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Kuendigen ohne neuen job

Kündigen ohne neuen Job? Diese Fragen musst du dir stellen

Jobwahl Erstellt am: 05. Februar 2018 3 Min.

Kündigen ohne neuen Job in der Tasche - ein schlauer Schachzug oder der größte Fehler, den du machen kannst? Der Ratschlag, ohne neuen Job zu kündigen, ist nicht gerade salonfähig. Gute Gründe für den Abschied ohne konkrete Aussicht auf Neues gibt es dennoch. Bevor du handelst, solltest du für dich vorab noch einige Fragen beantworten. Fang doch einfach mit diesen hier an:

Du denkst also darüber nach, deinen Job zu kündigen. Besser heute als morgen, hinein ins Chefbüro und die Fakten bzw. die Entscheidung auf den Tisch: Ich bin raus! Auf zu neuen Ufern, wäre da nicht ein kleines Problem: Das Ufer ist noch nicht wirklich in Sicht, du hast kein Jobangebot auf dem Tisch und noch keine einzige Bewerbung geschrieben. Muss deine Kündigung deshalb noch warten? Jein.

Es gibt zahlreiche Gründe, die für oder auch gegen eine sofortige Kündigung sprechen. Am Ende ist es jedoch eine ganz individuelle Entscheidung, die nur du selbst treffen kannst. Auch für das Kündigen ohne neuen Job in Sicht gibt es Argumente:

  • Du benötigst für die Jobsuche viel Zeit, weil du vielleicht in eine andere Stadt umziehst.
  • Die Situation im aktuellen Job gefährdet deine Gesundheit und dein Wohlbefinden.
  • Du möchtest einen radikalen Jobwechsel durchziehen und es ist absehbar, dass ein nahtloser Übergang unmöglich sein wird.
  • Du benötigst zwischen zwei Jobs Zeit für ein Projekt, eine Auszeit, Ausbildung oder andere Dinge.

6 Fragen, die du vor deiner Kündigung klären musst

Kommst du finanziell über die Runden?

Die überlebenswichtigen Basics zuerst: Wie ist es um deine Finanzen bestellt? Kannst du einige Monate ohne Einkommen überbrücken? Denke daran, dass bei der Arbeitnehmerkündigung in der ersten Zeit der Arbeitslosigkeit auch die staatliche Unterstützung wegfällt. Du solltest also über ausreichend Ersparnisse verfügen, um dir die Zeit der Jobsuche finanzieren zu können.

Könntest du deine aktuelle Situation verbessern?

Oder anders gefragt: Was müsste geschehen, damit dir dein aktueller Job wieder gefallen würde? Jetzt fallen dir entweder Dinge ein, die du vielleicht verbessern kannst (z.B. nach mehr Gehalt fragen, in ein anderes Team wechseln, andere Aufgaben übernehmen etc.) oder du erkennst, dass beim aktuellen Arbeitgeber wirklich nichts mehr zu holen ist.

Was wird dein soziales Umfeld sagen?

Ein häufig unterschätzter Faktor sind Freunde und Familie. Dass du deinen - vermutlich - sicheren Job einfach so aufgibst, wird in deinem Umfeld wahrscheinlich auf Widerstand stoßen. Rechne damit, dass du auf Unverständnis, Ablehnung oder andere Reaktionen treffen wirst.

Kennst du dein Ziel?

"Nur schnell weg von hier!" - das sollte nicht das einzige Motiv sein, das deiner Kündigung zugrunde liegt. Dann irrst du nach dem Abschied nämlich planlos herum, weißt nicht, wo du mit der Jobsuche überhaupt anfangen sollst und findest dich rasch in einer stressigen Situation wieder. Definiere ein konkretes Ziel und formuliere es aus: Ich kündige meinen Job im Juni, den Sommer werde ich für eine Reise nach Spanien nutzen. Nach meiner Rückkehr im September bewerbe ich mich bei Arbeitgeber A, B und C um eine Teilzeitstelle im Marketing.

Was wirst du in den kommenden Monaten tun?

Für die Zeit nach der Kündigung solltest du bereits einen konkreten Plan haben: Eine Auszeit nehmen, etwas Neues lernen, eine Reise machen, einen neuen Job suchen oder dein eigenes Unternehmen gründen. Das vermeidet nicht nur, dass du dich plötzlich ohne Plan und Aufgabe in der neuen Situation wiederfindest, es erleichtert danach auch die Rückkehr in einen anderen Job.

Wie argumentierst du die Kündigung bei Jobinterviews?

Eines vorweg: Wenn du bereits mit Sorge daran denkst, wie du die berühmte "Lücke" im Lebenslauf argumentieren sollst, dann ist die Kündigung ohne neuen Job in Aussicht vielleicht nicht die klügste Wahl. Grundsätzlich ist es als Bewerber natürlich deine persönliche Entscheidung, ob und wann du von einem Job zum nächsten wechselst. Ein Arbeitgeber wird sich für diesen Abschnitt deines Lebenswegs aber interessieren, darauf musst du dich einfach vorbereiten.

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