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HR Trends 2019

HR-Trends 2019: 5 Themen mit Handlungsbedarf

Zusammenarbeit Erstellt am: 19. Dezember 2018 3 Min.

Der Jahreswechsel steht an und wie jedes Jahr werfen wir einen Blick auf die HR-Trends 2019. Erfahrene Personaler werden feststellen, die bringen wenig Neues, zeigen aber dringenden Handlungsbedarf in den wirklich wichtigen Gebieten. Unumgänglich in 2019: Employer Branding, Flexibilität und Automatisierung. Prosit Neujahr!

Weihnachten naht in Riesenschritten und auch Silvester ist nicht mehr fern. Nach einem (hoffentlich) positiven Jahresabschluss wird es also Zeit, den Blick nach vorn zu richten. Was bringt 2019 für den HR-Bereich? Und wo liegt noch ungenütztes Potenzial? Wir haben uns angesehen, was Personaler im nächsten Jahr mit hoher Wahrscheinlichkeit beschäftigen wird.

2019 wird laut chinesischem Horoskop das Jahr des Schweins: Das bringt Glück und Erfolg in so ziemlich allen Lebenslagen, eignet sich aber besonders gut, um Geld zu verdienen, sinnvoll zu investieren und Freundschaften zu schließen. Klingt nach besten Voraussetzungen für ein gelungenes HR-Jahr, oder? Mit folgenden Themen sollten sich HR-Verantwortliche 2019 (wieder) auseinandersetzen:

Work-Life-Integration: Wer gibt, dem wird gegeben.

Auch wenn es mancher Arbeitgeber nicht gern hört: 2019 wird das Thema „Wohlbefinden bei der Arbeit“ noch wichtiger werden. Denn der workload steigt in vielen Branchen stärker als die Menge an qualifizierten Arbeitskräften. Stress und Überforderung sind die Folge. HR-Verantwortliche sind hier besonders gefordert, um mit größtmöglicher Flexibilität auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter einzugehen. Flexible Arbeitszeitmodelle, mobile Arbeitsplätze und Home-Office sowie gesundheitsfördernde Benefits sollten auf den Prio-Listen der Personaler ganz oben stehen. Wer seinen Mitarbeitern zudem erlaubt, Arbeitszeit und -ort selbstständig im Team zu organisieren, wird mit höherer Motivation und besserer Leistung belohnt.

Automatisierung: von Industrie 4.0 zu Robot Recruiting

Die Arbeitswelt der Zukunft ist größtenteils digital, so viel steht fest. Eine der wichtigsten Aufgaben im Personalbereich ist daher, die bestehenden und künftigen Arbeitsplätze auf benötigte digitale Kenntnisse und Fähigkeiten vorzubereiten. HR-Verantwortliche müssen sich gemeinsam mit den Fachverantwortlichen über die Möglichkeiten der fortschreitenden Digitalisierung für das eigene Unternehmen klar werden. So können sie im Recruiting und in der Personalentwicklung gezielt die nötigen Anforderungen einholen. Für den eigenen Kompetenzbereich wird „Robot Recruiting“, also der Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Personalsuche, 2019 eine stärkere Rolle spielen. Experten sind sich dabei einig, dass Chatbots und Co. aber eher administrative Aufgaben wie Terminvereinbarung übernehmen werden, um Recruiter für die wichtigen Dinge freizuspielen.

Unternehmenskultur: Wer ist hier cultural fit?

Trotz Fachkräftemangels sollten sich Recruiter ihre Bewerber sehr genau ansehen. Denn umgekehrt stehen auch Arbeitgeber stark auf dem Prüfstand. Dabei spielt die Art und Weise, wie in einem Unternehmen gearbeitet, kommuniziert und entschieden wird, eine große Rolle. Personaler sollten sich über die eigene Unternehmenskultur also sehr genau im Klaren sein, um die richtigen Mitarbeiter zu finden. Denn hat man, frei nach dem Tinder-Prinzip, ein „Match“ in den entscheidenden Werten und Handlungsweisen, ist der Grundstein für eine langjährige Mitarbeiterbindung gelegt.

Employer Branding: Das große Werben geht weiter

Um gleich mit einem Missverständnis aufzuräumen: Employer Branding ist nicht dasselbe wie Unternehmenskultur. Letztgenannte fließt als übergeordneter Werte- und Handlungsrahmen aber idealerweise richtig ins Employer Branding mit ein. Wie man sich als Arbeitgeber präsentiert, sollte nämlich vor allem eines sein: aufrichtig. Stimmt die Arbeitgebermarke nicht mit der Realität überein, sind die gewonnenen neuen Mitarbeiter nämlich schnell wieder weg – und teilen ihre (schlechten) Erfahrungen mit ihrem Umfeld. Eine gut durchdachte Employer-Branding-Strategie beugt dem vor.

Active Sourcing und Recruiting-Events

Wie unsere Candidate-Journey-Studie zeigt, sind nur 12 Prozent aller Arbeitnehmer aktuell auf der Suche. Mehr als ein Drittel steht einem Jobwechsel aber offen gegenüber. Das bietet großes Potenzial, attraktive Kandidaten konkret anzusprechen. Eine Möglichkeit, um diese kennenzulernen, sind interaktive Recruiting Events, bei denen Arbeitnehmer ihr Wissen und Können zeigen dürfen. Von Unternehmen organisierte Hackathons oder aber Recruiting-Speed-Datings bieten dafür einen guten Rahmen.

Bildnachweis: eamesBot/shutterstock


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