Erstellt am 13. Februar 2019 · Arbeitsleben · von

Work-Life-Balance: Jedem Dritten macht der Job privat zu schaffen

Lesezeit: 2 Minuten

Jeder dritte Österreicher leidet unter negativen Auswirkungen des Jobs aufs Privatleben. Das hat eine aktuelle Studie des Büroausstatters Viking unter 1.000 Arbeitnehmern ergeben. Dennoch sind 61 Prozent zufrieden mit ihrer Work-Life-Balance.

62 Prozent der Befragten erklärten, zu wenig Zeit für sich selbst zu haben. 38 Prozent leiden an durch Stress verursachten Symptomen wie Schlaflosigkeit oder Panikattacken. Bei fast einem Drittel (31 Prozent) wurden körperliche Beschwerden festgestellt: Rückenprobleme, Migräne etc. Jeder Fünfte hat eine Diagnose über psychische Probleme wie Burnout oder Depression erhalten.

Weniger Arbeitsstunden sorgen für mehr Work-Life-Balance

Die Beschwerden sind offenbar auf die Arbeitszeiten der Österreicher zurückzuführen. Bei weniger als 20 vertraglichen Arbeitsstunden pro Woche liegt die Zufriedenheit bei 67 Prozent. Regelmäßige Überstunden von monatlich mehr als 30 hingegen lassen den Wert auf knapp 48 Prozent sinken. Mehr als die Hälfte der Befragten (56 Prozent) spürt negative Auswirkungen, wenn sie im Monat mehr als 20 unbezahlte Überstunden leisten.

Work-Life-Balance

Mehr Gleichgewicht: weniger Stunden und flexibleres Arbeiten.

Von negativen Folgen der Arbeit aufs Private sind vor allem Millennials betroffen. In dieser Altersgruppe ist nur die Hälfte mit ihrer Work-Life-Balance zufrieden, mehr als jeder Fünfte ist sogar unglücklich. Das Gleiche lässt sich in der Unternehmenshierarchie feststellen: Weniger als 50 Prozent der Aushilfskräfte fühlen sich ausgeglichen. 81 Prozent der Personen in leitenden Funktionen dagegen bringen Berufliches und Privatleben unter einen Hut.

Vor allem Millennials sind von negativen Folgen der Arbeit aufs Private betroffen

Zur Verbesserung des eigenen Gleichgewichts hat jeder fünfte Österreicher entweder seine Stunden im Job reduziert oder ein flexibles Arbeitssystem in Anspruch genommen. 16 Prozent haben sich zu einem Job- oder Karrierewechsel entschieden.

Die Hälfte der Umfrageteilnehmer wünscht sich von ihren Arbeitsgebern flexible Arbeitszeiten oder -plätze. 39 Prozent möchten ermutigt werden, Urlaubstage und Pauszeiten voll auszuschöpfen. 31 Prozent hätten gerne die Option auf den Kauf von zusätzlichem Urlaub.

Für Arbeitnehmer zwischen 25 und 34 Jahren ist vor allem ein Angebot zur Kinderbetreuung in der Firma wichtig. Gut 21 Prozent legen Wert darauf, bei allen Befragten sind es etwas über 13 Prozent. Rund 81 Prozent der Eltern mit betrieblicher Kinderbetreuung sind mit ihrer Work-Life-Balance zufrieden, bei jenen ohne diese Möglichkeit sind es nur knapp 64 Prozent.

 

Bildnachweis: baranq, Andreas Saldavs /shutterstock

Tobias Prietzel

Als Stimme von karriere.at recherchiert, spricht und schreibt Toby – u.a. für unseren Blog. Eines seiner größten Autorenvorbilder, wenn es um Einfallsreichtum und Spannung geht, ist Stephen King.

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