2. Februar 2017 · Arbeitsleben · von

5 Tools und Methoden, um die eigenen Ziele zu finden – nicht nur im Job

Persönliche und berufliche Ziele motivieren und helfen, einen bestimmten Weg konsequent zu verfolgen. Stehst du vor zahlreichen Wahlmöglichkeiten, helfen dir Ziele dabei, die richtige Entscheidung zu treffen. Falls du noch gar nicht weißt, wohin die Reise gehen soll und du dir etwas Zeit für das Finden von Zielen nehmen möchtest: So packst du die Sache an – und diese Methoden helfen dir dabei.

Wer macht deine Karriereziele?

Ziele sind nicht immer selbstgemacht. Familie, Freunde und Gesellschaft beeinflussen – oft auch unterbewusst – unsere Entscheidungen für und wider Lebens- und Karriereziele. Legen alle deine Freunde eine Führungskarriere hin, gibt dir das vielleicht das Gefühl, dies ebenfalls zu müssen. Vielleicht würdest du gerne ein paar Jahre im Ausland verbringen, wagst den Sprung aber nicht, weil du dafür deinen sicheren Job aufgeben müsstest (und Oma ist gerade so stolz auf dich!). Vielleicht ist dein Karriereziel auch einfach nur ein Job, der die Lebenskosten bezahlt und dir genügend Freizeit für deine Hobbys lässt. Das ist okay, auch wenn es deine beste Freundin vielleicht nicht versteht. Einigen Menschen fällt es sehr leicht, sich über die Erwartungen ihrer Außenwelt hinwegzusetzen, andere machen dagegen sehr viel von der Meinung anderer Personen abhängig. Wie dick ist dein Fell?

Nichts ist für die Ewigkeit

„Was liegt, das pickt!“ Dieser Satz gilt vielleicht beim Kartenspiel, sicher aber nicht beim Setzen von Karrierezielen. Änderungen und Kehrtwendungen sind nämlich durchaus erlaubt. Vorsicht aber vor der Versuchung, bei ersten Hindernissen sofort aufzugeben. Ein gesunder Mittelweg zwischen Hartnäckigkeit und Flexibilität ist gefragt. Die beruflichen Ziele komplett umwerfen kannst du, wenn das Hauptziel z.B. nicht mehr mit deinen Werten oder Lebenszielen übereinstimmt. Da arbeitest du seit Jahren auf die Abteilungsleitung hin und realisierst plötzlich, dass dir ein Sabbatical mit Weltreise viel wichtiger ist – denn das Leben ist kurz und Geld ist nicht alles. Dein altes Ziel gegen ein neues eintauschen, warum auch nicht? Was du auf dem Weg dorthin gelernt hast, kann dir auch niemand mehr nehmen.

Die eigenen Ziele finden: 5 Tools und Methoden

Vielleicht kennst du deine Karriereziele schon –  sie sind fix-fertig formuliert und warten auf ihre Umsetzung. Vielleicht benötigst du auf dem Weg dorthin noch etwas Hilfe und hast noch keine Ahnung, was du im Leben eigentlich möchtest. Diese Methoden helfen dir während des Prozesses der Zielfindung. Was sie alle gemeinsam haben: Sie sind kreativ, machen Spaß und helfen dir dabei, deine Ziele zu visualisieren.

  • Vision Board
    Beim Vision Board arbeitest du mit Bildern, z.B. aus Zeitschriften oder mit selbstgezeichneten Skizzen. Keine Angst, die müssen nicht perfekt sein. Auf das Vision Board kommen alle Dinge, die mit deinem Ziel zu tun haben und die dir ein positives Gefühl dafür vermitteln.
  • Vision Journal
    Ähnlich wie das Vision Board, aber in Form eines Notizbuches. Auch hier darfst du nach Herzenslust Bilder hineinkleben, kritzeln und schreiben. Was war an deiner Woche gut? Hast du etwas gelesen oder gesehen, dass dich begeistert hat? Interessante Personen getroffen oder ein interessantes Gespräch geführt? Vielleicht hat sich in einer Situation auch etwas ergeben, das dir gar nicht passt. Im Gegensatz zum Board ist das Journal auf einen längeren Zeitraum hin ausgelegt und erlaubt es dir, Ziele konkreter zu bearbeiten. Mit dem Vision Journal solltest du dich regelmäßig, z.B. alle 14 Tage, beschäftigen. Diese Kontinuität erlaubt es dir, Veränderungen zu erkennen und auch mal zurückzublättern.
  • Mindmaps
    Der Klassiker darf hier nicht fehlen. Das Prinzip der Mindmaps ist simpel: In die Mitte kommt dein großes Karriereziel, die Verzweigungen nach außen führen zu Zwischenzielen und vielleicht sogar schon zu Maßnahmen zur Erreichung.
  • Brainstorming
    Falls dir die Mindmap schon zu konkret ist, kannst du auch mit einem einfachen Brainstorming beginnen. Du brauchst dafür nur etwas Zeit, Ruhe und etwas zu schreiben. Erstelle eine Liste mit allen Begriffen, die dir zu deinen Werten und Wünschen einfallen: Anerkennung, Sinnhaftigkeit, Auslandsaufenthalt, Prestige, Experte, Tourismus etc. Wichtig ist, dich nicht bereits beim Schreiben zu limitieren („Das ist sowieso unrealistisch“). Beim Brainstorming ist alles erlaubt, schreibe deshalb alles auf, was dir in den Sinn kommt.
  • Der ideale Tag
    Eine Schreibübung, bei der du dir ebenfalls keine Limits setzen darfst. Notiere, wie ein Tag in deinem idealen Leben aussehen würde. Geld spielt dabei keine Rolle. Dein idealer Tag wird sich wahrscheinlich nicht genau so realisieren lassen, Teile davon sicher schon. Hinterfrage, warum sich dein Tag so gestalten würde und in welchem Umfeld er sich abspielt: Hast du eine Wohnung oder ein Haus, lebst du immer noch in deinem Heimatort oder ganz woanders, hast du einen Job (wenn ja, welchen?) oder füllst du deinen Tag mit Hobbys und Freizeitaktivitäten?

Weiterlesen: Vom Ziel zur Umsetzung

Bildnachweis: tomertu/Shutterstock

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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