marathon der Mitarbeitergespräche starten.

Mühlen mahlen etwas langsamer

Eines vorweg: Wer den Sommer für Bewerbungen nutzt, muss auch etwas Geduld mitbringen. Viele Entscheidungsträger sind auf Urlaub, Bewerbungen bleiben mitunter ein bis zwei Wochen liegen, bis sie überhaupt einmal gesichtet werden. Bis zum Nachhaken sollte man im Sommer daher etwas mehr Zeit verstreichen lassen, als üblich.

Die eigene Online-Präsenz pflegen

Die Sommermonate eigenen sich gut, um die eigene Online-Präsenz auf Vordermann zu bringen. Dazu zählen Social Media Kanäle (auch privat genutzte Accounts auf Inhalte und Privatsphäreeinstellungen prüfen!), Blogs und Profile in Business-Netzwerken wie Xing oder LinkedIn. Tipps für den Umgang mit der eigenen Online-Reputation sind hier zu finden. Auch Einträge in Bewerberdatenbanken kann man im Sommer auf den neuesten Stand bringen.

Bewerbung Sommer

Initiativbewerbungen als Chance

Auch wenn der Wunscharbeitgeber momentan kein Inserat mit einer passenden Jobausschreibung schaltet: Eine Bewerbung „ins Blaue hinein“ kann sich trotzdem lohnen. Noch bevor ein Job ausgeschrieben wird, hat man als passender Kandidat bereits einen Fuß in der Tür. Vorausgesetzt, die HR-Abteilung des Wunschunternehmens verfügt über einen gut strukturierten Talentepool. Manche Arbeitgeber wissen bereits im Sommer, welche Stellen ab Herbst geschaffen oder neu besetzt werden sollen, schalten aber noch kein Inserat.

Sommerzeit ist Recherchezeit

Besonders dann, wenn man eine Initiativbewerbung abschicken möchte, muss man einiges über den Wunscharbeitgeber herausfinden:

  • Welche Jobs sind momentan ausgeschrieben, welche Stellen wurden in der Vergangenheit besetzt?
  • Wer ist Ansprechpartner in der Personalabteilung?
  • Ein Blick auf Organigramm und – falls vorhanden – die Teamseite: Wie setzen sich die Teams zusammen?
  • Gibt es auf der Unternehmensseite News zu neuen Produkten oder Geschäftsfeldern?
  • Kennt man vielleicht jemanden, der bereits im Unternehmen arbeitet?

Wenig Konkurrenz im Sommer

Viele Bewerber, die nicht akut auf Jobsuche sind, genießen den Sommer und nehmen sich erst für den Herbst vor, beruflich durchzustarten. Die Konkurrenz am Jobmarkt ist deshalb im Sommer nicht besonders groß. Ferienzeit, Freibad und Jobsuche schließen sich übrigens nicht aus: Dank Smartphone kann man auch am See oder unterwegs nach Jobs und Firmeninfos Ausschau halten.

Bildnachweis: Sunny studio / Shutterstock; Kite_rin / Shutterstock

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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