4. September 2018 · Arbeitsleben · von

Authentische Zufriedenheit: Wie du wirklich glücklicher durchs Leben gehst

Kennen wir es nicht alle? Wenn mal wieder alles schief und nichts nach Plan läuft, wollen wir uns am allerliebsten einfach unter der Decke verkriechen und nie wieder einen Fuß nach draußen setzen. In solchen Momenten ist das Bedürfnis nach Glück und Zufriedenheit besonders groß. Doch egal, wie sehr wir uns anstrengen, wir bekommen es einfach nicht zu fassen! Woran das liegt und wie du (zumindest ein bisschen) glücklicher wirst, verraten wir dir hier!

Wie Leben und Rückschläge zusammengehören

Viele Menschen sind der Annahme, dass mit ihnen etwas nicht stimmen muss, weil sie nie ganz glücklich sein können. Oft sind es äußere Umstände, die uns bedrücken und nachdenklich stimmen. Immerhin gibt es weltweit mehr Ungerechtigkeit als eine einzige Person ertragen kann. Kein Wunder, wenn manche sich daraufhin am liebsten auf Nimmerwiedersehen in ihr Schneckenhaus zurückziehen würden. Doch das ist der falsche Ansatz!

Wir Menschen sind komplexe Lebewesen. Auch unsere Umwelt ist komplex, kompliziert und vor allem schnelllebig – wir müssen jederzeit bereit sein, uns an sie anzupassen, um nicht zurückzubleiben. Das macht eine breite Palette an Emotionen nötig. Glücklich zu sein darf man daher nicht gleichsetzen mit der Abwesenheit jeglicher negativer Emotion. Glücklich ist der, der alle Gefühlsfacetten in sein Leben integrieren kann. Wir benötigen gute Emotionen um zu wissen, dass wir uns in im Einklang mit uns selbst und unserer Umgebung befinden. Die negativen hingegen weisen uns darauf hin, dass etwas nicht stimmt und dringend korrigiert werden sollte!

Eine Möglichkeit, mit welcher wir den zum Leben dazugehörenden Schmerz rechtfertigen können, ist Verantwortung. Einen Sinn im Leben ausfindig machen und ihn verfolgen. Das muss keinesfalls mit deiner beruflichen Sphäre in Verbindung stehen und kann etwas vollkommen Lapidares sein wie: „Ich behandle alle Menschen, denen ich begegne, mit Respekt und Freundlichkeit.“ Viel zu tief gestapelt, meinst du? Aber immer noch besser, als untätig zu bleiben.

Dem Glück hinterher und weit vorbei

Häufig jagen wir dem nach, wovon wir denken, dass es uns glücklich macht. Wenn sich uns in jungen Jahren die Frage stellt, was wir bloß studieren sollen, orientieren wir uns nicht selten an Freunden oder dem Rat der Eltern, anstatt auf unsere eigene Intuition zu hören. Als frischgebackener Absolvent stellt sich dann erneut Ernüchterung ein, wenn die anderen Studienkollegen die Ärmel hochkrempeln, um ihre vor Jahren vorgezeichneten Karrieren in Angriff zu nehmen. Währenddessen bleiben wir orientierungslos und mit einem unguten Gefühl im Bauch zurück. Warum sind wir nicht so glücklich? Warum wissen wir nicht, wohin mit uns selbst?

„Klammere dich nicht zu sehr an Dinge.“

Wenn wir uns fragen, was es für uns bedeutet, glücklich zu sein, dann koppeln wir dieses Gefühl häufig an ein bestimmtes (materielles) Ziel. Zum Beispiel: „Wenn ich so und so viel Geld auf dem Bankkonto habe, dann werde ich glücklich sein!“ oder „Wenn ich endlich befördert werde, dann werde ich glücklich sein!“ Doch es ist nicht die Umsetzung unserer Ziele, die uns langfristig glücklich macht. Wir erleben einen kurzen Moment der Genugtuung, doch danach kehrt die Erkenntnis zurück, dass es da draußen noch mehr geben muss, das zu haben oder zu erreichen es sich lohnt. Wir erreichen also das Ziel, von dem wir uns Glück erwartet haben – erleben aber einen herben Dämpfer, weil das Glücksempfinden nicht von Dauer ist.

