19. Juni 2017 · Arbeitsleben · von

Urlaubs-ABC: Stressfrei in die Auszeit und wieder retour in den Job

Vom richtigen Start in die verdienten Ferien über die funktionierende Urlaubsvertretung bis hin zum sanften Wiedereinstieg nach der Sommerpause: Ein kleines Urlaubs-ABC mit Tipps und Tricks für deine gelungene Auszeit.

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Auszeit

Urlaub ist – eh klar – eine Auszeit. Wie lange sie dauern soll, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Manche urlauben im Lauf eines Jahres lieber öfter, dafür kürzer, andere setzen auf ein oder zwei lange Auszeiten. In welchen Auszeit-Intervallen du dich am besten erholst, hängt von deinem Typ ab – und den kennst du sicher selbst am besten. Ein längerer Urlaub pro Jahr sollte allerdings schon drin sein.

Benachrichtigungen aus

Im Urlaub richtig abschalten – auch Smartphone und PC. Ständige Erreichbarkeit und “Urlaub im Standby-Modus” machen den Erholungseffekt nämlich schnell zunichte. Mit den Kollegen am besten eine Vereinbarung treffen: Angerufen wird der Urlaubende nur in wirklichen Notfällen. Ein Kollege, der zu faul ist, um eine Datei zu suchen, zählt nicht dazu.

Chef

Das muss dem Boss manchmal noch extra beigebracht werden: Anrufe oder E-Mails während der Urlaubszeit sind ein No-Go. Vielleicht gibt es auch noch andere Dinge, die dich an deiner Führungskraft stören. Kritik zu formulieren ist in diesem Fall nicht einfach, auf lange Sicht geht es aber meist nicht ohne: So gelingt die Kritik an der Führungskraft.

Depression

Ende der Ferien, zurück in den Job. Nicht selten ereilt einen dann die “Post-Urlaubsdepression”. Kein Wunder: Nach Tagen oder Wochen der Selbstbestimmtheit geht es zurück an den Arbeitsplatz mit all seinen Regeln, langweiligen Tätigkeiten und vielleicht auch unliebsamen Personen. Gut, dass man ein Stück Urlaub in den Alltag hinüberretten kann.

E-Mails

Verschafft vor dem Start in den Urlaub ein gutes Gefühl: Das E-Mail-Postfach komplett auf Null reduzieren. Was sich während der Ferienzeit ansammeln wird, ist Arbeit genug.

Ferientyp

Relaxen am Strand oder doch lieber Aktivurlaub? Das hängt von der eigenen Persönlichkeit und den Vorlieben ab. Wer im Job viel auf den Beinen ist und mit Menschen zu tun hat, sehnt sich im Urlaub vielleicht nach Stille und Ruhe. Ruhig auch einmal eine andere Art von Urlaub ausprobieren um herauszufinden, welcher Urlaubstyp du bist. Vielleicht schlummert im überzeugten Jesolo-Afficionado ja ein versteckter Fernost-Tramper?

Good-Enough-Prinzip

Wohin in den Urlaub? Zug oder Flug? Hotel oder AirBnB? Und welcher Stadtteil ist der beste? Wer sich bereits vor Urlaubsstart zu sehr den Kopf zerbricht, ist mit dem Good-Enough-Prinzip gut beraten. Wie das funktioniert, erklären wir hier.

Helfen (lassen)

Der Workload ist vor dem Urlaub meistens besonders hoch. Da wird noch vorbereitet, vorgearbeitet und die Kollegen auf alle Eventualitäten vorbereitet. Nicht selten starten einige Arbeitnehmer mit ein paar Überstunden und ziemlich energielos in den Urlaub. Besonders für Teams gilt daher: Anderen helfen und selbst auch aktiv um Hilfe bitten, wenn kurz vor der geplanten Auszeit eigentlich alles zu viel wird.

Internet aus!

Längere Zeit offline zu sein, gar nicht so einfach. Denn auch im Ausland lockt überall das WLAN. Nur mal schnell auf Instagram posten und vielleicht – sicher ist sicher – kurz die Mails checken. Dabei tut es gut, eine Zeit lang einfach offline zu bleiben. Heavy User müssen sich ja nicht sofort an einen einwöchigen Digital Detox wagen. Ein oder zwei Stunden Offline-Zeit sind auch für Anfänger schaffbar.

Journal führen

Während einer Reise ist ein Reisetagebuch eine schöne Art, Erinnerungen festzuhalten. Vielleicht gehst du danach auch dazu über, generell ein Journal zu führen. Ein Vision Journal kann dich etwa bei der Karriereplanung unterstützen.

Karriereplanung

Manche beschäftigen sich sogar im Urlaub mit ihrem Job bzw. ihrer Karriereplanung. Der Sommer kann eine gute Gelegenheit sein, um über berufliche Möglichkeiten nachzudenken. Aber Vorsicht: Deine Erholung sollte unter der Jobsuche im Sommer keinesfalls leiden!

