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Unzufrieden im job umfrage

Umfrage: Corona sorgt für schlechte Stimmung und Unzufriedenheit

Arbeitsmarkt Erstellt am: 27. Januar 2022 2 Min.

Die anhaltende Corona-Krise trübt die Stimmung am Arbeitsplatz und viele Arbeitnehmende sind derzeit unzufrieden mit ihrem Job. Das zeigt eine aktuelle Online-Umfrage von karriere.at.

2022 sollte das Jahr der Zuversicht werden. Doch eine aktuelle Umfrage zeigt leider wenig erfreuliche Ergebnisse: Schlechte Stimmung, Unzufriedenheit und hohe Wechselbereitschaft prägen den Jahresbeginn.

"Hast du das Gefühl, dass sich die Stimmung an deinem Arbeitsplatz seit dem Ausbruch der Pandemie geändert hat?" Diese Frage haben wir Anfang Jänner auf karriere.at 500 Arbeitnehmer*innen gestellt und folgendes Ergebnis erhalten: 39 Prozent gaben an, dass sich die Stimmung im Job eindeutig oder eher verschlechtert hat. Nur für 12 Prozent hat sie sich verbessert. Die "Corona-Depression" schlägt sich also auch auf unser Arbeitsleben nieder. Damit einher geht eine hohe Unzufriedenheit im Job.

Jede*r Zweite ist derzeit unzufrieden im Job

31 Prozent der Befragten gaben an, derzeit gar nicht zufrieden zu sein, weitere 15 Prozent waren zum Zeitpunkt der Befragung eher unzufrieden. Das ergibt eine Gesamtzahl von 46 Prozent, während nur 38 Prozent angaben, sehr oder eher zufrieden zu sein.

Umfrage zufriedenheit corona karriereat

Unzufriedenheit führt zu hoher Wechselwilligkeit

Solch hohe Unzufriedenheit führt leider dazu, dass viele Arbeitnehmer*innen derzeit aktiv oder latent auf Jobsuche sind, wie die weiteren Umfrageergebnisse zeigen. 42 Prozent antworteten auf die Frage, ob sie derzeit auf Jobsuche seien, mit "Ja", weitere 23 mit "nicht aktiv". Insgesamt sind damit 65 Prozent der Befragten wechselbereit. Dazu muss erwähnt werden, dass die Frage nach der Jobsuche in einem Stimmungsbild eines Jobportals nicht als repräsentativ betrachtet werden kann.

Umfrage jobsuche corona karriereat

Nähere Details zur Umfrage gibts in unserer aktuellen Presseinformation.

Die Vor- und Nachteile hoher Wechselbereitschaft

Wir wären aber nicht karriere.at, wenn wir diesen Artikel nicht mit positiven Aspekten und möglichen Lösungswegen beenden würden. "Des einen Freud, des anderen Leid" bringt die offensichtlich hohe Wechselbereitschaft mit sich. Einerseits braucht es Menschen, die nach neuen Jobs Ausschau halten, da derzeit viele Unternehmen händeringend nach neuen Mitarbeiter*innen suchen. Andererseits braucht es auch das bestehende Personal, um das hohe Arbeitspensum zu bewältigen.

Wie hält man also die bestehenden Mitarbeiter*innen und gewinnt gleichzeitig neue dazu? Eine Antwort auf diese Frage liefern die oben genannten Umfrageergebnisse: Zufriedenheit im Job und gute Stimmung am Arbeitsplatz sind dafür entscheidend. Employee Wellbeing ist nicht umsonst eines der großen HR-Trendthemen des Jahres.

Einen kleinen Lichtblick gibts aber auch, denn offenbar kommt es stark darauf an, wo man die Menschen nach ihrem Befinden befragt. Bei einer unserer Umfragen auf LinkedIn Anfang Jänner gaben immerhin 50 Prozent an, "topmotiviert und optimistisch" ins Jahr gestartet zu sein, weitere 33 Prozent zeigten sich "ganz zuversichtlich". So soll es bleiben!

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Bildnachweis: shutterstock/Vlad Linev; Grafiken: karriere.at


Lisa Marie Linhart für blog 116x173px

Lisa-Marie Linhart
Content Manager
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