13. April 2017 · Gehalt, HR · von

Im Vertrieb: Was bekommen die Top-Seller Österreichs?

Der ideale Sales-Job befindet sich in der IT- und Software-Branche in einem Großkonzern. Wer dafür 16 bis 20 Jahre Berufserfahrung und ein postgraduales Studium mitbringt, Personalverantwortung übernimmt und in Salzburg wohnt, ist auf dem besten Weg zum Sales-Bestverdiener. Laut einer aktuellen Gehaltsstudie beeinflussen diese Faktoren Vertriebsgehälter maßgeblich. Noch mehr Einblicke rund um Gehälter in der Vertriebsbranche:

Neue Insights in die Gehaltssituation österreichischer Sales-Profis gibt die aktuelle Gehalts-Studie der jobs Personalberatung. Mehr als 500 Personen aus der Verkaufsbranche haben für die aktuelle Auflage der Studie verraten, was sie verdienen und welche Faktoren sie in ihrem Sales-Job zufrieden machen.

Wie viel Gehalt ist im Verkauf zu holen?

Verkaufs- oder Vertriebsleiter sind laut Studie mit durchschnittlich 76.500 Euro brutto jährlich die Top-Verdiener der Branche. 2015 lag dieser Wert mit 85.000 Euro allerdings wesentlich höher. Wer im Verkaufsaußendienst tätig ist, verdient jährlich rund 65.000 Euro, im Innendienst liegt das Durchschnittsgehalt bei 39.500 Euro.

Diese Faktoren beeinflussen den Verdienst

  • Branche: Sales-Gehälter in der IT- und Software-Branche sind am höchsten (durchschnittlich 97.957 Euro jährlich), gefolgt von der Pharma- und Telekommunikationsbranche. Ranking-Schlusslichter sind die Branchen Eisen/Metall, Werbung und Marketing sowie Transport und Verkehr.
  • Berufserfahrung: Die größten Gehaltssprünge geschehen in den ersten zwanzig Jahren der Karriere, danach bleibt das Verdienstlevel relativ konstant.
  • Vertriebsgebiet: Je größer das betreute Gebiet, desto höher auch das Gehalt. Die Sales-Verantwortung für ganz Österreich und das Ausland bringt monetär am meisten. Wer sein Gehalt steigern möchte, sollte sein Vertriebsgebiet zumindest auf mehrere Bundesländer ausweiten.
  • Innen- und Außendienst: Reisetätigkeit bringt zusätzliches Geld, am meisten verdienen jedoch jene, die Innen- und Außendienst kombinieren und zwischen vier und zwanzig Außendiensttage monatlich absolvieren.
  • Geschlecht: Der Vergleich der Vollzeitgehälter zeigt, dass Männer durchschnittlich 20 Prozent mehr verdienen als Frauen im Sales. Der Frauenanteil in Führungspositionen liegt bei 9,5 Prozent (Studie 2015: 3,8 Prozent).
  • Ausbildung: Ein postgraduales Studium macht sich bezahlt: Am besten bezahlt sind Personen mit Masterabschluss oder vergleichbarer Qualifikation (durchschnittlich 100.000 Euro jährlich)
  • Benefits: Zur Grundausstattung an Zusatzleistungen zählen bereits seit Jahren Handy, Laptop, Spesenersatz und ein Firmenauto. Viele Sales-Mitarbeiter haben außerdem einen eigenen Parkplatz. Sonderprämien und Pensionsvorsorge finden sich als Benefits außerdem in den Top 10 der Zusatzleistungen.

Das wünschen sich Sales-Profis im Job

  • Zurückhaltender, als in der Studie 2015, blicken die Befragten in die Zukunft. Das liegt auch an der gestiegenen Zufriedenheit. Den Wechsel zu einem anderen Unternehmen ziehen 40 Prozent innerhalb der nächsten fünf Jahre in Betracht (2015: 47 Prozent). Der Wunsch nach einer Führungsfunktion oder das Übernehmen eines größeren Verantwortungsbereichs, das findet sich auf den Plätzen 2 und 3.
  • Was macht im Job zufrieden? Die Antwort auf diese Frage lautet klar: Selbstständiges Arbeiten. Danach folgen der Kontakt zu den Kunden, gutes Arbeitsklima, Verantwortung, neue Herausforderungen und flexible Arbeitszeiten.

Bildnachweis: Don Pablo / Shutterstock

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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