Langeweile

Eine Portion gepflegter Langeweile bewahrt dich vor dem “Freizeit-Burn-out”. Die Seele baumeln zu lassen ist auch deshalb wichtig, weil sich in diesen Momenten neue Dinge auftun können. In Zeiten des Nichtstuns wandert der Geist und manchmal offenbart sich so, wohin man im Leben eigentlich möchte.

Müßiggang

Nichts tun. Das klingt so einfach, aber viele haben die hohe Kunst des Müßiggangs bereits verlernt. Wie lange schaffst du es, einmal wirklich nichts zu tun?

Neues ausprobieren

Egal, ob kleine oder große Dinge – die Urlaubszeit eignet sich wunderbar, um neue Dinge auszuprobieren und kennenzulernen: Ein neues Hobby, das exotische Restaurant oder eine unbekannte Urlaubsdestination. Raus aus dem Alltagstrott!

Oasen schaffen

Du kannst in nächster Zeit keinen Urlaub genießen, weil du im Büro die Stellung hältst, während die anderen urlauben? Dann schaff dir kleine Inseln der Auszeit im Alltag und versüße dir wenigstens den Feierabend. Hier gibt es einige Ideen für Feierabendrituale.

Planung

Wann und wie lange Urlaub möglich ist, hängt auch von den Kollegen ab. Frühzeitige Absprache im Team sollte es ermöglichen, dass alle ihren Wunschtermin bekommen. Klaffen Wunsch und Wirklichkeit hier auseinander? Wir haben im Rahmen unserer Online-Umfrage nachgefragt, wie es bei euch aussieht:

Umfrage Planung Sommerurlaub

Qualität

Qualität vor Quantität – auch beim Thema Urlaub. Denn viel wichtiger als die Dauer der Auszeit ist, wie und mit wem du deinen Urlaub verbringst – siehe auch: Wählerisch sein.

Rückkehr ins Büro

Sie bleibt nach dem Urlaub leider nicht aus. Wer vorsorgt (siehe: E-Mails), kann sich die Rückkehr aber erleichtern. Im Team kann außerdem vereinbart werden, dass Urlaubsrückkehrer an ihrem ersten Tag im Büro nicht gleich mit Terminen und Tasks eingedeckt werden.

Souvenirs

Bring doch mehr mit als nur den Sonnenbrand: Eine Postkarte oder kleine Aufmerksamkeiten für die Kollegen heben die Stimmung im Team. Ein Mitbringsel für deinen eigenen Schreibtisch hilft dir, auch nach dem Urlaub noch ein Stück Erholung als Erinnerung mitzunehmen.

To-Do-Liste

Sie hilft bereits vor dem Urlaub, alles zu erledigen und den Kopf frei zu bekommen. So ersparst du dir beim Start deiner Auszeit unangenehme Bedenken: “Irgendetwas habe ich sicher vergessen, mir fällt es nur nicht ein.” Wenn bereits fest steht, dass bei der Rückkehr wichtige Tasks anstehen, kann vorgesorgt werden. Dafür bereits vor dem Urlaub To-Dos notieren oder als Termin im Kalender timen.

Urlaubsrecht

Kann der Chef die Genehmigung für einen Urlaub wieder zurücknehmen? Und kann der Arbeitgeber bestimmen, wann ich Urlaub nehmen kann? Wissenswertes zum Thema Arbeitsrecht und Urlaub gibt es an dieser Stelle und hier.

Vertretung

Wenn das eigene Aufgabengebiet auch während der Abwesenheit in besten Händen ist: Eine gut funktionierende Urlaubsvertretung ist Gold wert.

Wählerisch sein

Gestehe dir eine Portion Egoismus zu und mach in deinem Urlaub nur das, was dir wirklich Spaß macht. Trotz Freibadwetter einen Serienmarathon einlegen oder deine Lieblingswanderung innerhalb einer Woche zwei Mal gehen: Es ist deine Auszeit und du bestimmst, was du machen möchtest.

Xenophilie

Gute Voraussetzungen für die Auszeit in der Ferne bietet die Xenophilie. Laut Definition ist es die Eigenschaft, allem Fremden und allen Fremden gegenüber positiv eingestellt und aufgeschlossen zu sein.

Yuccapalme

Zimmerpflanze statt Kokospalme, Badesee und Freibad statt Verkehrsstau und Liegestuhlgebühr. “Staycation” ist übrigens der hippe Begriff für das, was weitläufig unter “Urlaub auf Balkonien” bekannt ist.

Zwickeltage

Schont das Urlaubskonto: Fenstertage geschickt nutzen. Welche Zwickeltagsmöglichkeiten sich im Lauf eines Jahres ergeben, fassen wir immer in unserem Fenstertagskalender zusammen.

Bildnachweis: Alena Ozerova / Shutterstock

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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