Zufriedenheit als der richtige Weg

Glück und Zufriedenheit lassen sich nicht festnageln und ein Geheimrezept dafür gibt es ohnehin nicht. Glück wird anhand von persönlichen Maßstäben definiert und wie es in den eigenen Alltag integriert wird, ist von Person zu Person unterschiedlich. Die „einfachste“ Methode, ein bisschen zufriedener zu werden: Werde dir klar darüber, wofür dein Herz brennt! Welchen Tätigkeiten misst du die meiste Bedeutung bei? Worin würdest du gerne noch mehr Zeit investieren? Identifiziere diese Aspekte deines Lebens und widme dich ihnen! Zufriedenheit kommt nicht, wenn man versucht, sie an den Haaren herbei zu zerren – sondern sie geht beinahe mühelos Hand in Hand mit dem, was du gerne tust.

Natürlich benötigst du Ziele, um im Leben voran zu kommen. Doch diese solltest du vorsichtig und präzise formulieren. Gehe sicher, dass deine Ziele, sobald du sie erreicht hast, weiterhin ausbaufähig sind und dein Glücksempfinden nicht untergraben. Und vergiss eines nicht: Manchmal benötigen wir den Kontrast des Traurigen, des Schmerzhaften, der Enttäuschung, um endlich zu verstehen, was wir eigentlich wollen und was im Leben wirklich zählt.

Tipps für mehr Zufriedenheit und Glück im Alltag

  1. Lebe im Moment! Klingt kitschig, hilft aber tatsächlich. Denn es hat absolut keinen Sinn, in der Zukunft leben zu wollen oder die Vergangenheit nicht loslassen zu können.
  2. Werde dir klar, was du wirklich machen willst! Setze dir Ziele im Leben, denn es hat wenig Sinn, orientierungslos herumzugurken.
  3. Habe keine Erwartungen bezüglich dem, wie Glück auszusehen hat. Es kommt in so vielen verschiedenen Facetten daher, dass du dich in dieser Hinsicht nicht einschränken solltest!
  4. Setze jeden Tag einen kleinen Schritt. Unrealistisch hoch gesteckte Ziele solltest du durch bescheidenere ersetzen. Fortschritt ist Fortschritt, egal wie unscheinbar er wirken mag.
  5. Tue anderen etwas Gutes! Greif jemandem unter die Arme, wenn du siehst, dass er überfordert ist. Frag, wie es ihm geht und hör interessiert zu. Die kleinen Gesten machen den Unterschied.
  6. Zwinge dich nicht, ständig positiv zu bleiben! Wie oben bereits erwähnt, gehören auch die negativen Emotionen zum Leben dazu und sollten geschätzt werden.
  7. Wage dich aus deiner Komfortzone! Traue dich an neue Projekte heran, die dir unbezwingbar scheinen, und sei stolz auf dich, wenn du die Herausforderung geschafft hast.
  8. Achte auf deinen Körper! Immerhin hast du nur einen. Deine Ernährung solltest du so ausgewogen wie möglich gestalten und Sport zu einem wichtigen Teil deines Alltags machen.
  9. Lerne neue Leute kennen! Dadurch bringst du nicht nur neue Energie in dein Leben, sondern gewinnst gleichzeitig bis dahin unbekannte Perspektiven.
  10. Raus in die Natur mit dir! Auch wenn du lieber den ganzen Tag vor dem Fernseher gammeln würdest, ist es keine gute Idee auf der Couch zu versauern. Tank ein paar Sonnenstrahlen, genieße die frische Luft und vor allem die Ruhe.
  11. Sei ehrlich zu dir selbst! Nimm Emotionen, mit denen du im Moment zu kämpfen hast, bewusst wahr und akzeptiere sie einfach. Keine Sorge – nichts ist für die Ewigkeit.
  12. Nutze den Morgen, um Energie zu tanken! Eine morgendliche Routine ist das A und O und kann dabei helfen, dass wir uns mehr geerdet fühlen. Gönn dir ein gesundes Frühstück und lege eine Runde Morgensport ein, um behutsam in den Tag zu starten
Bianca Schedlberger

Biancas Traumjob seit Kindertagen? Schriftstellerin, irgendwann. Bis dahin wird für karriere.at fleißig getextet, unter anderem auch Blogposts.

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