Bewerbungsschreiben: 5 Fehler, die jede Bewerbung versauen

von in Bewerbung, Jobsuche am Mittwoch, 29. April 2015 um 10:32

Bewerbungen schreiben: Macht meistens keinen Spaß und zählt zu den eher unangenehmen Aufgaben. Damit die ganze Arbeit nicht umsonst ist, sollte man Fehler in der Bewerbung möglichst vermeiden. Wir stellen fünf häufige Fettnäpfchen vor und zeigen, wie man sie vermeidet.

#1: Eine für alle

Das Verfassen von Bewerbungen kostet viel Zeit und Energie. Wäre doch verlockend, diesen Prozess so ökonomisch wie möglich zu gestalten und eine Bewerbung an alle Arbeitgeber zu verschicken? Die Wahrheit ist: Es gibt sie nicht, die eine Bewerbung, die zu allen angepeilten Jobausschreibungen passt. Als Bewerber kommt man nicht drum herum, für jede Jobausschreibung eine eigene Bewerbung zu formulieren. Man muss das Rad allerdings nicht immer komplett neu erfinden: Steht das Grundgerüst für ein Anschreiben einmal, kann man es relativ schnell individualisieren und an den ausgeschriebenen Job anpassen.

#2: Langweilige Floskeln

„Hiermit bewerbe ich mich auf die von Ihnen ausgeschriebene Stelle.“ Diesen Schluss wird der Empfänger beim Erhalt der Bewerbung ziemlich sicher von selbst ziehen, deshalb: Keine Chance der leeren Floskel! Wählt man trotzdem einen Standardsatz zur Einleitung, muss dafür der zweite Teil sitzen. Die ersten beiden Sätze eines guten Motivationsschreibens bieten die Chance, einen spannenden Einstieg zu bieten. Diese Chance sollte man nicht vergeben, indem man den HR-Verantwortlichen mit leeren Floskeln langweilt. Besser gleich zu Beginn zeigen, was man kann:

  • „Meiner langjährigen Tätigkeit im Außendienst verdanke ich fundierte Branchenkenntnisse und ausgezeichnete Kontakte im Gastronomie-Bereich. Meine Bewerbung und mein Lebenslauf geben Ihnen einen Überblick über meine Kompetenzen und mein Fachwissen.“

#3: Es war einmal…

Soll man etwas über sich erzählen, startet man gerne in der Vergangenheit und arbeitet sich bis in die Gegenwart vor. Das sollte man im Bewerbungsschreiben möglichst vermeiden. Im Mittelpunkt sollten Dinge stehen, die einen aktuell auszeichnen. Rückgriffe in die Vergangenheit sind natürlich gestattet, sofern sie zu einem „runden Bild“ beitragen: Wirklich wichtige berufliche Stationen, Erfolge, Ausbildungen. Alle anderen Stationen eines Berufslebens kann der Personalist sowieso im Lebenslauf nachlesen.

#4: Understatement vs. Überheblichkeit

Die einen übertreiben gerne, die anderen stellen ihr Licht unter den Scheffel: Es ist oft schwer, die goldene Mitte zu finden. Wo hört gutes Selbstmarketing auf, wo fängt Überheblichkeit an? Als Faustregel gilt: Sätze nicht zu oft in der Ich-Form formulieren, auf Konjunktiv verzichten, Stärken aufzuzeigen ist ok – Lügen nicht.

#5: Romane schreiben

Es gibt Personalisten, die ein Motivationsschreiben nicht oder kaum lesen und sofort zum Lebenslauf greifen. Alle wichtigen Infos sollten deshalb (auch) aus dem CV ersichtlich sein. Die Durchsicht des Lebenslaufs soll ein rundes Bild über den bisherigen Werdegang des Bewerbers geben. Es ist nicht notwendig, seine beruflichen Stationen, Wünsche und Träume auch noch umfangreich im Motivationsschreiben festzuhalten. Für die kurze und prägnante Vorstellung ist das Bewerbungsschreiben gedacht, der Lebenslauf informiert über den beruflichen Werdegang, Fortbildungen und wichtige Meilensteine in bisherigen Jobs.

Bildnachweis: Denis Vrublevski / Shutterstock

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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