Die ursprüng­lich als soge­nann­te Hack­ler­re­ge­lung“ ein­ge­führ­te Son­der­re­ge­lung ist tat­säch­lich eine Lang­zeit­ver­si­cher­ten­re­ge­lung. An die­ser Stel­le soll über alle Pen­si­ons­re­ge­lun­gen, die damit zusam­men­hän­gen, ein gro­ber Über­blick gewährt werden.

Wer unterliegt noch der „Hacklerregelung“?

Das sind Män­ner, die vor dem 1.1.1954 und Frau­en, die vor dem 1.1.1959 gebo­ren wur­den. Die bis­he­ri­ge Rege­lung ist mit Ende 2013 aus­ge­lau­fen. Nach die­ser alten Rege­lung konn­ten Män­ner nach 45 Bei­trags­jah­ren mit Errei­chen des 60. Lebens­jah­res und Frau­en nach 40 Bei­trags­jah­ren mit Errei­chen des 55. Lebens­jah­res in Pen­si­on gehen.

Als Bei­trags­zei­ten wer­den auch anerkannt:

  • bis zu 60 Monate an Zeiten der Kindererziehung,

  • bis zu 30 Monate Präsenz- oder Zivildienst,

  • Zeiten des Bezugs von Krankengeld,

  • Ausübungsersatzzeiten (das sind die Zeiten vor Einführung der Pflichtversicherung im GSVG oder BSVG). Seit 1.2.2011 werden Ausübungsersatzzeiten aber nur mehr berücksichtigt, wenn für diese (2018) € 183,04 pro Monat bezahlt werden.

Welche Regelung gilt seit 1.1.2014?

Män­ner, die ab 1.1.1954 gebo­ren sind und 45 Bei­trags­jah­re haben, kön­nen mit 62 Jah­ren die Lang­zeit­ver­si­cher­ten­pen­si­on in Anspruch neh­men. Für Frau­en, die ab 1.1.1959 gebo­ren sind, gibt es ein gestaf­fel­tes Antritts­al­ter, und zwar

für 1959 Geborenedas 57. Lebensjahr
für 1960 Geborenedas 58. Lebensjahr
für 1961 Geborenedas 59. Lebensjahr
für 1962 bis 1.12.1963 Geborenedas 60. Lebensjahr
für zw. 2.12.1963 und 1.6.1964 Geborenedas 60,5. Lebensjahr
für zw. 2.6.1964 und 1.12.1964 Geborenedas 61. Lebensjahr
für zw 2.12.1964 und 1.6.1965 Geborenedas 61,5. Lebensjahr
für ab 2.6.1965 Geborenedas 62. Lebensjahr

Frau­en, die 1959 gebo­ren sind, benö­ti­gen, 42 Bei­trags­jah­re, 1960 Gebo­re­ne 43 Bei­trags­jah­re, 1961 Gebo­re­ne 44 Bei­trags­jah­re. Ab dem Jahr­gang 1962 gel­ten auch für Frau­en 45 Bei­trags­jah­re. Für Män­ner und Frau­en wer­den nur mehr Bei­trags­mo­na­te auf­grund einer Erwerbs­tä­tig­keit und bis zu 60 Mona­te an Zei­ten der Kin­der­er­zie­hung und bis zu 30 Mona­te Prä­senz- oder Zivil­dienst berück­sich­tigt.

Nähe­re Details zu den Lang­zeit­ver­si­cher­ten­re­ge­lun­gen fin­den Sie unter: arbei​ter​kam​mer​.at und pen​si​ons​ver​si​che​rung​.at

Wer kann eine Langzeitversichertenregelung bei Schwerarbeit in Anspruch nehmen?

Nach dem Aus­lau­fen der bis­he­ri­gen Hack­ler­re­ge­lung“ gibt es für Män­ner, die zw. dem 1.1.1954 und 31.12.1958 gebo­ren sind, und für Frau­en, die zw. dem 1.1.1959 und 31.12.1963 gebo­ren sind, die Mög­lich­keit, mit Errei­chen des 60. Lebens­jah­res (Män­ner) bzw. mit Errei­chen des 55. Lebens­jah­res (Frau­en) wegen Schwer­ar­beit in Pen­si­on zu gehen.

Män­ner benö­ti­gen dafür 45 Bei­trags­jah­re, Frau­en 40 Bei­trags­jah­re. Von die­sen Bei­trags­mo­na­ten müs­sen min­des­tens 120 Bei­trags­mo­na­te in den letz­ten 240 Kalen­der­mo­na­ten auf­grund von Schwer­ar­beit geleis­tet wor­den sein.

Nähe­re Details, wel­che Tätig­kei­ten unter Schwer­ar­beit (nach der Schwer­ar­beits­ver­ord­nung) fal­len, fin­den Sie unter arbei​ter​kam​mer​.at

Stand: Mai 2018

Autor: Mag. Dr. Klaus Mayr LL.M. ist Refe­rent in der Kam­mer für Arbei­ter und Ange­stell­te (Abt. Kom­pe­tenz­zen­trum Betrieb­li­che Inter­es­sen­ver­tre­tung), Mit­glied der Selbst­ver­wal­tung der GKK, Lek­tor der Uni­ver­si­tä­ten Linz & Wien, Fach­kun­di­ger Lai­en­rich­ter beim OGH.