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Fachkraeftemangel beenden corona

Daten zeigen: Die Krise kann Chance gegen den Fachkräftemangel sein

Arbeitsmarkt Erstellt am: 24. September 2020 2 Min.

Wenn viele Menschen auf Jobsuche sind, ist es für Unternehmen die Chance, sich die besten Fachkräfte zu sichern. In vielen Branchen erweist sich die Corona-Krise als Chance, dem langjährigen Fachkräftemangel ein Ende zu bereiten. Das zeigt eine Analyse von karriere.at.

Eine Auswertung von mehr als 18 Millionen Sitzungen auf karriere.at zwischen Mitte Februar und Mitte August 2020 zeigt: Der Arbeitsmarkt nimmt an Fahrt auf. Seit Mitte Juni steigt die Wechselwilligkeit von Österreichs Fachkräften signifikant an. Die Gründe dafür sind aber weniger die Angst vorm Jobverlust, sondern Unzufriedenheit mit dem Verhalten des Arbeitgebers in der Krise oder der Wunsch nach neuen beruflichen Herausforderungen und mehr Zufriedenheit, wie unsere Studie zum Jobwechsel in Corona-Zeiten ergab.

Dringend notwendige Fachkräfte werden jetzt besser erreicht

Georg Konjovic scaled 300x200

„Gerade während der aktuellen Krise sollte die Personalsuche nicht auf der Strecke bleiben“, appelliert Georg Konjovic, CEO von karriere.at. Die ausgewerteten Daten zeigen nämlich, dass sich der Arbeitsmarkt auf der Arbeitnehmerseite schneller erholt hat als auf der Arbeitgeberseite. „Dies ist nun eine wichtige Chance für Unternehmen, hier aufzuholen, dringend notwendige Fachkräfte anzusprechen und diese auch zu erreichen.“

IT vs. Marketing: Gewinner und Verlierer der Corona-Krise

Viel Bewegung in der IT-Branche

Als besonders krisenfest hat sich die IT-Branche erwiesen. Im Zeitraum des Lockdowns lag sie um ganze 14 Prozent über den anderen Branchen. „IT-Jobs haben während Corona sogar an Attraktivität zugenommen“, erklärt karriere.at-CEO Georg Konjovic. „Mittlerweile steigen die Suchanfragen nach Jobs in der IT-Branche auf karriere.at sogar auf das Vor-Corona-Niveau.“

Überdurchschnittlich begehrt bei Jobsuchenden sind momentan auch Pharma, Gesundheit und Soziales sowie Rechnungswesen und Controlling. Arbeitgeber, die jetzt Stellen in diesen Bereichen ausschreiben, haben gute Chancen, diese schnell mit top qualifizierten Fachkräften zu besetzen.

Einbruch in Marketing und PR

Zu den großen Verlierern der Krise zählen neben den bekannten Branchen Gastronomie und Tourismus vor allem die Bereiche Marketing und PR. Im Durchschnitt wurden hier in den letzten sechs Monaten um rund 40 Prozent weniger Stellen ausgeschrieben.

Johanna Mayr karriere at 300x200

Johanna Mayr, Head of Brand and Communication bei karriere.at, warnt vor Einsparmaßnahmen am falschen Platz: „Gerade in der Krise ist es wichtig, als Marke sichtbar zu bleiben. Wer jetzt auf mediale Tauchstation geht, verschwindet vielleicht ganz aus der öffentlichen Wahrnehmung.“

Das betrifft auch die Arbeitgebermarke. Gutes Employer Branding in der Krise trägt nicht nur dazu bei, die schwierige Phase besser zu meistern, sondern erleichtert auch die zukünftige Personalsuche.

Mehr Infos in unserer aktuellen Presseaussendung und im Interview mit Georg Konjovic im Ö1 Mittagsjournal.

Bildnachweis: shutterstock/tomertu; karriere.at


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