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Offboarding ist gut fürs Recruiting

Erfolgreiches Offboarding tut dem Recruiting gut

Unternehmenskultur Erstellt am: 10. August 2022 2 Min.

Mitarbeiter*innen zu verlieren, ist für Unternehmen schmerzhaft. Diese gebührend zu verabschieden, bietet jedoch Chancen für beide Seiten.

Der Jobwechsel gehört zum Berufsalltag. Infolge der Corona-Pandemie ist die Unzufriedenheit mit dem Job sogar gestiegen, das zeigte eine karriere.at-Befragung am Anfang dieses Jahres. Gleichzeitig ist der Fachkräftemangel ein akutes Problem in vielen Branchen. Dass Mitarbeitende Unternehmen verlassen, ist einerseits für viele Betriebe ein Verlust, andererseits kann es aber auch eine Chance bedeuten.

Was vielleicht wenigen Unternehmen bewusst ist: Ein gut abgewickelter Offboarding-Prozess kann zugleich ein wichtiges Recruiting-Instrument sein. Gerade aktuell, wenn immer mehr Unternehmen besonders kreativ sein müssen, um gut ausgebildete Fachkräfte zu finden und zu halten, kann die Art und Weise, wie scheidende Mitarbeiter*innen verabschiedet werden, dem künftigen Recruiting helfen.

Ende gut, alles gut!

In erster Linie trägt ein erfolgreiches Offboarding zum guten Ruf des Unternehmens bei. Wenn sich das Unternehmen von seinen Mitarbeiter*innen professionell trennt, ist das ein positives Signal an bestehende, aber auch an künftige Mitarbeitende. Mittlerweile existieren im Internet unterschiedliche Bewertungsplattformen für Arbeitgeber*innen, allen voran kununu, auf der sich viele Jobsuchende über potenzielle Arbeitgeber*innen informieren. Zu viele unzureichende Bewertungen wirken sich auf das Employer Branding aus und können dem Unternehmen beim Recruiting künftiger Mitarbeitenden ein Hindernis sein. Auch abseits der Bewertungsplattformen können Einschätzungen ehemaliger Mitarbeitenden künftige Bewerber*innen in ihrer Arbeitgeber*innenwahl beeinflussen. Eine Gallup-Studie bestätigt: Die Wahrscheinlichkeit, dass Mitarbeiter, die ein positives Erlebnis beim Offboarding haben, das Unternehmen weiterempfehlen, ist um 2,9 Mal höher.

Immer beliebter: Bumerang-Mitarbeiter*innen

Bumerang-Mitarbeiter*innen sind jene Fachkräfte, die das Unternehmen bereits verlassen haben, und dann wieder dorthin zurückkehren. Das Recruiting dieser Mitarbeiter*innen ist momentan im Aufwind. Denn laut Harvard Business Review sind Bumerang-Mitarbeitende berechenbarer als externe Bewerber*innen und zeigen zudem bessere Arbeitsleistung. Dazu kennen sie bereits das „Geschäft“ und benötigen daher eine kürzere Training- oder Onboarding-Zeit.

Darüber hinaus haben sie inzwischen bei ihrem*r neuen Arbeitgeber*innen Kenntnisse und Fähigkeiten erworben, die dem Unternehmen durchaus zugutekommen können. Aus diesem Grunde raten viele Recruiting-Expert*innen Unternehmen, mit ehemaligen Mitarbeiter*innen in Kontakt zu bleiben und diese über passende neue Stellenangebote zu informieren.

Mitarbeitende erfolgreich verabschieden

Claudia, HR Managerin bei karriere.at, spricht im Interview über den Stellenwert von Offboarding und erklärt, wie dieser Prozess im Idealfall abläuft:

Offboarding: Ein positiver Abschluss zahlt sich aus

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Wie Arbeitgeber*innen mit ausscheidenden Mitarbeitenden umgehen, sagt viel über die etablierte Unternehmenskultur. karriere.at HR Managerin Claudia verrät im Interview, warum Offboarding wichtig ist und wie der ideale Prozess abläuft. Zum Schluss teilen wir 5 Tipps für erfolgreiches Offboarding.


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