Zum ersten Adventwochenende: Tipps gegen den Weihnachtsstress

von in Arbeitsleben am Freitag, 30. November 2012 um 11:03

Das erste Adventwochenende ist da und spätestens jetzt wird wohl den meisten bewusst, dass Weihnachten wirklich vor der Tür steht. Die ersten Weihnachtskarten und -geschenke liegen vielleicht schon am Schreibtisch, die Adventkalender-Öffnungs-Reihenfolge mit den Kollegen ist längst ausgeschnapst. Die Tage bis Weihnachten sind schnell gezählt und in vielen heimischen Büros heißt es auch heuer wieder: Dieses oder jenes muss bis Weihnachten noch erledigt werden. Addiert man noch die privaten Geschenk-Herausforderungen, ist Stress vorprogrammiert. Diesem kann man jedoch entkommen, meint Arbeitspsychologin Helga Schloffer.

Die sieben Stressfallen der Vorweihnachtszeit

  1. Stress mit den Vorbereitungen: „Man sollte früh genug mit den Weihnachtsvorbereitungen anfangen, realistisch planen und einen Zeitpolster für Unvorhergesehenes einplanen, damit der ganze Plan nicht wie ein Kartenhaus zusammenfällt“, so Schloffer.
  2. Stopp sagen: Wer kennt das nicht? Vor Jahresabschluss geht es in den meisten Firmen noch einmal so richtig stressig zu. Für die Gesundheits- und Arbeitspsychologin ist es daher besonders wichtig, auch einmal Stopp zu sagen bzw. sich rechtzeitig zu melden, wenn man keine freien Kapazitäten mehr hat. Auch der Arbeitgeber kann dazu beitragen, so die Psychologin, die Stressbelastung für die Mitarbeiter möglichst gering zu halten.
  3. Pause machen: Meistens nimmt man sich zu wenig Zeit für Pausen. Abhilfe schaffen hier, so Schloffer, die „erzwungenen“ Pausen. Eine solche ist etwa das Warten auf den Bus oder die Zeit im Stau. Anstatt sich zu ärgern kann man versuchen, die Auszeit als solche hinzunehmen.
  4. Das Glas ist halbvoll: Der Spruch ist alt, sein Wahrheitsgehalt wird jedoch nicht schlecht. „Man sollte sich am Gelungenen erfreuen und die positiven Seiten sehen“, erklärt die Psychologin, dass Stress immer abhängig von der jeweiligen Einschätzung und Situation ist. Umgemünzt auf Weihnachten könnte dies etwa bedeuten: Nicht ärgern, dass noch Geschenke fehlen sondern sich über jene freuen, die man schon hat.
  5. Ausweichen statt auszucken: Weihnachtslieder sind, das ist außer Frage, nicht jedermanns Sache. Anstatt sich der Beschallung in den Kaufhäusern auszusetzen, könnte man dieser einfach Ausweichen – etwa in dem man online oder in musikfreien Geschäften kauft.
  6. Traditionen und deren Ablaufdatum: Weihnachten bzw. die Weihnachtsfeiertage laufen in vielen Familien seit jeher nach dem gleichen Muster ab. Traditionen sind schön, manchmal hilft es jedoch auch, sich von manchen zu verabschieden bzw. sie zu adaptieren. „Traditionen vermitteln zwar einen sicheren Rahmen, sind aber zu hinterfragen. Oft ist es sogar eine große Erleichterung für alle Beteiligten, wenn sich starre Traditionen ein wenig auslösen“, so Schloffer.
  7. Das richtige Timing: Stress lässt sich (leider) nicht timen und gehetzt unter dem Christbaum kommt wohl keiner in Feststimmung. Um eine gemütliche und möglichst entspannte Atmosphäre zu schaffen, kommt es daher auf das richtige Timing an. Die Bescherung oder das Essen flexibel zu gestalten bzw. im Fall der Fäll etwa zu verschieben, kann hierbei Abhilfe verschaffen.

Bildnachweis: suze / Quelle Photocase

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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