2. März 2017 · Bewerbung, Jobsuche · von

Welche Dinge machen ein Jobinterview eigentlich so schwierig?

Einstellungstests, Assessment-Center, zahlreiche Interviewrunden: Welche Dinge sorgen dafür, dass Bewerber ein Jobinterview als schwierig einstufen? Eine Studie von Glassdoor hat ausgewertet, welche Bewerbungsgespräche von Kandidaten als anspruchsvoll eingestuft werden – und warum das so ist.

Welche Faktoren dafür sorgen, dass Bewerber ein Jobinterview als schwierig bewerten, hat eine aktuelle Studie von Glassdoor untersucht. Analysiert wurden dafür Bewertungen, die Bewerber für Vorstellungsgespräche abgaben.

Was macht Gespräche schwierig?

Um dieser Frage nachzugehen, wurden folgende Faktoren berücksichtigt:

  • Welche Art von Befragung oder Screening wendet der Arbeitgeber an: Gruppeninterviews, Intelligenztests, Background-Checks oder anderes?
  • Non-Profit, privat geführtes Unternehmen oder staatlicher Betrieb: Um welche Art von Unternehmen handelt es sich?
  • Fand das Interview in einem kleinen oder großen Unternehmen statt?
  • Daten zum Bewerber selbst: Alter, Geschlecht, Ausbildung. Beeinflussen diese Faktoren, wie schwierig der Kandidat das Gespräch bewertet?

Faktor 1: Die Gesprächspartner

Die Anzahl der Gesprächspartner beim Jobinterview spielt für Bewerber eine Rolle wenn es darum geht, den Schwierigkeitsgrad zu bewerten: Die Befragung durch mehrere Personen steigert für Bewerber den Schwierigkeitsgrad merklich. Kein Wunder, müssen sich Bewerber so gleich auf zwei oder drei Gesprächspartner und deren Persönlichkeit einstellen. Was Kandidaten außerdem als schwierig empfinden, sind telefonische Bewerbungsgespräche, Tests und Präsentationen.

Faktor 2: Die Art des Unternehmens

Arbeitgeber in der Technologie- und Consulting-Branche sind bekannt für strenge Interviews, die Glassdoor-Analyse hat jedoch gezeigt: Jobinterviews in Spitälern wurden als am schwierigsten bewertet. Danach folgen Non-Profit-Organisationen und Schulen.

Faktor 3: Die Unternehmensgröße

Je größer der Arbeitgeber, desto schwieriger der Bewerbungsprozess. Zwischen großen und sehr großen Unternehmen besteht aber kaum ein Unterschied, was den Schwierigkeitsgrad der Interviews betrifft. Bewerben in Betrieben mit 1.000 bis 5.000 Arbeitnehmern ist nur geringfügig härter als in Unternehmen mit einer Mitarbeiterzahl zwischen 250 und 999 Personen.

Faktor 4: Das Geschlecht

Empfinden Frauen und Männer das Interviewprozedere unterschiedlich schwierig? Nein – laut Glassdoor-Studie gibt es hier keinerlei Unterschiede.

Faktor 5: Ausbildung der Kandidaten

Welchen Einfluss die Ausbildung von Bewerbern auf das Empfinden des Schwierigkeitsgrads hat, wurde ebenfalls untersucht. Bewerber mit höheren akademischen Abschlüssen bewerteten ihre Jobinterviews eher als schwierig. Personen mit Schulabschluss bewerteten ihre absolvierten Bewerbungsgespräche im Durchschnitt als eher einfach.

Faktor 6: Das Alter

Werden Bewerbungsgespräche mit zunehmendem Alter einfacher? Laut dieser Untersuchung nicht. Ältere Arbeitnehmer bewerteten Jobinterviews verstärkt als schwierig – im Gegensatz zu jüngeren Kandidaten. Der Sprung von einer Altersgruppe in die nächste – z.B. von 25-34 zu 35-44 Jahre – schlägt sich in der Studie mit einer Steigerung der Schwierigkeit von rund 1,3 Prozent nieder.

Welche Hürden findet ihr in Jobinterviews schwierig oder vielleicht sogar unnötig? Schreibt uns doch einen Kommentar :)

Bildnachweis: Alohaflaminggo/Shutterstock

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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