12. Dezember 2016 · Arbeitsleben · von

„Schöne neue Arbeitswelt!?“ 8 Statements vom karriere.talk #2

Geld oder Leben? Kind oder Karriere? Fragen, die man früher meist mit einer Entscheidung für das eine oder das andere beantwortet hat. Heute muss beides sein! Wie? Natürlich durch eine ausgewogene Work-Life-Balance. Außerdem wird alles anders: Digitalisierung und Industrie 4.0…
Beim zweiten karriere.talk in Linz wurde viel diskutiert und hinter die Kulissen geblickt – wir haben die spannendsten Statements vom  karriere.talk im Überblick:

44 Prozent aller Arbeitsplätze in Österreich sollen bis 2040 wegrationalisiert sein – Studien besagen das. Aber beschränkt sich die Arbeitswelt der Zukunft wirklich auf das Thema „Mensch versus Maschine“?
Ende November hat karriere.at zum zweiten Mal zum karriere.talk ins Linzer Central geladen und darüber diskutiert, was es heißt, einer zunehmend agilen und sich ständig wandelnden Arbeitswelt begegnen zu müssen – gemeinsam mit diesen vier Speakern:

• Madeleine Alizadeh – Bloggerin dariadaria.com
• Karl Edlbauer – Co-Founder und Geschäftsführer hokify
• Bettina Kubicek – Prof. für Organisationsentwicklung FH OÖ
• Martin Öller – CEO Loxone Electronics

8 Statements vom karriere.talk #2

Wir haben die spannendsten Ansichten, Thesen und Tipps für euch zusammengefasst und lassen den Abend auch noch einmal in Bildern Revue passieren:

#1 Diese drei Dinge braucht man meiner Meinung nach für beruflichen Erfolg: Leidenschaft, Verständnis für seine Branche und Teamfähigkeit! Ohne Leidenschaft fürs Business hat man schon im Bewerbungsgespräch schlechte Karten. Martin Öller

#2 Tagtäglich warten neue Herausforderungen, manchmal muss man Rückschläge einstecken. Für mich hat es deshalb Vorrang, wenn bei einem Mitarbeiter die Einstellung stimmt: Wir brauchen Macher viel eher als passende Skills! Die wohl wichtigste Eigenschaft heute ist es, sich Dinge „on the go“ selbst beizubringen und immer flexibel zu bleiben. Karl Edlbauer

#3 Die Herausforderungen an Berufseinsteiger sind heute ganz andere als vor einigen Jahren. Zuerst muss man eine fixe Position finden, dann folgt ständige Weiterbildung und Entwicklung. Das alte Schema „Lehre – Beruf – Pension“ gibt es so nicht mehr. Bettina Kubicek

#4 Work-Life-Balance ist ein Wort, das für selbstständige Blogger schwer zu fassen ist. Wenn ich privat wandern gehe, einen schönen Ausblick genieße und hunderte Fotos schieße, landen die selten im Fotoalbum zuhause, sondern eher am Blog. Ich empfinde es aber als Freiheit, mich finanziell entscheiden zu können, wann ich etwas tue und wann nicht – das macht mich à la longue glücklicher. Madeleine Alizadeh

#5 Jeder Mitarbeiter schlüpft bei uns in die Unternehmerrolle: Zeit und Ort kann sich jeder selbst einteilen. Wenn jemand am Mittwochvormittag Tennisspielen will, soll er das tun! Karl Edlbauer

#6  Die Automatisierung sollte uns schon zum Nachdenken bringen. Es liegt aber vor allem in der Verantwortung des Unternehmens. Adidas beispielsweise plant in Zukunft wieder in Deutschland produzieren zu lassen – alles voll automatisiert. Dann verlieren aber auch zigtausende Menschen in Asien ihre Jobs. Madeleine Alizadeh

#7 Immer nur im Büro sitzen? Zum Arbeiten gehen unsere Mitarbeiter regelmäßig in Kaffeehäuser und andere spannende Hotspots, das lockert auf und macht kreativ. Karl Edlbauer

#8 Als Unternehmen muss ich die Bedürfnisse meiner Mitarbeiter erkennen. Was passt besser: Zeitmodell oder Zielvorgaben? Flexiblität muss an Mitarbeiter weitergegeben werden, wird dann aber auch gefordert. Flexible Arbeit bringt nur etwas, wenn man den Personen vertraut. Bettina Kubicek

Bildnachweis: tonefotografia/Shutterstock; karriere.at

Tanja Karlsböck

Tanja Karlsböck verfasst Blogposts rund umʼs Arbeitsleben, denn Schreiben ist ihre liebste Kulturtechnik.

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