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Jobsuche social networks everything possible

Jobsuche in Social Networks

Bewerbung Erstellt am: 20. Januar 2016 4 Min.

Social Networks sind perfekt für die Jobsuche geeignet. Denn die besten Jobangebote liegen selten auf der Straße, sondern werden oft dort gehandelt, was man den „kalten“ Stellenmarkt nennt: Sie werden intern besetzt, unter Bekannten verbreitet und auch oft vergeben. Durch den zunehmenden professionellen Einsatz von Social Networks hat sich diese Praxis noch weiter perfektioniert: Immer mehr Unternehmen präsentieren sich mit eigenen Firmen- bzw. Karrierepages auf Facebook, Google+, Pinterest, mit Corporate Blogs oder mit einem Profil im Microblogging-Dienst Twitter. Warum? Weil sie erkannt haben, dass sie sich damit einer authentisch und auf Augenhöhe präsentieren können – und Interesse der erste Schritt für eine Bewerbung ist.

Wo würdest du nach Stellenangeboten suchen? Online-Karriereportal, Zeitung oder gar in Social Networks? Ja, warum eigentlich nicht auch in sozialen Medien! Immer mehr Unternehmen professionalisieren ihre Online-Auftritte und fügen der klassischen Firmen-Website auch noch Auftritte in Social Networks hinzu. Sind diese gut betreut und professionell gewartet, so bieten diese für Arbeitgeber hervorragende Möglichkeiten, sich ihren potenziellen Mitarbeitern zu präsentieren. Besonders eignen sich Kanäle wie Facebook, Youtube oder Google+, um Blicke hinter die Kulissen des Unternehmens zu werfen – inklusive Stellenausschreibungen in Echtzeit.

Social Networks und ihre Eignung für die Jobsuche

  • Facebook, Google+: Sie sind zwar nicht neu, aber immer häufiger beginnen österreichische Unternehmen, Facebook auch für ihre Personalarbeit einzusetzen. Warum auch nicht? Mit mehr als 2,7 Millionen Usern (Stand Sommer 2012) ist Facebook das bei weitem am häufigsten genutzte Social Network in Österreich: Nahezu jeder weiß, wie Facebook funktioniert. Nahezu jeder weiß, wie man auf Facebook kommuniziert. Auf Facebook-Karrierepages einzelner Unternehmen finden interessierte User oft nicht nur Einblicke in Unternehmenskultur, Arbeitsumfeld und aktuelle Jobangebote. Gut gemachte Karrierepages bieten Usern auch die Möglichkeit auf niederschwelliger Ebene Fragen an das Unternehmen (auch zu Themen wie Bewerbungsprozess und Vorstellungsgespräch) zu stellen. Möglichkeiten, die man als Jobinteressierter durchaus nutzen sollte, nicht nur weil zusätzliches Wissen immer Startvorteile bringt. Allein die Kommunikation mit Bewerbern in Social Networks sagt etwas über Unternehmen aus.
  • Twitter: Ein Kanal, viele Experten. Twitter ist also perfekt für die Jobsuche. Verglichen mit Facebook ist Twitter (ca. 85.000 User, Stand Sommer 2012) in Österreich ein relatives Minderheitenprogramm – zu Unrecht! Denn Twitter ist schnell. Twitter ist aktuell. Und Twitter ist voller Experten. Das haben viele Unternehmen erkannt – und nutzen den Microblogging-Dienst gezielt für die Kommunikation mit möglichen Bewerbern. Auf Twitter ist es einfach, mit Meinungsbildnern, Personalchefs und Experten in Kontakt zu treten, Branchennews aus erster Hand zu erfahren – und oftmals auch Jobangebote in seiner Branche. Damit das funktioniert, sollte man einerseits selbst den „richtigen“ Leuten folgen (also Angehörigen der Wunsch-Branche) und andererseits durch relevanten Content dafür sorgen, dass einem diese selbst folgen.
  • Xing, LinkedIn: Die „Klassiker“, wenn es um Jobsuche im Social Web geht. Klar als Business-Networks positioniert, sind Xing und LinkedIn auch die bevorzugten Jagdgebiete von Personalberatern und Headhuntern. Denn nirgendwo ist es für diese einfacher, interessante Kandidaten anhand ihrer Qualifikationen und Berufserfahrungen ausfindig zu machen. Für Wechselwillige gilt: Je kompletter das Profil, umso höher die Chancen, gefunden zu werden. Aktivität – also beispielsweise das Teilen interessanter Inhalte – trägt ebenso dazu bei, sich im Business-Network als heiße Aktie zu profilieren. Natürlich bieten Networks Unternehmen auch die Möglichkeit, freie Stellen zu posten, die dann Usern mit passendem Portfolio präsentiert werden.

Drei Tipps für die eigene Online-Reputation

Ausmisten! Es gibt Dinge, die einmal lustig waren – Jahre später aber einfach nur noch peinlich sind. Wer nicht möchte, dass Partyfotos aus dem Jahre Schnee plötzlich wieder zum Vorschein kommen, sollte diese von allen öffentlich sichtbaren Plattformen verbannen. Hat man vor, Social Networks aktiv zur Jobsuche zu verwenden, sollte man die relevanten Profile auch so gestalten, dass man sie einem künftigen Chef auch zeigen würde.
Professionalisieren! Auch die geposteten Inhalte sollten der angestrebten Branche und dem eigenen Jobprofil entsprechen. Es geht darum, sich selbst optimal zu präsentieren und seine Fähigkeiten in den Vordergrund zu stellen. Ist man z.B. über Twitter mit potenziellen Arbeitgebern in Kontakt, ist es ratsam, eine regelmäßige Postingfrequenz einzuhalten.
Trennen! Wer nicht auf seine privaten Statements und witzige Fotos verzichten möchte, sollte seine verwendeten sozialen Netzwerke einfach splitten – zum Beispiel: Facebook nur privat mit hochgefahrenen Privatsphäreeinstellungen verwenden. Xing, Twitter und LinkedIn dafür aktiv zur Jobsuche. So bleiben allfällige Peinlichkeiten dort, wo sie hingehören.

Bildnachweis: everything possible / Quelle Shutterstock


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