Karrieretipps und Ratschläge, die du nicht zu ernst nehmen solltest

von in Arbeitsleben am Donnerstag, 9. März 2017 um 11:38

Gut gemeint ist nicht immer gut – so auch manche Karrieretipps und Ratschläge, die einem im Laufe eines Berufslebens begegnen. Auch hier gilt: One size doesn’t fit all. Was dem einen hilft, schadet vielleicht dem nächsten – und umgekehrt. Hier fünf Karrieretipps, die du nicht unbedingt befolgen musst.

#1 Für den Einstieg erstmal irgendeinen Job

„Fang notfalls halt ganz unten an. Dann hast du beim Unternehmen schon mal einen Fuß in der Türe!“ Dieser Plan kann natürlich aufgehen, tut er aber nicht immer. Zum Beispiel dann, wenn du einen Arbeitgeber erwischst, dem die interne Weiterentwicklung seiner Mitarbeiter ziemlich egal ist. Warum sollte er dich von deinem aktuellen Job „wegbefördern“ – noch dazu, wenn du den gut erledigst? Akzeptiere daher nicht jeden Job als Lückenfüller, wenn du nicht sicher bist, was Weiterbildungschancen und Perspektiven im Unternehmen betreffen. Je weiter weg sich die „Lückenfüllerposition“ von deiner eigentlich angestrebten Stelle befindet, desto schwieriger wirds, von dort wegzukommen. Falls es mit dem internen Aufstieg nicht klappt, bleibt natürlich immer noch Plan B: Andere Arbeitgeber haben auch schöne Jobs.

#2 Mach nur, was du liebst!

Ein Ratschlag, der ganz schön stressen kann. Wer seine Leidenschaft zum Beruf macht, steigt dabei nicht immer als Gewinner aus. Wird aus dem Hobby ein Job, birgt das auch Schattenseiten. Außerdem: Muss man seinen Job lieben? Reicht es nicht aus, ihn einfach nur ganz okay zu finden? Diese Frage muss jeder für sich selbst beantworten.

#3 In einem neuen Job muss man mindestens ein Jahr bleiben

Fakt ist: Wer häufig Jobs wechselt, muss das erklären können und läuft vielleicht auch Gefahr, von Personalern aussortiert zu werden. Stichwort Jobhopper. Es kann aber auch sein, dass sich dein neuer Job als Job aus der Hölle entpuppt: Das Aufgabengebiet völlig anders als besprochen, der Vorgesetzte so richtig bossy und dein neuer Kollege ist Mobbing-Profi. Das ganze ein Jahr durchziehen oder doch lieber weiterziehen?

#4 Sag zu keiner Aufgabe „Nein“

Eine Gratwanderung zwischen „sich nicht zu schade sein“ und einer Karriere als Mädchen für alles. Aufgaben kategorisch abzulehnen, weil sie dir zu minder sind, ist natürlich nicht der richtige Weg. Vor allem im Teamwork zählt, sich auch mal die Hände schmutzig zu machen und dort anzupacken, wo man eigentlich nicht müsste. Widerspruchslos alles zu erledigen, was dir andere auftragen, wird dich aber auch nicht ans Ziel führen. Außer, du legst es darauf an, dir einen Ruf als Mitarbeiter zu erarbeiten, dem man auch die langweiligen Routinetasks einfach umhängen kann.

#5 Du musst netzwerken, was das Zeug hält!

Networking kann die eigene Karriere vorantreiben, das stimmt. Beim Netzwerken gilt jedoch auch: Qualität vor Quantität. Besser, einen wertvollen Kontakt im Rahmen einer Veranstaltung gewinnen, als wahlloses Pilgern zu zahlreichen Networking-Events und Business-Lunches. Dazu kommt auch, dass viele Menschen nicht gerne netzwerken. Wer sich dazu zwingt, wirkt verkrampft und strahlt das oft auch aus. Vor allem Introvertierten ist Networking mehr Gräuel als Chance zum Karriereglück. Eine kleine Anleitung für stille Wasser und Netzwerk-Muffel gibts übrigens hier. Noch mehr Tipps für gutes Networking sind in diesem Beitrag zu finden.

Bildnachweis: LOFTFLOW/Shutterstock

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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